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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

TAGESTHEMA

OpenAI hat die Veröffentlichung seines KI-Modells der nächsten Generation aufgrund von Sicherheitsbedenken verworfen. Forscher hatten diese während interner Tests geäußert. Dies ist eines der bisher deutlichsten Anzeichen dafür, dass Fehlverhalten von Agenten den rasanten Fortschritt der Branche bremsen könnte. Der Schritt folgt auf einen Sommer, der von Berichten über außer Kontrolle geratene Systeme Künstlicher Intelligenz in der gesamten Branche geprägt war. Es ist ein seltener Fall, das ein großer KI-Entwickler eine neue Version wegen Sicherheitsbedenken aufgibt. Das Unternehmen hatte geplant, das als GPT-6.1 Astra bekannte Modell in den kommenden Tagen oder Wochen auf den Markt zu bringen, wobei ein Debüt im Oktober angestrebt wurde. Das Modell war leistungsfähiger als die früheren Modelle des Unternehmens beim Lösen anspruchsvoller Aufgaben von Anfang bis Ende ohne menschliche Hilfe sowie beim Schreiben. Stattdessen wird sich das Unternehmen nun darauf konzentrieren, die Sicherheit künftiger Modelle zu verbessern. Von diesen erwartet OpenAI eine noch höhere Leistungsfähigkeit.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

Es stehen keine wichtigen Termine auf der Agenda.

AUSBLICK KONJUNKTUR

-US 
  16:00 Index des Verbrauchervertrauens September 
     PROGNOSE: 89,0 
     zuvor:  98,4 
 
  16:00 Job Openings and Labor Turnover Survey, August 
 

ÜBERSICHT INDIZES

zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.727,25  -0,3 
E-Mini-Future Nasdaq-100  30.424,50  -0,5 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.695,30  +0,2 
Topix-500 (Tokio)      4.029,63  -2,0 
Kospi (Seoul)        6.825,65  -0,9 
Shanghai-Composite      3.828,29  +0,1 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 24.453,87  -0,8 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Leichter - Die Aktienmärkte folgen der Vorgabe der Wall Street. Der fortgesetzte Anstieg der Renditen lähmt die Kaufbereitschaft. Treiber der Marktzinsen auf immer neue 19-Jahreshochs ist der Ölpreis. Er steigt, nachdem zuletzt die USA ein Angebot des Irans zurückgewiesen hatten, die Straße von Hormus bei bestimmten Gegenleistungen der USA wieder zu öffnen. Dass die Notenbank in Australien die Zinsen erhöht hat, bewegt nicht. Der Schritt war allgemein erwartet worden. Überwiegend gemieden werden erneut Technologieaktien. Für Gegenwind sorgt zum einen das erhöhte Zinsniveau, belastend wirken daneben die sich mehrenden Anzeichen für eine langsamere Entwicklung der künstlichen Intelligenz angesichts von Sicherheitsbedenken. OpenAI hat laut dem Wall Street Journal die Veröffentlichung seines nächsten KI-Modells gestrichen, nachdem dieses interne Sicherheitskontrollen nicht bestanden hatte. In Hongkong knicken Shein um gut 10 Prozent auf ein Rekordtief ein, nachdem der Fast-Fashion-Händler einen starken Rückgang des Gewinns im zweiten Quartal gemeldet hat. Auf breiter Front aufwärts geht es in Hongkong für Immobilienaktien. Laut Marktbeobachtern hat der chinesische Staatsrat angekündigt, die antizyklische wirtschaftspolitische Unterstützung zu verstärken und insbesondere Maßnahmen zur Stabilisierung des Immobilienmarktes auszurollen. Einen Satz um gut 20 Prozent machen Codan in Sydney. Die Aktie des Kommunikationstechnologieunternehmens liegt damit auf einem Rekordhoch, nachdem Codan aufgrund der starken Nachfrage von Drohnenherstellern seine Gewinnprognose deutlich angehoben hat.

WALL STREET

Dow-Jones     51.481,51 -0,7 
S&P-500      7.683,69 -0,8 
Nasdaq Composite 26.820,38 -0,9 
 
           Montag   Freitag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,22 Mrd  1,05 Mrd 
Gewinner        678   k.A. 
Verlierer      2.084   k.A. 
Unverändert       69   k.A. 
 

Schwach - Weiter steigende Ölpreise und vor diesem Hintergrund weiter steigende Marktzinsen lasteten auf der Stimmung für Aktien, auch dass im Iran-Krieg die Zeichen weiter auf Konfrontation stehen. Chipwerte zeigten sich mit Abgaben, belastet von Befürchtungen einer zu schnellen und nicht kontrollierbaren KI-Entwicklung. Experten von Meta und Microsoft schlossen sich OpenAI und Anthropic an und fordern eine Untersuchung von Systemen künstlicher Intelligenz, die in der Lage sind, sich autonom selbst zu verbessern. Intel verloren 5,7 Prozent, Marvell 3,8 Prozent und Sandisk 3,7 Prozent. Nvidia legten dagegen um 1,7 Prozent zu, gestützt von einem aufgestockten Aktienrückkaufprogramm - das größte in der Geschichte überhaupt. Boeing fielen um 6,9 Prozent, nachdem das Wall Street Journal berichtet hatte, dass der Flugzeughersteller einen Softwarefehler identifiziert habe, der eine automatische Landefunktion stören könnte. MongoDB fielen um 18 Prozent, nachdem das Datenbankunternehmen den Wechsels seines CEO zu Meta mitgeteilt hatte.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries Rendite  +/- 
2 Jahre      4,92 +0,06 
10 Jahre     5,24 +0,06 
 

Der Anstieg des Ölpreises nährte Inflationssorgen, was die Renditen am Anleihemarkt wegen der damit verbundenen Spekulationen um weitere Zinserhöhungen erneut nach oben trieb auf neue 19-Jahreshochs.

DEVISEN

zuletzt +/- %   00:00    Mo, 09:05 % YTD 
EUR/USD     1,1355  -0,1   1,1370     1,1372  -3,3 
EUR/JPY     178,68  -0,1   178,93     179,16  -2,9 
EUR/GBP     0,8580  +0,1   0,8576     0,8590  -1,6 
USD/JPY     157,34  -0,0   157,35     157,53  +0,4 
USD/KRW    1.356,60  -0,2  1.359,51    1.363,24  -5,8 
USD/CNY     6,7062  -0,1   6,7103     6,7149  -4,1 
USD/CNH     6,7087  -0,1   6,7126     6,7164  -3,8 
USD/HKD     7,8446  -0,0   7,8450     7,8438  +0,8 
AUD/USD     0,6986  -0,4   0,7014     0,7013  +4,7 
NZD/USD     0,5655  -0,2   0,5664     0,5662  -1,8 
BTC/USD   83.404,41  -0,1 83.509,20    83.247,88  -4,9 
 
 

Der Dollar legte mit den US-Renditen etwas zu. Der Euro kostete zuletzt im US-Handel 1,1367 Dollar.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold   4.140,84  +0,6   26,57    4.114,27 
Silber   60,74  -0,4   -0,23      60,97 
Platin  1.687,21  -1,7   -29,82    1.717,03 
 

Die Edelmetallpreise standen stark unter Druck. Weiter steigende Ölpreise verstärkten die Erwartung, dass die US-Notenbank die Zinsen im Oktober weiter anheben dürfte, hieß es zur Begründung. Denn dadurch verliere das zinslose Gold als Anlage an Attraktivität. Für Gegenwind sorgte zugleich der weiter feste Dollar, wodurch sich die Edelmetallpreise für Käufer aus Nichtdollarländern verteuern. Die Feinunze gab um 3,8 Prozent auf 4.125 Dollar nach.

ÖL

zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex   94,05  +1,6    1,45      92,60 
Brent/ICE   107,28  +1,9    2,00     105,28 
 

Die Ölpreise stiegen erneut, angetrieben von einer ausbleibenden Annäherung zwischen den USA und dem Iran bei Verhandlungen über die Öffnung der Straße von Hormus. Für Brent ging es um 1,6 Prozent nach oben auf 106,18 Dollar im späten US-Handel. Im Tageshoch waren aber auch schon über 108 Dollar fällig gewesen. Für etwas Entspannung sorgte, dass offenbar wieder signifikante Ölmengen durch die zuletzt beschädigte East-West-Pipeline Saudi-Arabien fließen.

MELDUNGEN SEIT MONTAG 20.00 UHR

AUSTRALIEN - Geldpolitik

Die australische Zentralbank hat wie erwartet die Zinsen zum vierten Mal in diesem Jahr angehoben. Damit steigen sie auf ein 15-Jahres-Hoch. Die Reserve Bank of Australia stimmte einstimmig dafür, den Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,60 Prozent anzuheben. Als Grund nannte sie den anhaltenden Druck auf die Energiepreise infolge des Konflikts im Nahen Osten. "Seit der letzten Sitzung materialisieren sich einige der Aufwärtsrisiken für die Inflation", sagte das neunköpfige, für die Geldpolitik zuständige Board.

AUSTRALIEN - Konjunktur

Die Ausgaben der australischen Haushalte sind im August gegenüber Juli stagniert. Sie lagen 6,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Das schwache Ergebnis für August fällt in eine Zeit der Spekulation, dass die australische Zentralbank die Zinsen vor Jahresende noch zwei weitere Male anheben könnte.

AAR

Der Luftfahrtdienstleister hat sich auf den Kauf einer Mehrheitsbeteiligung am nicht börsennotierten Flugzeugwartungsunternehmen MRO Holdings für 1,8 Milliarden US-Dollar geeinigt, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten.

AMD

will das auf künstliche Intelligenz spezialisierte Forschungsunternehmen World Labs in einem reinen Aktiendeal mit einem Volumen von etwa 8,2 Milliarden US-Dollar übernehmen.

ASTRAZENECA / SUMMIT THERAPEUTICS

Astrazeneca investiert im Rahmen einer erweiterten Partnerschaft 2 Milliarden US-Dollar in das US-Unternehmen Summit Therapeutics.

GOLDMAN SACHS

Das Board hat einen Plan erörtert, wonach David Solomon bereits im nächsten Jahr als CEO zurücktreten und durch COO John Waldron ersetzt werden soll, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten.

JEFFERIES

hat im dritten Quartal einen Gewinn von 260,6 (Vorjahr: 224) Millionen Dollar oder 1,08 (1,01) Dollar je Aktie erzielt. Analysten hatten nur 1 Dollar je Aktie erwartet. Der Umsatz stieg auf 2,22 (Vorjahr: 2,05) Milliarden Dollar und übertraf die Analystenschätzungen von 2,2 Milliarden Dollar. Haupttreiber war das Investmentbanking mit einem Umsatz von 1,33 (Vorjahr: 1,14) Milliarden Dollar.

SHEIN

Der Fast-Fashion-Anbieter hat im zweiten Quartal einen geringeren Gewinn bei bescheidenem Umsatzwachstum gemeldet, weil der regulatorische Gegenwind in den USA und Europa das Geschäft weiterhin belastete. Der Umsatz im zweiten Quartal stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozent auf 11,08 Milliarden US-Dollar, verglichen mit einem Wachstum von 1,1 Prozent im ersten Quartal und einem Jahreswachstum von 8,0 Prozent für 2025. Der bereinigte Nettogewinn sank in den drei Monaten bis Ende Juni auf 228,0 Millionen Dollar, nach 683,0 Millionen Dollar im Vorjahr.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/cln/gos

(END) Dow Jones Newswires

September 29, 2026 02:01 ET (06:01 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

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KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.

Steigende Anleiherenditen verteuern die Finanzierung, während die gewaltigen KI-Ausgaben zunehmend nicht mehr aus den laufenden Cashflows bezahlt werden können. Gleichzeitig zeigen günstigere chinesische Modelle, dass leistungsfähige KI womöglich mit deutlich weniger Rechenleistung auskommt. Damit wächst die Gefahr, dass heute für Milliarden errichtete Kapazitäten morgen nicht die erhofften Renditen liefern.

Für Anleger könnte das zum Problem werden. Denn treffen steigende Finanzierungskosten auf Überkapazitäten und enttäuschende Cashflows, geraten gerade hoch bewertete KI-Profiteure schnell unter Druck. Aus den größten Gewinnern der vergangenen Jahre könnten so die größten Verlierer der nächsten Korrektur werden.

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