DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
US-Notenbank liefert womöglich weniger Zinserhöhungen als Markt erwartet
Es wird erwartet, dass die US-Notenbank die Zinsen nach der Anhebung im September noch zwei weitere Male anheben wird, und zwar im Dezember und März, obwohl die Märkte weiterhin einen aggressiveren Zyklus einpreisen, wie die Zinsstrategen von Morgan Stanley in einer Research Note schreiben. "Die Unsicherheit am Markt in Bezug auf die US-Notenbank, das Wachstum, die Emissionen von Unternehmensanleihen und den Ölpreis tragen alle zu den steigenden Erwartungen einer geldpolitischen Straffung in den nächsten 12 Monaten bei", schreiben sie. Die Strategen rechnen nicht mit einer derart starken Straffung, da die fundamentalen Treiber für den Kurs der US-Notenbank erst im weiteren Jahresverlauf deutlicher sichtbar würden, meinen sie. Die Geldmärkte preisen laut LSEG derzeit Zinserhöhungen im Umfang von 100 Basispunkten in den nächsten 12 Monaten ein.
Australische Zentralbank hebt Zinsen wegen Inflationssorgen erneut an
Die australische Zentralbank hat die Zinsen zum vierten Mal in diesem Jahr angehoben. Damit steigen die Zinsen auf ein 15-Jahres-Hoch. Die Notenbank schließt sich damit Wettbewerbern an, die den Kampf gegen die Inflation verschärfen. Die Reserve Bank of Australia stimmte einstimmig dafür, den Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,60 Prozent anzuheben. Als Grund nannte sie den anhaltenden Druck auf die Energiepreise infolge des Konflikts im Nahen Osten.
Auswirkungen des Nahost-Konflikts auf Energie dürften Märkte dominieren
Angesichts der anhaltenden geopolitischen Spannungen und Unsicherheiten erwartet die First Abu Dhabi Bank, dass das dominierende Makrorisiko in dieser Woche erneut der Nahost-Konflikt und seine Auswirkungen auf die Energiemärkte, die Inflationserwartungen und die globalen Zinsaussichten sein wird. Die Märkte werden auch auf jede Kommunikation der US-Notenbank achten, die den künftigen Zinspfad verdeutlichen könnte, meint Chefökonom Simon Ballard. "Letzteres wäre nun angesichts der einstimmigen (12-0) Entscheidung des Offenmarktausschusses für eine Zinserhöhung Anfang dieses Monats für die Positionierung der Portfolios besonders wichtig", schreibt er in einer Research Note.
US-Staatsanleiherenditen notieren nahe Mehrjahrzehnthochs
Die Renditen von US-Staatsanleihen steigen im asiatischen Handel, bleiben aber leicht unter den am Montag erreichten neuen Mehrjahreshochs. Die Ablehnung des iranischen Vorschlags mit Forderungen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus durch Präsident Trump hat den jüngsten Ausverkauf ausgelöst, was die Ölpreise in die Höhe trieb, trotz der Tatsache, dass mehr Öltanker die Wasserstraße durchqueren. Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe steigt im Tagesverlauf um 1,3 Basispunkte auf 5,254 Prozent und bewegt sich damit nahe dem am Montag erreichten Höchststand von 5,274 Prozent - dem höchsten Stand seit Juni 2007 laut Tradeweb.
+++ Konjunkturdaten +++
Schweden Sep Verbrauchervertrauen 102,2 (Aug: 98,4)
Schweden Sep Verbrauchervertrauen PROGNOSE: 98,5
DJG/DJN/apo
(END) Dow Jones Newswires
September 29, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
