FRANKFURT (dpa-AFX) - Am Aktienmarkt bleiben die Augen der Anleger am Dienstag auf die steigenden Ölpreise und den anhaltenden Ausverkauf an den Anleihemärkten gerichtet. Mit relativ wenig Technologie-Anteil dürfte sich der Dax jedoch der internationalen Schwäche in dieser Branche aber entziehen können, die nach der New Yorker Nasdaq in Asien auch die Börse in Seoul nochmals etwas belastete. Der Broker IG taxierte den Leitindex zwei Stunden vor dem Xetra-Handelsstart mit 0,1 Prozent im Plus auf 25.410 Punkte.
Die Ölpreise steigen derzeit wieder, während der Optimismus hinsichtlich eines baldigen diplomatischen Durchbruchs im Krieg zwischen den USA und dem Iran nachlässt. Von ölpreisbedingten Inflationssorgen angetrieben hatten zunehmende Wetten auf weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed am Montag die Renditen von amerikanischen Staatsanleihen auf Mehrjahreshochs getrieben.
Der Marktbeobachter Stephen Innes stellt sich die Frage, wie lange das US-Wirtschaftswachstum höhere Zinsen und Ölpreise noch ausgleichen kann, während "das Aktienpolster nicht mehr weiter wächst".
Neben dem Dax steuert auch der New Yorker Dow Jones Industrial mit Einbußen größer drei Prozent auf einen sehr schwachen September zu./tih/mis
