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MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Gewinne leicht aus - Technologie-Aktien vorne

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Gewinne leicht aus - Technologie-Aktien vorne

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte bauen ihre Gewinne bis Dienstagmittag aus. Und das obgleich Brent bei rund 105 Dollar das Fass notiert und 10-jährige US-Staatsanleihen bei 5,23 Prozent rentieren. Im Fokus stehen weiterhin die festgefahrenen Waffenstillstandsverhandlungen zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump hatte bereits einen Verhandlungsvorschlag aus dem Iran abgelehnt. "Iran und die USA sind bei einer Waffenstillstandsvereinbarung und der Wiedereröffnung der Straße von Hormus weiterhin weit voneinander entfernt", so Sally Auld von der NAB. Presseberichten zufolge nehmen die Transporte durch die Straße von Hormus aber wieder zu. Die Exporte von Rohöl aus dem Nahen Osten sind in diesem Monat laut Öldaten-Trackern auf das höchste Niveau seit Beginn des Krieges im Februar gestiegen. Sorgen machen die US-Äußerungen über ein eventuelles Exportverbot von Diesel. Dies würde die Ölmärkte global völlig durcheinanderbringen.

Der DAX gewinnt 0,6 Prozent auf 25.527 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es sogar um 0,9 Prozent auf 6.355 Punkte nach oben. Während die hohen Renditen die Bewertung der Aktienmärkte prinzipiell unter Druck setzt, scheinen sich die Anleger vielmehr auf die zuletzt starken Wirtschaftsdaten zu fokussieren, was für weiter steigende Unternehmensgewinne spricht. Wichtige Konjunkturdaten stehen am Dienstag nicht an. Aus den USA kommen die Jolts-Daten zum Arbeitsmarkt und das Verbrauchervertrauen. Letzeres könnte am Nachmittag für Bewegung sorgen, falls sich die Zeichen für einen Einbruch des US-Konsums wegen steigender Benzinpreise mehren. Gold erholt sich nach dem Abverkauf vom Vortag und gewinnt 0,9 Prozent auf 4.152 Dollar die Feinunze.

Gesucht sind Technologiewerte. Bei Schneider Electric, ASML, Infineon und Siemens Energy geht es um bis zu 4 Prozent höher. Kurstreiber ist unter anderem die Rally von Nvidia am Vorabend. Dazu sorgt der Prospekt zum Börsengang von Anthropic für Zuversicht. "Das hebt die Vorsicht nach dem Zurückrudern von OpenAI wieder auf", sagt ein Händler. Laut den Strategen der Helaba treiben vor allem "exorbitante" Ausgabepläne von Anthropic für die KI-Infrastruktur von bis zu 518 Milliarden US-Dollar.

Trotz der angeblich zurückgewiesenen Offerte von BASF legen Evonik um 1,8 Prozent auf 20,20 Euro zu. Laut der "FT" soll Evonik das Angebot als zu niedrig eingestuft haben. Die Anleger glauben aber offenbar, dass das letzte Wort zu dem Thema noch nicht gesprochen ist. BASF soll angeblich 22,15 Euro je Evonik-Aktie geboten haben. Die DZ Bank weist indes darauf hin, dass bereits ein Preis von 22 Euro einer Übernahmeprämie von rund 46 Prozent entspräche und bereits über der üblichen Spanne von 30 bis 40 Prozent läge. Das Aufstockungspotenzial der Offerte scheint mithin begrenzt. Die BASF-Aktie gewinnt 0,7 Prozent.

Die Aktien von Julius Bär springen um 8,9 Prozent nach oben. Hier treibt zum einen die Erleichterung über das Ende der Untersuchungen der Finanzaufsicht gegen die Bank. "Dazu kommt aber, dass damit der Weg für einen neuen Aktienrückkauf frei ist und die Eigenkapitalanforderung sinkt", sagt ein Händler.

Kräftig abwärts um 8,7 Prozent geht es nach der zweiten Umsatzwarnung in einem Jahr bei Lindt & Sprüngli. Seit dem Absatzdebakel bei Osterhasen werden die Preispunkte von Lindt-Schokoladen als überteuert kritisiert, das Absatzvolumen sinkt daher. Lindt erwartet nun nur noch einen Umsatzanstieg von 0 bis 2 Prozent nach zuvor plus 4 bis 6 Prozent. Auch Barry Callebaut in der Schweiz fallen um 2,5 Prozent.

Hapag-Lloyd legen um 4,0 Prozent zu. Der Reedereikonzern hat wie erhofft erneut die Prognose für 2026 erhöht. Hornbach Holding steigen um 1,1 Prozent. Hornbach zeigt sich laut Metzler in einem schwierigen Branchenumfeld - das zuletzt durch die Insolvenz des Konkurrenten Hellweg unterstrichen wurde - weiterhin widerstandsfähig. Laut GfK-Marktdaten habe die Baumarktkette ihre Marktanteile in den ersten sieben Monaten 2026 in wichtigen Kernmärkten wie Deutschland, den Niederlanden und Österreich erfolgreich ausgebaut, was die Analysten vor allem auf das attraktive Preis-Leistungs-Angebot zurückführen.

=== 
Index          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.354,72  +0,9   53,44    6.301,28      9,7 
Stoxx-50        5.396,48  +0,7   38,57    5.357,91      9,7 
DAX          25.527,21  +0,6   152,79    25.374,42      4,2 
MDAX          31.030,94  +0,4   135,35    27.039,42      1,3 
TecDAX         4.012,86  +1,1   43,71    3.091,28      10,8 
SDAX          18.416,09  +0,9   167,57    13.062,07      7,2 
FTSE          10.722,36  +0,4   37,48    10.684,88      8,0 
CAC           8.095,28  +0,2   16,80    8.078,48      -0,7 
SMI          14.017,62  +0,5   74,71    13.942,91      5,7 
ATX           6.985,96  -0,4   -26,17    7.012,13      31,2 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:04 Uhr 
EUR/USD          1,1347  -0,2  -0,0023     1,1370     1,1361 
EUR/JPY          178,45  -0,3  -0,4800     178,93    179,0200 
EUR/CHF          0,9457  -0,0  -0,0002     0,9459     0,9454 
EUR/GBP          0,8571  -0,1  -0,0005     0,8576     0,8574 
USD/JPY          157,25  -0,1  -0,1000     157,35    157,5600 
GBP/USD          1,3236  -0,1  -0,0016     1,3252     1,3245 
USD/CNY          6,703  -0,1  -0,0073     6,7103     6,7103 
USD/CNH          6,7048  -0,1  -0,0078     6,7126     6,7135 
AUS/USD          0,6996  -0,3  -0,0018     0,7014     0,7017 
Bitcoin/USD      84.058,91  +0,7   549,71    83.509,20   83.056,63 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         92,00  -0,7   -0,60      92,6 
Brent/ICE         105,08  -0,2   -0,20     105,28 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.151,65  +0,9   37,38    4.114,27 
Silber           60,82  -0,2   -0,15      60,97 
Platin         1.696,18  -1,2   -20,85    1.717,03 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

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September 29, 2026 07:02 ET (11:02 GMT)

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KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.

Steigende Anleiherenditen verteuern die Finanzierung, während die gewaltigen KI-Ausgaben zunehmend nicht mehr aus den laufenden Cashflows bezahlt werden können. Gleichzeitig zeigen günstigere chinesische Modelle, dass leistungsfähige KI womöglich mit deutlich weniger Rechenleistung auskommt. Damit wächst die Gefahr, dass heute für Milliarden errichtete Kapazitäten morgen nicht die erhofften Renditen liefern.

Für Anleger könnte das zum Problem werden. Denn treffen steigende Finanzierungskosten auf Überkapazitäten und enttäuschende Cashflows, geraten gerade hoch bewertete KI-Profiteure schnell unter Druck. Aus den größten Gewinnern der vergangenen Jahre könnten so die größten Verlierer der nächsten Korrektur werden.

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