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XETRA-SCHLUSS/DAX bleibt standhaft trotz anziehender Renditen

DJ XETRA-SCHLUSS/DAX bleibt standhaft trotz anziehender Renditen

DOW JONES--Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag den Handel leicht im Plus beendet. Der DAX gewann 0,1 Prozent auf 25.399 Punkte. Im Tageshoch hatte der Index bei 25.617 Punkten gestanden, wieder anziehende Renditen an den Anleihemärkten am Nachmittag drückten dann aber auf das Sentiment. 10-jährige US-Staatsanleihen rentierten zu Börsenschluss bei 5,28 Prozent - ein Plus von 4 Basispunkten. Der Ölpreis gab indes leicht nach, Brent blieb mit knapp 104,50 Dollar das Fass aber auf einem sehr hohen Niveau. "Iran und die USA sind bei einer Waffenstillstandsvereinbarung und der Wiedereröffnung der Straße von Hormus weiterhin weit voneinander entfernt", so Sally Auld von der NAB.

Gesucht waren Technologiewerte. Infineon gewannen 4,8 Prozent, Siemens Energy 3,5 Prozent oder Aixtron 4,4 Prozent. Der Prospekt zum Börsengang von Anthropic sorgte für Zuversicht. "Das hebt die Vorsicht nach dem Zurückrudern von OpenAI wieder auf", sagte ein Händler. Laut den Strategen der Helaba treiben vor allem "exorbitante" Ausgabepläne von Anthropic für die KI-Infrastruktur von bis zu 518 Milliarden US-Dollar.

Fresenius fielen um 4,9 Prozent zurück und stellten den Hauptverlierer im DAX. Im Handel wurde auf eine FDA-Warnung verwiesen. In dieser werde der Sparte Kabi die Nicht-Einhaltung von Herstellungsstandards in der Produktion vorgeworfen. Zu den Verstößen gehörten Verunreinigungen. Die FDA behalte sich vor, Anträge für neue Medikamente so lange zurückzuhalten, bis das Problem gelöst sei. Fresenius erklärte gegenüber Dow Jones, das Unternehmen ergreife die notwendigen Maßnahmen, um die beanstandeten Mängel abzustellen.

Für Bayer ging es 3,8 Prozent nach unten. Belastend dürfte eine Studie der Deutschen Bank gewirkt haben. In dem Ausblick auf das dritte Quartal schrieben die Analysten, dass sie von einem EBITDA-Rückgang von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausgehen, was deutlich mehr sei als im Konsens erwartet. Hauptgrund für die pessimistische Einschätzung sei die Sparte Crop Science.

K+S büßten 3,1 Prozent ein. Im Handel wurde auf Medienberichte verwiesen, laut denen die US-Regierung mit Belarus über den Kauf von Kalidünger mit der dortigen Regierung verhandelt. Teil eines Deals soll auch die anteilige Aufhebung von Sanktionen sein. Bereits vor knapp einer Woche hatte es ähnliche Berichte gegeben.

Hapag-Lloyd legten um 9,7 Prozent zu. Der Reedereikonzern hatte wie erhofft erneut die Prognose für 2026 erhöht. Hornbach Holding stiegen um 4,1 Prozent. Hornbach zeigt sich laut Metzler in einem schwierigen Branchenumfeld - das zuletzt durch die Insolvenz des Konkurrenten Hellweg unterstrichen wurde - weiterhin widerstandsfähig.

=== 
Index     zuletzt* +/- % +/- % YTD 
DAX       25.399  +0,1    3,6 
DAX-Future   25.553  -0,5    3,6 
XDAX      25.382  -0,6    3,3 
MDAX      30.883  -0,0    0,8 
TecDAX      4.003  +0,9    10,4 
SDAX      18.367  +0,6    6,9 
        zuletzt +/- Ticks 
Bund-Future   119,51 +23,0 
*gerundet 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

September 29, 2026 11:51 ET (15:51 GMT)

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