DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Bundesländer melden höhere Inflation im September
Der Inflationsdruck in Deutschland ist im September spürbar gestiegen. In allen sechs Bundesländern, in denen Daten erhoben wurden, erhöhte sich die jährlichen Inflationsrate - und zwar auf 2,9 bis 3,6 Prozent, wie die Statistischen Landesämter mitteilten. Im Vormonat hatten sie bei 2,6 bis 3,1 Prozent gelegen. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise in den sechs Bundesländern um 0,5 bis 0,6 Prozent. Für Gesamtdeutschland erwarten Volkswirte, dass die Verbraucherpreise um 0,6 (Vormonat: 0,2) Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen sind. Die jährliche Inflationsrate soll der Prognose zufolge auf 3,2 (2,9) Prozent zulegen. Das Statistische Bundesamt (Destatis) veröffentlicht die Daten um 14.00 Uhr.
Deutsche Arbeitslosenzahl steigt im September etwas deutlicher als erwartet
Die Arbeitslosigkeit in Deutschland hat im September etwas deutlicher als erwartet zugenommen. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat um 12.000, nachdem sie sich im Juli um 5.000 erhöht hatte. Die Arbeitslosenquote blieb bei 6,4 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg der Arbeitslosenzahl um 5.500 und eine unveränderte Quote von 6,4 Prozent prognostiziert.
Italiens HVPI-Teuerung steigt im September auf 4,1 Prozent
Der Inflationsdruck in Italien hat im September deutlich zugenommen. Wie die Statistikbehörde Istat mitteilte, stieg der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) gegenüber dem Vormonat um 2,0 Prozent und lag um 4,1 (August: 3,2) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Der nationale Verbraucherpreisindex erhöhte sich mit Raten von 0,7 beziehungsweise und 4,2 (3,3) Prozent.
Frankreichs HVPI-Inflation steigt stärker als erwartet
Der Inflationsdruck in Frankreich hat im September deutlicher als erwartet zugenommen. Wie die Statistikbehörde Insee mitteilte, stieg der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) mit einer Jahresrate von 3,4 (August: 2,6) Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten eine Teuerung von 3,1 Prozent prognostiziert. Italienische HVPI-Daten werden um 11.00 Uhr veröffentlicht und deutsche um 14.00 Uhr. Die Euroraum-Daten folgen am Freitag um 11.00 Uhr.
Anleger kappen Wetten auf Zinserhöhung der US-Notenbank im Oktober
Anleger sehen nun eine Chance von weniger als 50 Prozent, dass die US-Notenbank auf ihrer nächsten Sitzung im Oktober die Zinsen anhebt. Die Märkte preisen eine Wahrscheinlichkeit von 43 Prozent für eine Anhebung um einen Viertelprozentpunkt ein, nach mehr als 70 Prozent zu Beginn der Woche. Der Rückgang erfolgte, nachdem der Präsident der New Yorker Fed, John Williams, andeutete, dass die Zentralbank bis Dezember warten könne, bevor sie die Zinsen erneut anhebt.
Goldman Sachs findet Anzeichen für geldpolitische Koordination
Die Goldman-Sachs-Volkswirte Joseph Briggs und Sarah Dong sehen Anhaltspunkte dafür, dass es eine stillschweigende Koordination der Geldpolitik der Zentralbanken von Industrieländern gibt. In einer Analyse weisen sie darauf hin, dass unmittelbar nach regelmäßigen Treffen von Zentralbankern bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) korrelierte länderübergreifende Bewegungen bei den Renditen zweijähriger Anleihen zunehmen. Sie halten es außerdem für wahrscheinlich, dass die unmittelbar nach dem jüngsten Treffen in Jackson Hole zu beobachtenden "hawkishen" Überraschungen der Bank of Canada als Vorbote entsprechender Überraschungen durch Europäische Zentralbank (EZB) und Federal Reserve hätten gedeutet werden können.
Chinas Zentralbank dürfte weiter gezielte, unauffällige Kreditlockerung bevorzugen
Chinas Zentralbank dürfte weiterhin gezielte, unauffällige Kreditlockerungen gegenüber breit angelegten geldpolitischen Anreizen durch Senkungen des Leitzinses und des Mindestreservesatzes bevorzugen, schreibt Barclays in einer Research Note. "Obwohl die Stärke des chinesischen Yuan einige externe Zwänge gelockert hat, lassen die rekordtiefen Nettozinsmargen der Banken nur begrenzten Spielraum für weitere Zinssenkungen", heißt es in dem Kommentar. Eine Lockerung der Geldpolitik habe in der Vergangenheit die Nettozinsmargen unter Druck gesetzt, da die an die Loan Prime Rate gekoppelten Kreditzinsen schnell nach unten angepasst würden, merkt Barclays an.
+++ Konjunkturdaten +++
US/MBA Market Index Woche per 25. Sep -6,0% auf 213,6 (Vorwoche: 227,3)
US/MBA Purchase Index Woche per 25. Sep -4,3% auf 148,2 (Vorwoche: 154,9)
US/MBA Refinance Index Woche per 25. Sep -8,7% auf 557,8 (Vorwoche: 611)
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September 30, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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