DJ Google geht gegen EU-Anforderungen zu Android-KI-Zugang vor
Von Mauro Orru
DOW JONES--Die Alphabet-Tochter Google geht gegen Forderungen der EU-Kommission gerichtlich vor, das eigene Android-Betriebssystem für konkurrierende KI-Dienste zu öffnen und anderen Suchmaschinen den Zugang zu Suchdaten zu ermöglichen.
Brüssel hatte im Juli verbindliche Anweisungen an Google erlassen, um sicherzustellen, dass konkurrierende KI-Dienste auf Funktionen von Android-Geräten zugreifen können, um auf Augenhöhe mit der konzerneigenen KI Gemini konkurrieren zu können.
EU-Beamte forderten zudem, dass Google Suchdaten mit einigen Drittanbieter-Suchmaschinen teilt, darunter KI-Chatbots, um auch bei Google Search einen faireren Wettbewerb zu ermöglichen.
Google teilte am Dienstag mit, dass es beim Gericht der Europäischen Union, dem zweithöchsten EU-Gericht, Berufung gegen die Entscheidungen der Kommission eingelegt habe. Diese sahen für die Weitergabe von Suchdaten eine Frist bis Januar 2027 und für Änderungen an Android bis Juli nächsten Jahres vor.
"Wir legen gegen Entscheidungen Berufung ein, die uns dazu zwingen würden, den privaten Suchverlauf von Nutzern ohne ausreichende Anonymisierung zu teilen und wichtige Sicherheitsvorkehrungen bei Android zu schwächen", sagte Oliver Bethell, Senior Director of Competition bei Google, in einer Stellungnahme.
Die Europäische Kommission reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.
Die EU-Beamten erließen die verbindlichen Anweisungen an Google auf Grundlage des Digital Markets Act (DMA). Die Google-Mutter Alphabet gilt unter dem DMA als Gatekeeper, eine Einstufung, die ihm zusätzliche Maßnahmen auferlegt, damit sichergestellt wird, dass der Wettbewerb nicht behindert wird.
Gatekeeper nach dem DMA müssen gewährleisten, dass ihre Dienste und die von Drittanbietern technisch unter bestimmten Bedingungen zusammenarbeiten können. Auch dürfen Gatekeeper ihre eigenen Dienste und Produkte im Ranking nicht bevorzugt behandeln, oder Nutzer außerhalb ihrer Plattform ohne Zustimmung nicht für gezielte Werbung tracken.
Unternehmen, die den DMA nicht einhalten, drohen Geldbußen von bis zu 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes, bei wiederholten Verstößen sogar bis zu 20 Prozent. Die EU kann zudem periodische Zwangsgelder von bis zu 5 Prozent des durchschnittlichen Tagesumsatzes verhängen.
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September 29, 2026 01:50 ET (05:50 GMT)
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