DJ MÄRKTE EUROPA/DAX fällt mit steigenden Renditen unter 25.000
DOW JONES--Europas Börsen sind mit Abgaben in den Handel am Donnerstag gestartet. Belastend wirkt weiter das hohe Zinsniveau an den Anleihemärkten. Mit 5,34 Prozent rentiert die 10-jährige US-Benchmarkanleihe auf neuen Dekadenhochs und auf einem für die Börsen weiter zu hohem Niveau. Rendite treibend sind gleich mehrere Faktoren, die von hoher Inflation, der Sorge vor einer Überschuldung der Staaten, bis hin zu zuletzt überraschend starken Wirtschaftsdaten und hohen KI-Investitionen reichen, die Umschichtungen am Anleihemarkt zur Folge haben.
Der DAX verliert 1,1 Prozent auf 24.929 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es 1,1 Prozent nach unten. Der Euro handelt mit 1,1311 knapp behauptet zum Dollar.
Auch der Ölpreis zieht wieder an, nachdem er wegen eines Kontraktwechsels am Morgen noch zunächst tiefer notierte. Brent geht bei knapp 100 Dollar das Fass um. Dennoch wird im Handel die sich stabilisierende Versorgungslage im Nahen Osten positiv zur Kenntnis genommen. Nach einigen Schätzungen nähern sich die Liefermengen wieder dem Niveau vor dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Kpler schätzt, dass die Lieferungen in der Woche zum 27. September 12,5 Millionen Barrel pro Tag erreichten - nur 1 Million Barrel pro Tag unter dem Wert vor dem Konflikt.
Der September hat seinen Ruf als schwacher Börsenmonat einmal mehr bestätigt. Mit einem Minus von gut 4 Prozent war der September laut QC Partners für den DAX der zweitschlechteste Monat in den vergangenen drei Jahren. Dagegen sei der heute beginnende Oktober im Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre positiv verlaufen. 21 positiven Ergebnissen stehen hier nur neun negative gegenüber.
Der Terminkalender hat am Donnerstag wenig zu bieten. Akzente könnte die Bekanntgabe des ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA setzen. Die Prognose für September lautet auf 54,9 Punkte nach 54,6 zuvor.
Dank positiver internationaler Vorgaben und überzeugender Micron-Zahlen stemmen sich zumindest einige Chipwerte in Europa gegen den Abverkauf. Die Geschäftszahlen von Micron sind klar über den Erwartungen ausgefallen. Wichtig für die Märkte ist vor allem die Einschätzung, dass der KI-Investitionsboom weiter intakt ist. Infineon gewinnen 1,7 Prozent, ASML 0,2 Prozent oder STMicroelectronics 0,8 Prozent. Dagegen verlieren Suss 1,2 Prozent und Aixtron 2,7 Prozent.
Nach dem Pre-Close-Call zum dritten Quartal von Continental vom Vorabend geht es für die Continental-Aktie 0,7 Prozent nach oben. Die Citigroup spricht von einem positiven Verlauf. Die Reifen-Marge dürfte vermutlich bei 14,5 Prozent oder mehr liegen. Am Berichtstag stehen Pre-Close-Calls von Traton und Rational auf der Agenda.
=== Index zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD Euro-Stoxx-50 6.201,68 -1,1 -67,34 6.269,02 7,1 Stoxx-50 5.261,15 -1,2 -62,15 5.323,30 7,0 DAX 24.929,27 -1,1 -269,92 25.199,19 1,8 MDAX 30.510,36 -1,1 -332,17 27.039,42 -0,4 TecDAX 3.974,68 -0,7 -26,64 3.091,28 9,7 SDAX 18.225,95 -1,1 -204,52 13.062,07 6,1 FTSE 10.431,26 -1,7 -174,74 10.606,00 5,0 CAC 7.866,23 -1,2 -98,28 7.964,51 -3,5 SMI 13.672,82 -1,1 -157,52 13.830,34 3,1 ATX 6.750,71 -1,5 -105,29 6.856,00 26,7 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:08 Uhr EUR/USD 1,1311 -0,2 -0,0017 1,1328 1,1352 EUR/JPY 179,02 +0,4 0,7000 178,32 178,4300 EUR/CHF 0,9441 -0,3 -0,0025 0,9466 0,9480 EUR/GBP 0,8541 +0,0 0,0003 0,8538 0,8550 USD/JPY 158,25 +0,6 0,8600 157,39 157,1700 GBP/USD 1,3242 -0,2 -0,0023 1,3265 1,3275 USD/CNY 6,7045 +0,0 0,0015 6,7045 6,7045 USD/CNH 6,7173 +0,1 0,0087 6,7086 6,7087 AUS/USD 0,6946 +0,0 0,0003 0,6943 0,6953 Bitcoin/USD 83.544,61 -0,1 -82,29 83.626,90 83.843,64 ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 92,14 +1,9 1,72 90,42 Brent/ICE 99,6 +1,6 1,57 98,03 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.165,92 +0,2 9,93 4.155,99 Silber 60,75 +0,6 0,34 60,41 Platin 1.708,85 +0,2 2,60 1.706,25 (Angaben ohne Gewähr) ===
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