DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
GASRESERVE - Das Gesetzgebungsverfahren für die geplante nationale Gasreserve verzögert sich weiter. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin Capital unter Berufung auf eine Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums an den Grünen-Abgeordneten Michael Kellner. "Die Bundesregierung bereitet derzeit einen Gesetzentwurf zum Aufbau der strategischen Gasreserve vor", schreibt das Wirtschaftsministerium in seiner Antwort. Der Zeitplan sehe einen Kabinettsbeschluss "noch im Herbst 2026" vor. Der Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens sei dann "für das Frühjahr 2027" geplant. Wie das Gas für die Reserve beschafft und finanziert werden soll, ließ das Ministerium offen. Die Regelungen würden im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens getroffen, heißt es in der Antwort, die Capital vorliegt. Zur Sicherung der Gasversorgung gegen mögliche externe Schocks wie Terrorangriffe oder Sabotage gegen Pipelines will Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zum Winter 2027/28 eine strategische Gasreserve aufbauen. (Capital)
ASYL - Die EU-Innenminister beraten nach einem Bericht der Bild-Zeitung über Ausnahmen beim Zugang zu Asylverfahren. Dabei geht es insbesondere um Fälle, in denen größere Migrationsbewegungen gezielt herbeigeführt und als politisches Druckmittel eingesetzt werden. Die Zeitung beruft sich auf einen vertraulichen Optionenplan für die Teilnehmer des Münchener Migrationsgipfels vom vergangenen Samstag, zu dem Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) EU-Amtskollegen geladen hatte. Demnach sei die "Beschränkung des Zugangs zu Asylverfahren" eine Möglichkeit, um auf gezielt von außen gesteuerte Drucksituationen zu reagieren. (Bild)
IT-Dienstleistungsmarkt - Die Digitalisierung der Bundeswehr verändert den deutschen IT-Dienstleistungsmarkt. Die BWI GmbH, das IT-Systemhaus der Bundeswehr, will in den kommenden Jahren zunehmend Aufträge an externe Anbieter vergeben. Bis 2031 plane das Unternehmen mit "mehr als zehn Milliarden Euro", sagte Geschäftsführer Bernhard Günther. Die Aufgaben könne die BWI nicht allein bewältigen, so Günther: "Wir müssen den Umsatz pro Mitarbeiter innerhalb von fünf Jahren verdoppeln." Mit Automatisierung allein sei das nicht zu machen. Daher steige der Anteil externer Leistungen von 50 auf 70 Prozent. (Handelsblatt)
SÜDLINK - Die größte der neu geplanten Stromautobahnen kann vorübergehend nicht weitergebaut werden. Wegen Problemen bei der unterirdischen Verlegung von Kabeln in einem alten Salzbergwerk bei Bad Friedrichshall hat der Betreiber Transnet BW die Arbeiten gestoppt. Man arbeite an einer alternativen Lösung, teilte das Unternehmen mit. Ob sich das Großprojekt verteuert oder verzögert, ist offen. Entscheidend wird sein, ob für die neue Lösung ein neuer Planfeststellungsbeschluss nötig ist. Die Stromautobahn gilt mit einer Investition von 10 Milliarden Euro als das größte Einzelprojekt der Energiewende und soll nach bisherigem Plan Ende 2028 in Betrieb gehen. (FAZ)
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September 29, 2026 01:13 ET (05:13 GMT)
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