DJ MARKT USA/Wall Street kaum verändert erwartet - Ölpreise und Renditen weiter hoch
Mit einer wenig veränderten Tendenz dürfte die Wall Street am Dienstag in den Handel starten. Die Ölpreise und die Renditen am US-Anleihemarkt zeigen sich aktuell wenig bewegt, notieren jedoch weiterhin auf sehr hohen Niveaus. So kostet ein Barrel der Sorte Brent 105 Dollar und die 10-jährige Rendite liegt bei 5,24 Prozent - der höchste Stand seit 2007. Die Ablehnung des iranischen Vorschlags mit Forderungen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus durch US-Präsident Trump hatte den jüngsten Ausverkauf am Anleihemarkt ausgelöst, was die Ölpreise in die Höhe trieb.
Der Anstieg der Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen auf rund 5,25 Prozent spiegelt laut James Reilly von Capital Economics eher höhere Ölpreise und eine starke US-Wirtschaft wider als die Emission von KI-Anleihen oder fiskalische Bedenken. Capital Economics hält den Ausverkauf bei Staatsanleihen für übertrieben. Das Analysehaus prognostiziert weiterhin, dass die 10-jährige Rendite in diesem Jahr fallen und bis Ende 2027 auf 4,25 Prozent sinken wird, da die US-Notenbank die Geldpolitik nicht so stark straffen werde, wie es die Anleger einpreisen.
Konjunkturseitig haben die Akteure mit Blick auf die Inflation bereits der Preisindex der Persönlichen Konsumausgaben in den USA im Blick, der am Mittwoch veröffentlicht wird. Dazu kommt am Freitag der US-Arbeitsmarktbericht für September. Dagegen stehen am Berichtstag lediglich die Jolts-Daten zum Arbeitsmarkt und der Index des Verbrauchervertrauens für September auf der Agenda.
Im Fokus steht erneut der Sektor Künstliche Intelligenz (KI) mit dem geplanten Börsengang von Anthropic. Das Unternehmen hat seinen Umsatz zwar rasch gesteigert, verzeichnet jedoch gleichzeitig sich ausweitende Verluste, wie die Nachrichtenagentur Reuters nach Einsicht in eine Kopie des Börsenprospekts von Anthropic berichtete. Anthropic plant laut dem Bericht, in den kommenden Jahren 518 Milliarden Dollar für seinen Bedarf an Cloud-, Rechen- und Infrastrukturleistungen auszugeben.
Dagegen hat OpenAI nach eigenen Angaben die Veröffentlichung seines KI-Modells der nächsten Generation aufgrund von Sicherheitsbedenken verworfen. Forscher hatten diese während interner Tests geäußert. Dies ist eines der bisher deutlichsten Anzeichen dafür, dass Fehlverhalten von Agenten den rasanten Fortschritt der Branche bremsen könnte.
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September 29, 2026 06:00 ET (10:00 GMT)
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