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MÄRKTE USA/Mehrheitlich mit Gewinnen - Inflationsdaten unter Erwartung ausgefallen

DJ MÄRKTE USA/Mehrheitlich mit Gewinnen - Inflationsdaten unter Erwartung ausgefallen

DOW JONES--Überwiegend mit Gewinnen zeigt sich die Wall Street am Mittwochmittag (Ortszeit). Die mit Spannung erwarteten Inflationsdaten fielen unter der Prognose aus, was die Erwartung an eine Zinserhöhung der US-Notenbank noch im Oktober weiter zurückgehen lässt. Bereits zuvor hatten die Märkte ihre Erwartungen an weitere Zinsanhebungen reduziert, nach Aussagen des New Yorker Fed-Präsidenten John Williams, wonach sich die US-Notenbank mit ihrer nächsten Zinserhöhung noch etwas Zeit lassen kann. Die Äußerungen von Williams haben besonderes Gewicht, da er als stellvertretender Vorsitzender des Offenmarktausschusses (FOMC) in der Regel bestrebt ist, die Mehrheitsmeinung des Ausschusses widerzuspiegeln, anstatt eine eigene Position zu beziehen.

Der Dow-Jones-Index verliert 8 Punkte auf 51.342 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 verbessert sich dagegen um 0,6 Prozent und für die technologielastigen Nasdaq-Indizes geht es um bis zu 1,1 Prozent nach oben.

Die Kernrate der PCE-Inflation auf 12-Monats-Sicht, die die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise ausklammert, lag bei 3 Prozent und fiel damit von 3,3 Prozent im Vormonat. Ökonomen hatten mit einer unveränderten Rate gerechnet. Diese liegt damit aber immer noch deutlich über dem Inflationsziel der US-Notenbank von 2,0 Prozent. "Der Erhebungszeitraum August profitiert von einer zwischenzeitlichen Delle im US-Benzinpreis bis 3 Dollar die Gallone", sagt ein Händler. Gleich danach sei es jedoch wieder nach oben auf rund 3,60 Dollar gegangen. Dies werden erst die September-Daten zeigen.

Die Schätzung für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der USA wurde im zweiten Quartal auf 2,2 Prozent nach oben genommen. Zuvor war das US-Handelsministerium von 1,5 Prozent ausgegangen. Dies deutet auf eine weiterhin robuste Konjunktur trotz des Inflationsdrucks infolge des Iran-Krieges hin. Dies unterstreicht auch der stärker als erwartete gestiegene Einkaufsmanager-Index (PMI) Chicago. Beim ADP-Arbeitsmarktbericht wurde im September eine Zunahme der Beschäftigung im privaten Sektor um 90.000 Stellen verzeichnet, während die Prognose lediglich auf ein Plus von 68.000 Stellen gelautet hatte.

Der Anstieg der Kern-Inflation im August sei schwächer als erwartet ausgefallen, merken die Analysten von BMO an. Gleichzeitig expandiere die Wirtschaft weiter und die Zahl der Neueinstellungen in der Privatwirtschaft bleibe stabil. Dies, zusammen mit der Abwärtskorrektur der Inflation, nehme etwas von der unmittelbaren Dringlichkeit für eine weitere Zinserhöhung im Oktober, meinen die Analysten.

Die Renditen am US-Anleihemarkt reagierten nur kurzzeitig mit leichten Abgaben auf die Inflationsdaten. Im Anschluss setzen sie ihre Aufwärtstendenz fort. Die 10-jährige Rendite gewinnt 3 Basispunkte auf 5,28 Prozent.

Die gesunkenen Erwartungen an eine Zinserhöhung der Fed im Oktober belasten den Dollar nur kurzzeitig. Er holt die Abgaben im Verlauf wieder auf. Die Nachhaltigkeit der jüngsten Dollar-Stärke hängt maßgeblich vom Zinsentscheid der US-Notenbank im Oktober ab, so Thu Lan Nguyen von der Commerzbank. Wenn die Fed die Zinsen anhebe und eine weitere Straffung signalisiere, dürfte der Dollar seine Gewinne halten. Erhöhe die Fed die Zinsen, dämpfe aber die Erwartungen an weitere kurzfristige Zinserhöhungen, könnte der Dollar leicht nachgeben. Der Dollar würde erheblich schwächer, wenn die Fed die Zinsen stabil halte und andeute, dass die nächste Zinserhöhung im Dezember erfolgen werde, so die Expertin.

Der Goldpreis baute mit der gesunkenen Erwartung einer baldigen Fed-Zinserhöhung seine Gewinne im Verlauf leicht aus, gab diese im Anschluss aber wieder ab. Für die Feinunze geht es um 0,5 Prozent auf 4.159 Dollar nach unten. Der Goldpreis steuert auf einen Monatsverlust von mehr als 6 Prozent zu.

Die Ölpreise holen einen Teil ihrer Vortagesabgaben wieder auf. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent steigt um 1,2 Prozent auf 103,77 Dollar. Die Ölpreise steigen wieder, da die Spannungen im Nahen Osten trotz einer jüngsten Zunahme der Exporte, die die Angebotsängste beruhigt hatte, hoch bleiben, heißt es.

Bei den Einzelwerten wird auf die nach der Schlussglocke anstehenden Quartalsergebnisse von Micron geschaut. Diese könnten einen Hinweis auf die durch Künstliche Intelligenz (KI) ausgelöste Chip-Nachfrage liefern. Die Micron-Aktie legt um 0,7 Prozent zu.

Die Boeing-Aktie gibt anfängliche Gewinne wieder ab und zeigt sich unverändert. Der Luft- und Raumfahrtkonzern hat von der US-Marine einen Auftrag im Wert von mehr als 20 Milliarden US-Dollar für den Bau seines Kampfjets der nächsten Generation erhalten. Für den Konkurrenten Northrop Grumman ist die Entscheidung eine bittere Pille, heißt es im Handel. Die Aktien verlieren 3,5 Prozent.

Die Aktien von Cal-Maine fallen um 3,8 Prozent. Der größte Eierproduzent Amerikas ist infolge eines rapiden Preisverfalls in den zweiten Quartalsverlust in Folge gerutscht.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          51.341,78  -0,0   -8,14    51.349,92 
S&P-500         7.718,26  +0,6   +47,42    7.670,84 
NASDAQ Comp      27.086,49  +1,1  +288,95    26.797,54 
NASDAQ 100       30.613,16  +0,9  +273,83    30.339,33 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,88 -0,01    4,90      4,83 
5 Jahre           5,08 +0,01    5,08      5,01 
10 Jahre          5,28 +0,03    5,29      5,20 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:08 Uhr 
EUR/USD          1,1335  -0,0  -0,0005     1,1340     1,1344 
EUR/JPY          178,34  -0,0  -0,0100     178,35    178,5000 
EUR/CHF          0,9466  +0,1   0,0011     0,9455     0,9458 
EUR/GBP          0,8548  -0,3  -0,0021     0,8569     0,8576 
USD/JPY          157,33  +0,0   0,0500     157,28    157,3300 
GBP/USD          1,3255  +0,2   0,0026     1,3229     1,3224 
USD/CNY          6,7045  +0,0   0,0015     6,7030     6,7030 
USD/CNH          6,7094  +0,0   0,0014     6,7080     6,7069 
AUS/USD          0,6949  -0,5  -0,0034     0,6983     0,6989 
Bitcoin/USD      84.291,66  +0,8   691,78    83.599,88   83.953,76 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         91,45  +2,3    2,07      89,38 
Brent/ICE         103,77  +1,2    1,18     102,59 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.159,39  -0,5   -21,40    4.180,79 
Silber           60,30  -1,9   -1,15      61,45 
Platin         1.698,89  -0,4   -6,86    1.705,75 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/cbr

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September 30, 2026 12:31 ET (16:31 GMT)

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