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MÄRKTE EUROPA/Gut behauptet - Fresenius nach FDA-Warnung schwach

DJ MÄRKTE EUROPA/Gut behauptet - Fresenius nach FDA-Warnung schwach

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag den Handel mit kleinen Gewinnen beendet. Im Fokus standen weiterhin die festgefahrenen Waffenstillstandsverhandlungen zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump hatte bereits einen Verhandlungsvorschlag aus dem Iran abgelehnt. "Iran und die USA sind bei einer Waffenstillstandsvereinbarung und der Wiedereröffnung der Straße von Hormus weiterhin weit voneinander entfernt", sagte Sally Auld von der NAB. Presseberichten zufolge nehmen die Transporte durch die Straße von Hormus aber wieder zu. Die Exporte von Rohöl aus dem Nahen Osten sind in diesem Monat laut Öldaten-Trackern auf das höchste Niveau seit Beginn des Krieges im Februar gestiegen.

Der DAX verbesserte sich um 0,1 Prozent auf 25.399 Punkte. Im Tageshoch hatte der Index bei 25.617 Punkten gestanden, wieder anziehende Renditen an den Anleihemärkten am Nachmittag drückten dann aber auf das Sentiment. Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,3 Prozent auf 6.320 Punkte. 10-jährige US-Staatsanleihen rentierten zu Börsenschluss bei 5,28 Prozent - ein Plus von 4 Basispunkten. Der Ölpreis gab zwar leicht nach, Brent bleibt mit knapp 104 Dollar das Fass aber auf einem sehr hohen Niveau.

Gesucht waren Technologiewerte. Infineon gewannen 4,8 Prozent, Siemens Energy 3,5 Prozent oder Aixtron 5,1 Prozent. Für ASML ging es um 4,2 Prozent nach oben. Der Prospekt zum Börsengang von Anthropic sorgte für Zuversicht. "Das hebt die Vorsicht nach dem Zurückrudern von OpenAI wieder auf", sagte ein Händler. Laut den Strategen der Helaba treiben vor allem "exorbitante" Ausgabepläne von Anthropic für die KI-Infrastruktur von bis zu 518 Milliarden US-Dollar.

Fresenius fielen um 4,9 Prozent zurück und stellten den Hauptverlierer im DAX. Im Handel wurde auf eine FDA-Warnung verwiesen. In dieser werde der Sparte Kabi die Nicht-Einhaltung von Herstellungsstandards in der Produktion vorgeworfen. Zu den Verstößen gehörten Verunreinigungen. Die FDA behalte sich vor, Anträge für neue Medikamente so lange zurückzuhalten, bis das Problem gelöst sei. Fresenius erklärte gegenüber Dow Jones, das Unternehmen ergreife die notwendigen Maßnahmen, um die beanstandeten Mängel abzustellen.

Für Bayer ging es 3,8 Prozent nach unten. Belastend dürfte eine Studie der Deutschen Bank gewirkt haben. In dem Ausblick auf das dritte Quartal schreiben die Analysten, dass sie von einem EBITDA-Rückgang von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausgehen, was deutlich mehr sei als im Konsens erwartet. Hauptgrund für die pessimistische Einschätzung sei die Sparte Crop Science.

Lindt & Sprüngli hat in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal die Prognose gesenkt. Dies schmälert den Ruf für zuverlässige Prognosen, so Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy. Die Preissetzungsmacht von Lindt werde nun auf die Probe gestellt. Die Aktie von Lindt verlor 8,4 Prozent. Im Sog ging es für Barry Callebaut um 1,5 Prozent abwärts.

Dagegen stiegen die Titel von Julius Bär um 7,2 Prozent. Das Unternehmen plant den Start eines Aktienrückkaufs, nachdem die Schweizer Finanzmarktaufsicht eine Untersuchung des Kreditrisikomanagements und der Geldwäschebekämpfungsverfahren der Bank eingestellt hat.

K+S büßten 3,1 Prozent ein. Im Handel wurde auf Medienberichte verwiesen, laut denen die US-Regierung mit Belarus über den Kauf von Kalidünger mit der dortigen Regierung verhandelt. Teil eines Deals soll auch die anteilige Aufhebung von Sanktionen sein. Bereits vor knapp einer Woche hatte es ähnliche Berichte gegeben.

Hapag-Lloyd legten um 9,7 Prozent zu. Der Reedereikonzern hatte wie erhofft erneut die Prognose für 2026 erhöht. Hornbach Holding stiegen um 4,1 Prozent. Hornbach zeigt sich laut Metzler in einem schwierigen Branchenumfeld - das zuletzt durch die Insolvenz des Konkurrenten Hellweg unterstrichen wurde - weiterhin widerstandsfähig.

=== 
Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.320       +0,3          +8,8 
Stoxx-50        5.359       +0,0          +8,9 
DAX          25.399       +0,1          +3,6 
FTSE-100 London    10.637       -0,5          +7,6 
CAC-40 Paris      8.036       -0,5          -0,9 
AEX Amsterdam     1.120       +0,4         +17,3 
BEL-20 Brüssel     5.647       -0,7         +12,0 
IBEX-35 Madrid    19.518       -0,4         +13,3 
SMI Zürich      13.912       -0,2          +5,1 
* gerundet 
 
DEVISEN         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:04 Uhr 
EUR/USD          1,1333  -0,3  -0,0037     1,1370     1,1361 
EUR/JPY          178,49  -0,3  -0,4400     178,93    179,0200 
EUR/CHF          0,946  +0,0  0,0001     0,9459     0,9454 
EUR/GBP          0,8579  +0,0  0,0003     0,8576     0,8574 
USD/JPY          157,47  +0,1  0,1200     157,35    157,5600 
GBP/USD          1,3208  -0,3  -0,0044     1,3252     1,3245 
USD/CNY          6,703  -0,1  -0,0073     6,7103     6,7103 
USD/CNH          6,7092  -0,1  -0,0034     6,7126     6,7135 
AUS/USD          0,6973  -0,6  -0,0041     0,7014     0,7017 
Bitcoin/USD      83.052,12  -0,6  -457,08    83.509,20   83.056,63 
 
ROHÖL          zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         90,68  -2,1   -1,92      92,6 
Brent/ICE         103,96  -1,3   -1,32     105,28 
 
Metalle         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.150,55  +0,9   36,28    4.114,27 
Silber           60,71  -0,4   -0,26      60,97 
Platin         1.681,21  -2,1  -35,82    1.717,03 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

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September 29, 2026 12:08 ET (16:08 GMT)

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