DÜSSELDORF (dpa-AFX) - LEG Immobilien hält den Gegenwind durch steigende Finanzierungskosten für verkraftbar. "Wir müssen circa eine Milliarde pro Jahr refinanzieren", erläuterte Unternehmenschef Lars von Lackum der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX und der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der durchschnittliche Fremdfinanzierungssatz betrage derzeit 1,8 Prozent. Mit Blick auf das zuletzt gestiegene Zinsniveau würde das 20 oder 30 Millionen Euro Mehrbelastung entsprechen. "Das entspricht in etwa dem, was wir auch auf der Mietseite sehen", so der Unternehmenschef zur Entwicklung der Mieteinnahmen.
Höhere Zinsen machten sich aber auch am Transaktionsmarkt bemerkbar. Zudem sorgten aktuell geopolitische und politische Entwicklungen für Unsicherheit bei den Investoren. Und dies spiegele sich auch bei den Transaktionsvolumina wider. LEG könne weiterhin kleinere Portfolios bis zu 5 Millionen Euro veräußern. Der Markt für größere Transaktionen sei jedoch weiterhin kaum in Bewegung.
Derweil läuft das Geschäft mit serieller energetischer Sanierung von Wohnimmobilien durch die LEG-Beteiligung Renowate nicht so gut wie vor längerer Zeit noch erhofft, so von Lackum. LEG hatte Renowate 2021 gemeinsam mit der österreichischen Rhomberg Bau GmbH als Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Ein Festhalten an Renowate hat LEG davon abhängig gemacht, dass es dieses Jahr eine schwarze Null schafft, also die Gewinnschwelle erreicht. "Sonst würden wir uns Alternativen überlegen, beispielsweise das Projekt aufzugeben oder an spezialisierte Käufer abzugeben." Einen Beschluss dazu gebe es aber noch nicht./mne/tob/nas/mis




