Die erste Bereitstellung soll 2026 in Betrieb gehen und kombiniert Infrastruktur im industriellen Maßstab, proprietäre Inferenzsoftware und langfristiges Kundenengagement.
Blackfuel hat sich heute mit einem durch mehrjährige Kundenverträge vertraglich zugesicherten Umsatz von über 250 Millionen USD erstmals öffentlich vorgestellt und seine Ambitionen kundgetan, ein globales KI-Token-Raster zu entwickeln.
Blackfuel baut mit seinem wegweisenden KI-Token-Raster ein Netzwerk architekturspezifischer Beschleuniger-Cluster, die durch eine gemeinsame Software- und kommerzielle Schicht verbunden sind und dedizierte Rechenkapazität in messbare, reservierbare KI-Ausgabe umwandeln.
Durch die Kooperation mit AMD und NTT DATA entwickelt Blackfuel seine in Europa betriebene Inferenzkapazität, beginnend mit einem GPU-Cluster, der derzeit in Europa bereitgestellt wird.
"Die Cloud wurde um virtuelle Maschinen herum aufgebaut. Die nächste Infrastrukturschicht wird um Token herum aufgebaut. Wir möchten Blackfuel zu einem der definierenden Anbieter von KI-Recheninfrastruktur der Welt machen, beginnend mit unseren ersten Bereitstellungen in Europa. Das bedeutet, dass wir Infrastruktur im industriellen Maßstab, Software und Kapital zusammenbringen, damit Kunden Intelligenz mit derselben Berechenbarkeit wie Strom kaufen können."
Charles Kantor, Mitgründer von Blackfuel
Entwicklung der Infrastruktur für Produktions-KI
Blackfuel entwickelt eine integrierte Rechenplattform, die neben einer dedizierten Beschleunigerinfrastruktur auch die Software und Dienste umfasst, die sie produktiv machen. Das Unternehmen kombiniert große Kundenbereitstellungen mit einem breiten Inferenzangebot für Modellentwickler, Firmen und KI-native Unternehmen.
Seine anfängliche Bereitstellung für den reinen Inferenzbetrieb in Barcelona, Spanien, wird von Digital Realty ausgeführt werden und auf flüssigkeitsgekühlten Dell PowerRack-Systemen unter Verwendung von Dell PowerEdge XE9785L-Servern mit AMD Instinct MI355X-Beschleunigern basieren.i Dell AI Data Platform (Dell PowerScale) und Dell PowerStore werden die Datengrundlage bereitstellen, mit Bereitstellungs- und Integrationssupport von Dell und NTT DATA.
Blackfuel treibt zudem weitere Cluster-Bereitstellungen in Spanien, Finnland und Frankreich voran.
Das Angebot von Blackfuel umfasst dedizierte GPU-Cluster, verwaltete Inferenz und reservierte Bereitstellungskapazität. Kunden können die Kontrolle über ihre Rechenumgebung behalten oder Blackfuel mit der Verwaltung der Serving-Schicht entsprechend vereinbarten Workload- und Performance-Anforderungen beauftragen.
Neben seinen dedizierten Kundenbereitstellungen entwickelt Blackfuel einen separaten Inferenzpool für seine Token-Plattform, mit Support ab dem ersten Tag nach dem Launch für ausgewählte Modelle von Meta, Mistral, H Company, DeepSeek, Qwen, GLM und Moonshot AI's Kimi. Kodierungsassistenten und agentische Anwendungen sind prioritäre Workloads.
Kunden können über eine zentrale Unternehmensschnittstelle entsprechend definierten Anforderungen an Durchsatz, Latenz und Datenstandort Modelle auswählen und Inferenzkapazität reservieren, ohne die zugrundeliegende Infrastruktur managen zu müssen. Angebote für reservierte Kapazität werden je Modell gemäß den vereinbarten Servicebedingungen angegeben.
Geteilte GPU-Kapazität für Produktions-Workloads
Blackfuel führt geteilte GPU-Kapazität durch logische GPUs ein: Serviceeinheiten, mit denen Kunden gegen einen monatlichen Festbetrag einen Anteil an der Serving-Kapazität eines Modells reservieren können, anstatt eine vollständige Multi-GPU-Bereitstellung mieten zu müssen. Das gewählte Modell, Eingabe- und Ausgabe-Token-Quoten und geltende Servicestufen, deren Größe auf den Workload des Kunden abgestimmt wird, werden verbindlich festgelegt. Kunden können weniger als eine ganze Modellreplik reservieren. Blackfuel kann die physische Hardware und die Serving-Konfiguration ausbauen und gleichzeitig die vereinbarte Kapazität und Servicestufe beibehalten.
Softwarebasierte Maximierung der Token pro Megawatt
Der Inferenz-Stack von Blackfuel vereint offene Serving-Technologien, einschließlich vLLM und SGLang, mit proprietärer Software für Routing, Zuordnung, Messung und kommerzielle Steuerung. Für die AMD-basierte Infrastruktur baut der Stack auf der AMD ROCm-Software auf. Kunden können nutzungsbasierten serverlosen Zugang oder reservierte Kapazität unter bestimmten Servicebedingungen wählen. Unterstützt wird das Konzept durch Modellrouting, Kontrollen auf Organisations- und Projektebene, Beobachtbarkeit und Kostenverfolgung.
Abgesehen von der Orchestrierung entwickelt Blackfuel einen agentengesteuerten Prozess zum Entwickeln, Vergleichen und kontinuierlichen Optimieren von Inferenzlaufzeiten, der auf die einzelnen Modelle, Beschleunigerarchitekturen und Workloads zugeschnitten ist. Der Ansatz basiert auf Produktions-Workloads und soll innerhalb definierter Qualitäts- und Latenzanforderungen die Serving-Kosten senken und die nutzbaren Token pro Megawatt erhöhen. Gleichzeitig soll dafür gesorgt werden, dass aufeinanderfolgende Hardwaregenerationen länger wirtschaftlich produktiv sind.
"Hier geht es nicht einfach darum, Modelle mit mehr Chips auszuführen, sondern darum, kontinuierlich die Ausführung jedes Modells in jeder Infrastruktur zu verbessern. Wir entwickeln Software-Agenten, um diese Laufzeiten zu entwickeln, zu testen und zu optimieren und letztendlich die wirtschaftlichen Vorteile für den Kunden zu erhöhen und die produktive Lebensdauer der Infrastruktur zu verlängern."
Dali Kilani, Mitgründer von Blackfuel
Blackfuel entwickelt seine Plattform, um mehrere Beschleunigerarchitekturen und Hardwaregenerationen zu unterstützen, indem es Systeme unter Berücksichtigung von Workload-Anforderungen, Performance, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit über die gesamte Nutzungsdauer auswählt. Jede Architektur wird eine eigene optimierte Ausführungsumgebung haben, die durch eine gemeinsame Service- und kommerzielle Schicht verbunden ist. Das Ziel besteht darin, die kommerzielle Produktivität von Hardware durch kontinuierliche Softwareverbesserung zu erhalten. Durch die gemeinsame Schicht soll die Kapazität im Rahmen der einzelnen Bereitstellungen und Kundenvereinbarungen an verschiedenen Standorten und für verschiedene Kunden und Modelle wirtschaftlich eingesetzt werden können.
Verbindung von Kundennachfrage und industrieller Expansion
Blackfuel bringt Kundennachfrage, Rechenzentrumskapazität, Beschleunigersysteme, Betriebspartner sowie Projekt- und Ausrüstungsfinanzierung in ein koordiniertes Bereitstellungsmodell. Seine Software verbindet diese Infrastruktur mit dedizierter Rechenkapazität und vertraglich gesicherten Inferenzdiensten.
Das Modell ist so konzipiert, dass die KI-Ausgabe durch vertraglich zugesicherte Token-Bereitstellung und wiederkehrende Cashflows finanzierbar wird. Die Software von Blackfuel soll die Wirtschaftlichkeit der Infrastruktur über den gesamten Lebenszyklus hinweg verbessern, die Produktivität dedizierter Bereitstellungen steigern und die Monetarisierung freier und überschüssiger Kapazitäten durch gemeinsame Inferenzdienste ermöglichen. Durch diese Methodik werden Kundenreservierungen und vereinbarte Servicestufen beibehalten, während die kommerzielle Lebensdauer der zugrundeliegenden Hardware erweitert wird. Ausgehend von seinen europäischen Bereitstellungen möchte das Unternehmen dieses Bereitstellungsmodell weltweit replizieren.
"Europa hat die Elektronen und die Forscher. Was es heute braucht, ist mehr eigene KI-Kapazität, damit die häufig im Ausland gezahlten Betriebskosten zu Kapitalvermögen auf der europäischen Bilanz werden. Wir sind kein Inferenzunternehmen, das zufällig Hardware besitzt, und wir sind kein Immobilieneigentümer, der zufällig Token verkauft. Wir sichern zuerst die Nachfrage, entwickeln dementsprechend, und jedes GPU, das wir nicht vertraglich vereinbart haben, muss sich seinen Platz verdienen. Durch diese Reihenfolge wird das Asset finanzierbar."
Xavier Fischer, Mitgründer von Blackfuel
Souveräne KI im industriellen Maßstab
Blackfuel hat die Ambition, vertraglich gesicherte Token-Ausgabe so finanzierbar zu machen wie vertraglich gesicherte Energie. Europa hat das Ingenieurstalent und die Energieressourcen. Die Herausforderung besteht darin, Kapital im großen Maßstab zu mobilisieren, um diese Stärken in KI-Kapazität umzuwandeln, die betriebsseitig bereitgestellt anstatt extern angemietet wird.
Der Ansatz der KI-Souveränität von Blackfuel kombiniert eine in Europa betriebene Infrastruktur mit einem Servicemodell, das um kundenseitige Kontrolle in den Bereichen Modellwahl, Bereitstellungsort und Kapazitätsverpflichtungen konzipiert ist. Ziel ist es, Unternehmen mehr Kontrolle darüber zu geben, wo die Inferenz ausgeführt wird und wie sie bereitgestellt wird, wobei die Bereitstellungs- und Supportvereinbarungen entsprechend den regionalen Anforderungen der Kunden definiert werden. Erreicht werden soll globale Reichweite mit lokaler Kontrolle, wobei Anforderungen an die Souveränität in der technischen, operativen und vertraglichen Konstruktion jeder Bereitstellung behandelt werden.
Das Unternehmen sieht seinen Wettbewerbsvorteil in der Kombination dieser regionalen Kontrolle mit Kapazität im industriellen Maßstab, globalen Technologiepartnerschaften und Software, die die Wirtschaftlichkeit der Rechenleistung verbessert. Dedizierte Cluster stellen große vertraglich zugesicherte Kapazitäten bereit, geteilte Kapazität und die Token-Plattform bringen dieselbe betriebliche Expertise an einen breiteren Unternehmensmarkt. Europäische Bereitstellungen bilden die Basis dieser Expansion.
Sichtweisen der Partner
AMD
"Unternehmen und Entwickler versuchen, KI-Infrastruktur zu entwickeln, die hohe Leistung, Skalierbarkeit und höhere Kontrolle über den Ort und die Art der Bereitstellung von KI-Workloads bietet. AMD Instinct-Beschleuniger und der AMD ROCm-Open-Software-Stack sind darauf ausgelegt, die Leistung, Offenheit und Flexibilität zu liefern, die Kunden benötigen, um KI-Infrastruktur im großen Maßstab zu entwickeln und zu betreiben. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Blackfuel, jetzt wo es seine anfängliche Bereitstellung durch AMD-Technologie erweitert und den Zugang zu leistungsstarker KI-Infrastruktur ausbaut."
Stephanie Dismore, Senior Vice President EMEA, AMD
Dell Technologies
"Organisationen stellen von KI-Ambition auf KI-Wirkung um. Dieser Wandel erfordert eine Infrastruktur, die für die Produktion gebaut wurde, nicht nur für Experimente. Mit der Full-Stack-KI-Plattform von Dell besitzen sie die Grundlage für die Bereitstellung von Inferenz im großen Maßstab, und zwar mit der momentan erforderlichen Leistung und Zuverlässigkeit."
Adrian McDonald, President, EMEA, Dell Technologies
Digital Realty
"KI-Kapazität erfordert die richtigen Fundamente: Energie, Kühlung, Konnektivität und Platz zum Wachsen. Die Inferenzbereitstellung von Blackfuel in Barcelona bringt diese Fundamente zusammen und unterstützt eine KI-Infrastruktur, die auf die langfristige Kundennachfrage ausgelegt ist."
Paula Cogan, Managing Director EMEA, Digital Realty
NTT DATA
"Als souveräner Full-Stack-KI-Infrastrukturintegrator vereint NTT DATA Rechenleistung, Speicher, Netzwerk, Cybersicherheit, Betrieb und verwaltete Dienste zur Bereitstellung produktionsreifer KI-Plattformen. Unsere Arbeit mit Blackfuel zeigt, wie wir Kunden bei der Bereitstellung und Skalierung einer sicheren, resilienten Infrastruktur im industriellen Maßstab helfen."
Anne-Sophie Lotgering, CEO Europa, NTT DATA
Über Blackfuel
Blackfuel ist eine von Charles Kantor, Xavier Fischer und Dali Kilani gemeinsame gegründete KI-native Neocloud, die auf Inferenz im großen Maßstab ausgelegt ist. Das Gründungteams vereint Erfahrung in den Bereichen Spitzen-KI, Modellquantisierung und Cloud-Software. Das Unternehmen kombiniert dedizierte Beschleunigerinfrastruktur, proprietäre Software und langfristige kommerzielle Verpflichtungen zur Entwicklung und zum Betrieb von KI-Rechenleistung im großen Maßstab. Die Plattform erfüllt Anforderungen an dedizierte Kapazität und verwaltete Inferenz, und die europäischen Bereitstellungen bilden die Grundlage für die internationale Expansion.
Website: www.blackfuel.ai
i Die Vereinbarung mit Dell Technologies wurde im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2027 unterzeichnet.
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