DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Lagarde: EZB muss Zweitrundeneffekte antizipieren
Die Europäische Zentralbank (EZB) darf nach den Worten ihrer Präsidentin Christine Lagarde mit geldpolitischen Reaktionen nicht so lange warten, bis Zweitrundeneffekte hoher Energiepreise bereits eingetreten sind. "Was wir derzeit sehen, vermittelt uns nicht den Eindruck, dass dies wahrscheinlich zu Zweitrundeneffekten führen wird. Es könnte passieren, und falls doch, müssen wir dies so weit wie möglich antizipieren; denn wenn sie erst einmal da sind, ist es bereits ein wenig zu spät", sagte sie in der Anhörung im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments.
Lagarde: EZB-Leitzins am oberen Ende des neutralen Bereichs
Der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) ist nach Aussage von EZB-Präsidentin Christine Lagarde noch nicht restriktiv. Auf die entsprechende Frage eines Angeordneten des Europaparlaments sagte Lagarde: "Wir befinden uns am oberem Ende des neutralen Bereichs." Der volkswirtschaftliche Stab sehe den neutralen Gleichgewichtszins zwischen 2 und 2,5 Prozent. Lagarde stellte zugleich klar, dass die EZB ihre Geldpolitik nicht an diesem Wert orientiere, sondern auf Basis von Daten von Sitzung zu Sitzung entscheide.
Lagarde bekräftigt Kernbotschaften der EZB-Ratssitzung
EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat zu Beginn ihrer Anhörung im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments Kernbotschaften der jüngsten Sitzung des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB) bekräftigt. "Die Inflationsaussichten werden 2027 und 2028 höher ausfallen, als wir noch vor einigen Monaten erwartet hatten, was hauptsächlich auf höhere Energiepreise zurückzuführen ist", sagte sie laut dem veröffentlichten Redetext.
Dieselpreise in Großbritannien steigen auf Rekordhoch
Die Dieselpreise sind in Großbritannien auf Rekordhöhen gestiegen, ein weiteres Zeichen dafür, dass die Energiekrise am Persischen Golf und der Ukraine-Krieg den Preis für den wichtigen Kraftstoff in die Höhe treiben. RAC, ein britischer Pannendienst, der die Kraftstoffpreise beobachtet, teilte mit, dass Diesel im Durchschnitt knapp über 1,99 GBP pro Liter kostete - was etwa 2,64 US-Dollar entspricht. Damit wird der bisherige Rekord aus dem Sommer 2022 übertroffen, als sich Europa nach jahrzehntelanger Abhängigkeit von russischen Raffinerieprodukten entwöhnte.
US-Bericht: Iran umgeht Sanktionen mithilfe von Tether-Stablecoins
Die US-Demokraten wollen am Montag einen Bericht veröffentlichen, dem zufolge der Iran auf digitale US-Dollar eines der profitabelsten Kryptowährungsunternehmen der Welt zurückgegriffen hat, um das US-Sanktionsnetz zu umgehen. Dem Bericht des ständigen Unterausschusses für Untersuchungen zufolge ist der Stablecoin von Tether zu einem primären Zahlungsmittel für das iranische Regime und zu einem Instrument für die Finanzierung von terroristischen Stellvertreterorganisationen wie der Hisbollah geworden. Dies geht aus einer Kopie hervor, die vom Wall Street Journal eingesehen werden konnte.
Trump will Pläne für neues Stahlwerk in Iowa vorstellen
US-Präsident Donald Trump wird den Plan eines Unternehmens aus Minnesota ankündigen, ein Stahlwerk für 15 Milliarden US-Dollar in Iowa zu bauen. Damit versucht er, der Unzufriedenheit der Wähler mit der Wirtschaft im Vorfeld der Zwischenwahlen entgegenzuwirken. Es wird erwartet, dass Trump das Vorhaben am Montagnachmittag (Ortszeit) im Weißen Haus zusammen mit Führungskräften von Mesabi Metallics vorstellt.
Mexiko erzielt im August Handelsüberschuss von 605 Mio USD
Mexiko hat im August einen Handelsüberschuss von 605 Millionen US-Dollar erzielt. Sowohl die Exporte als auch die Importe legten gegenüber dem Vorjahresmonat kräftig zu, wie das nationale Statistikinstitut Inegi am Montag mitteilte. Die Exporte stiegen gegenüber August 2025 um 40,4 Prozent auf 78,01 Milliarden Dollar. Die Erdölexporte gingen um 2,8 Prozent auf 1,58 Milliarden Dollar zurück. Davon entfielen 827 Millionen Dollar auf Rohöl und 754 Millionen Dollar auf Erdölprodukte.
+++ Konjunkturdaten +++
Brasilien Leistungsbilanz Aug Defizit 5,1 Mrd USD (Juli: Defizit 8,1 Mrd USD)
Brasilien/Ausländische Direktinvestitionen Aug 7,4 Mrd USD
Brasilien/Ausländische Direktinvestitionen 12 Monate 86,6 Mrd USD
DJG/DJN/apo
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September 28, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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