DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Geschäftsklima in der Eurozone trübt sich ein
Unternehmen und Verbraucher in der gesamten Eurozone zeigten sich im September etwas pessimistischer bezüglich der Wirtschaft. Damit endete eine viermonatige Erholungsphase, da die gestiegenen Energiekosten infolge des Krieges im Iran die Stimmung zunehmend belasteten. Die Europäische Kommission teilte am Dienstag mit, dass ihr Indikator für das Wirtschaftsvertrauen von 98,4 im August auf 97,9 gefallen sei. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten im Konsens einen Anstieg des Indikators auf 98,9 erwartet.
HVPI-Inflation in Spanien steigt im September auf 5,0 Prozent
Die spanische Inflation ist im September den achten Monat in Folge gestiegen und hat sich weiter beschleunigt. Damit liegt sie über dem Durchschnitt der Eurozone, während die Wirtschaft des Landes weiterhin besser abschneidet als die anderer Staaten. Nach Angaben der Statistikbehörde INE stieg der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) mit einer Jahresrate von 5,0 Prozent. Im August hatte die Steigerung 4,6 Prozent betragen. Ökonomen hatten eine Rate von 5,1 Prozent erwartet.
BA-Stellenindex steigt im September leicht
Die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland ist trotz eines aktuellen Anstiegs im September insgesamt weiter schwach. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) stieg um 1 Punkt auf 104 Zähler, wie die Bundesagentur mitteilte. Er lag damit 6 Punkte über seinem Vorjahreswert. "Trotz der insgesamt weiter schwachen Kräftenachfrage zeigt sich in zunehmend mehr Branchen ein zumindest leichtes Stellenplus im Vergleich zum Vorjahr", erklärte die BA.
EZB passt Rahmen für Repo-Sicherheiten an
Die Europäische Zentralbank (EZB) passt das Regelwerk für Assets an, die Banken und andere Kapitalgesellschaften als Sicherheit in Repo-Geschäften einreichen können. Zu den geplanten Veränderungen gehört, dass die EZB künftig bei der Beurteilung der Notenbankfähigkeit von Assets, die der Privatsektor einreicht, das zweitbeste Rating externer Ratingagenturen heranziehen wird. Dieses Rating wird außerdem bei der Bemessung von Bewertungsabschlägen ("haircuts") herangezogen, wie die EZB mitteilte.
Ifo: Zölle gegen China nur begrenzt wirksam
Zusätzliche EU-Zölle auf chinesische Importe können kritische Abhängigkeiten und unfairen Wettbewerbsdruck aus China nach Erkenntnissen der Ifo-Forscher Lisandra Flach und Andreas Baur nur begrenzt beheben. "Zölle sind je nach Ausgestaltung mit erheblichen ökonomischen Kosten und oft auch unbeabsichtigten Nebenwirkungen verbunden. Ihre Eignung hängt stark davon ab, welches Ziel man mit ihnen verfolgt", sagt Lisandra Flach, Leiterin des Ifo-Zentrums für Außenwirtschaft. "Vor allem aber können sie Maßnahmen zur Stärkung der eigenen Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit nicht ersetzen. Nachlassender Wettbewerbsdruck kann die Innovationsanreize geschützter Industrien sogar zusätzlich schwächen."
Chinas Zusage zur Politikunterstützung signalisiert größere Dringlichkeit
Chinas jüngstes Versprechen politischer Unterstützung signalisiere eine "größere politische Dringlichkeit nach Monaten schwacher Wirtschaftsdaten", schreibt Lynn Song von ING in einem Kommentar. Die K-förmige Divergenz der chinesischen Wirtschaft habe sich in den letzten Monaten ausgeweitet, da die Exporte die Hauptquelle der Stärke geblieben seien, meint der Chefvolkswirt für China von ING. Der Staatsrat hat zugesagt, die politische Unterstützung und die Emission von Anleihen zu beschleunigen, die Investitionen und den Immobilienmarkt zu stabilisieren, die Beschäftigung und das Einkommenswachstum zu fördern und die Binnennachfrage anzukurbeln. ING hält an seiner Prognose für Chinas Wirtschaftswachstum im Jahr 2026 von 4,6 Prozent fest.
RBA dürfte Zinsen im November erneut anheben
Die Reserve Bank of Australia (RBA) dürfte die Zinsen im November nach ihrer jüngsten einstimmigen und hawkishen Zinserhöhungsentscheidung erneut anheben, schreiben die Volkswirte von Citi Research in einem Bericht. Das Gremium habe den Schritt mit der anhaltend hohen Inflation und sich abzeichnenden Aufwärtsrisiken, einschließlich der Weitergabe von Kosten durch die Unternehmen, begründet, so die Volkswirte. "Bemerkenswerterweise habe das Gremium die Geldpolitik trotz einer nachlassenden Aktivität am Immobilienmarkt gestrafft und signalisiere damit seinen klaren Fokus auf die Inflation anstelle des Arbeitsmarktes", fügten die Volkswirte hinzu.
DJG/DJN/apo
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September 29, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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