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XETRA-SCHLUSS/Hohe Inflation und US-Daten belasten DAX

DJ XETRA-SCHLUSS/Hohe Inflation und US-Daten belasten DAX

DOW JONES--Leichter ist der deutsche Aktienmarkt zur Wochenmitte aus dem Handel gegangen. Nach einer Fülle starker US-Wirtschaftsdaten und hoher Inflationszahlen aus den USA und Europa verflog die anfänglich gute Laune schnell. Der DAX fiel um 0,8 Prozent auf 25.199 Punkte.

Schon die Inflationsdaten aus Europa verhießen nichts Gutes. Die September-Verbraucherpreise aus Deutschland sprangen um 3,3 Prozent zum Vorjahr an, in Italien sogar um 4,1 Prozent. Der Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE-Deflator) in den USA stieg gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent, aber lag nur noch um 3,4 (Juli: 3,7) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Er steht damit aber weiterhin deutlich entfernt vom Inflationsziel der US-Notenbank von 2 Prozent.

Gleichzeitig zeigten die US-Konjunkturdaten eine extrem starke Wirtschaft. Der Einkaufsmanager-Index (PMI) Chicago sprang auf 58,8 Punkte nach 47,1 im Vormonat und der ADP-Arbeitsmarktbericht zeigte kräftige Gehaltsanstiege bei US-Arbeitnehmern, die einen Jobwechsel vornehmen. "Diese Wirtschaft kann Zinserhöhungen ohne Wenn und Aber ertragen", sagte ein Händler. Die US-Anleihemärkte reagierten darauf mit kräftigen Renditeanstiegen, die 30-jährigen US-Bonds sprangen sogar über 5,63 Prozent auf ein neues Jahreshoch.

Hauptverlierer am Aktienmarkt waren wie üblich die zinssensitiven Branchen, wie Versicherer und vor allem die Immobilienwerte.

Auf Unternehmensseite standen der Kapitalmarkttag von BMW (+1,5%) im Blick. JP Morgan erwartet zwar, dass das Unternehmen an seinem langfristigen Margenziel von 8 bis 10 Prozent im Automobilbereich festhalten wird, auch wenn es für die kommenden drei Jahre kein realistisches Ziel sei.

Porsche Automobil Holding legten um 1,2 Prozent zu. Sie hatten im jahrelangen Rechtsstreit um die versuchte VW-Übernahme einen endgültigen Sieg errungen. Der Bundesgerichtshof (BGH) wies Schadensersatzforderungen in Höhe von 5,4 Milliarden Euro zurück.

Bei VW ging es 0,9 Prozent nach unten. Hier stand die Kündigung einiger Tarifverträge durch das Unternehmen im Fokus. Bislang betrifft dies aber nur einige Detailregelungen, nicht den Manteltarif mit den Arbeitszeiten.

Nach einer Herabstufung durch die Deutsche Bank auf "Hold" gaben Commerzbank um 4,0 Prozent nach. Bei Ionos führte die Ersteinschätzung mit "Sell" durch Metzler sogar zu 5,8 Prozent Minus. Die Analysten sehen keinen Grund, dem Anbieter von Web-Hosting die hohen Aktienbewertungen von KI-Unternehmen zuzubilligen.

Mit Verlusten von 6,2 Prozent reagierten CTS Eventim auf den Abgang von CFO William Willms. Dieser scheidet mit sofortiger Wirkung aus, er war erst zu Jahresbeginn in den Vorstand eingezogen. Bei LPKF ging es nach einer Gewinn- und Umsatzwarnung um 2,5 Prozent abwärts.

Gerresheimer legten dagegen um 5,5 Prozent zu. Nach einem sehr verhaltenen Start in das Geschäftsjahr wurde im zweiten Quartal etwas Boden gut gemacht.

=== 
Index     zuletzt* +/- % +/- % YTD 
DAX       25.199  -0,8    2,9 
DAX-Future   25.357  -1,0    3,4 
XDAX      25.193  -0,8    2,5 
MDAX      30.843  -0,1    0,8 
TecDAX      4.001  -0,0    10,5 
SDAX      18.431  +0,3    7,3 
        zuletzt +/- Ticks 
Bund-Future   119,91 +30,0 
*gerundet 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/ros

(END) Dow Jones Newswires

September 30, 2026 11:55 ET (15:55 GMT)

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