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MÄRKTE USA/Etwas fester - Inflationsdaten unter der Erwartung

DJ MÄRKTE USA/Etwas fester - Inflationsdaten unter der Erwartung

DOW JONES--Mit leichten Aufschlägen dürfte die Wall Street zur Wochenmitte in den Handel starten. Die mit Spannung erwarteten Inflationsdaten fielen unter der Prognose aus, was die Erwartung an eine Zinserhöhung der US-Notenbank noch im Oktober weiter zurückgehen lässt. Bereits zuvor hatten die Märkte ihre Erwartungen an weitere Zinsanhebungen reduziert, nach Aussagen des New Yorker Fed-Präsidenten John Williams, wonach sich die US-Notenbank mit ihrer nächsten Zinserhöhung noch etwas Zeit lassen kann. Für den Future auf den S&P-500 geht es um 0,3 Prozent nach oben, nachdem er sich im Vorfeld der Inflationsdaten noch unverändert gezeigt hatte.

Die Kernrate der PCE-Inflation auf 12-Monats-Sicht, die die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise ausklammert, lag bei 3 Prozent und kühlte sich damit von 3,3 Prozent im Vormonat ab. Ökonomen hatten mit einer unveränderten Rate gerechnet. Er liegt damit aber immer noch deutlich über dem Inflationsziel der US-Notenbank von 2,0 Prozent. "Der Erhebungszeitraum August profitiert von einer zwischenzeitlichen Delle im US-Benzinpreis bis 3 Dollar die Gallone", sagt ein Händler. Gleich danach sei es jedoch wieder nach oben auf rund 3,60 Dollar gegangen. Dies werden erst die September-Daten zeigen.

Die Renditen am US-Anleihemarkt reagieren nur mit einem kurzzeitigen Rückgang auf die Inflationsdaten. Aktuell notiert die 10-jährige Rendite 2 Basispunkte niedriger bei 5,23 Prozent - und damit auf dem Niveau vor der Veröffentlichung. Die gesunkenen Erwartungen an eine Zinserhöhung der Fed im Oktober belasten den Dollar leicht. Der Dollar-Index verliert 0,3 Prozent.

"Angesichts der geldpolitischen Maßnahmen, die wir auf unserer September-Sitzung ergriffen haben, besteht keine Dringlichkeit", sagte Williams. Prognosen der US-Notenbanker von mindestens einer weiteren Zinserhöhung in diesem Jahr sowie ein restriktiverer Ton von Fed-Chef Kevin Warsh hatten nach der Sitzung in diesem Monat viele Händler darauf wetten lassen, dass im Oktober eine zweite Erhöhung folgen würde. Die Äußerungen von Williams haben besonderes Gewicht, da er als stellvertretender Vorsitzender des Offenmarktausschusses (FOMC) in der Regel bestrebt ist, die Mehrheitsmeinung des Ausschusses widerzuspiegeln, anstatt eine eigene Position zu beziehen.

Daneben gab es noch eine Reihe weiterer US-Konjunkturdaten, darunter den ADP-Arbeitsmarktbericht. Hier wurde im September eine Zunahme der Beschäftigung im privaten Sektor um 90.000 Stellen verzeichnet, während die Prognose lediglich auf ein Plus von 68.000 Stellen gelautet hatte. Der Bericht gilt oftmals als Indikation für den am Freitag anstehenden offiziellen US-Arbeitsmarktbericht für September.

Die Schätzung für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der USA wurde im zweiten Quartal auf 2,2 Prozent angehoben. Zuvor war das US-Handelsministerium von 1,5 Prozent ausgegangen. Dies deutet auf eine robuste Konjunktur trotz des Inflationsdrucks infolge des Iran-Krieges hin.

Der Goldpreis baut mit der gesunkenen Erwartung einer baldigen Fed-Zinserhöhung seine Gewinne leicht aus. Für die Feinunze des zinslosen Edelmetalls geht es um 0,7 Prozent auf 4.212 Dollar nach oben.

Die Ölpreise holen einen kleinen Teil ihrer Vortagesabgaben wieder auf. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent steigt um 0,5 Prozent auf 103,06 Dollar. Im September erreichten die Rohölexporte aus der Golfregion laut den Daten von Kpler 80 Prozent des Vorkriegsniveaus. Dazu nahm Saudi-Arabien nach einer Reparatur den Ölexport durch die Ost-West-Pipeline wieder auf.

Bei den Einzelwerten wird auf die nach der Schlussglocke anstehenden Quartalsergebnisse von Micron geschaut. Diese könnten einen Hinweis auf die durch Künstliche Intelligenz (KI) ausgelöste Chip-Nachfrage liefern. Die Micron-Aktie legt vorbörslich um 1,4 Prozent zu.

Für die Boeing-Aktie geht es um 2,5 Prozent aufwärts. Der Luft- und Raumfahrtkonzern hat von der US-Marine einen Auftrag im Wert von mehr als 20 Milliarden US-Dollar für den Bau seines Kampfjets der nächsten Generation erhalten.

=== 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,83 -0,06    4,90      4,83 
5 Jahre           5,02 -0,04    5,06      5,01 
10 Jahre          5,23 -0,02    5,25      5,20 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:08 Uhr 
EUR/USD          1,1369  +0,3   0,0029     1,1340     1,1344 
EUR/JPY          178,23  -0,1  -0,1200     178,35    178,5000 
EUR/CHF          0,9471  +0,2   0,0016     0,9455     0,9458 
EUR/GBP          0,8549  -0,2  -0,0020     0,8569     0,8576 
USD/JPY          156,75  -0,3  -0,5300     157,28    157,3300 
GBP/USD          1,3294  +0,5   0,0065     1,3229     1,3224 
USD/CNY          6,7045  +0,0   0,0015     6,7030     6,7030 
USD/CNH          6,7062  -0,0  -0,0018     6,7080     6,7069 
AUS/USD          0,6976  -0,1  -0,0007     0,6983     0,6989 
Bitcoin/USD      85.456,81  +2,2  1.856,93    83.599,88   83.953,76 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         90,37  +1,1    0,99      89,38 
Brent/ICE         103,06  +0,5    0,47     102,59 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.211,99  +0,7   31,20    4.180,79 
Silber           61,26  -0,3   -0,19      61,45 
Platin         1.714,59  +0,5    8,84    1.705,75 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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September 30, 2026 09:08 ET (13:08 GMT)

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