DJ MARKT USA/Leichtes Plus erwartet - Renditen steigen weiter
Zur Eröffnung an der Wall Street deuten sich am Donnerstag leichte Gewinne an. Für den Future auf den S&P-500 geht es um 0,3 Prozent nach oben und der Nasdaq-Terminkontrakt verbessert sich um 0,7 Prozent. Und dies trotz weiter steigender Renditen. So klettert die 10-jährige Rendite um 3 Basispunkte auf 5,32 Prozent - den höchsten Stand seit 2002. Laut dem FedWatch-Tool der CME preisen Händler aktuell lediglich noch eine 39-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der US-Notenbank im Oktober ein, nachdem die PCE-Inflationsdaten am Vortag schwächer als erwartet ausgefallen waren. Der nächste wichtige Impulsgeber für den weiteren Fed-Zinskurs dürfte der US-Arbeitsmarktbericht für September am Freitag sein.
Für Bewegung könnten auch die am Berichtstag anstehenden US-Konjunkturdaten sorgen. So steht der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe im September auf der Agenda. Dazu kommen die Bauausgaben für August sowie der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe im September. Zuletzt hatten die US-Daten auf eine sehr robuste Wirtschaft in den USA hingedeutet.
Die Ölpreise steigen weiter, da die Spannungen im Nahen Osten trotz der sich erholenden Rohölexporte aus der Golfregion weiter hoch sind. "Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben kaum Fortschritte bei der vollständigen Wiedereröffnung der Straße von Hormus gemacht, während die Unsicherheit über mögliche US-Beschränkungen für Dieselausfuhren anhält", so Soojin Kim von MUFG. Die regionalen Rohölströme haben Analysten zufolge wieder das Vorkriegsniveau erreicht, aber das Angebot an raffinierten Produkten bleibt deutlich knapper. Der nun führende Dezember-Kontrakt für Brent gewinnt 2,3 Prozent auf 100,27 Dollar je Barrel.
Am ersten Handelstag des vierten Quartals rücken zudem Unternehmensberichte in den Fokus. Für die Micron-Aktie geht es trotz besser als erwartet ausgefallener Ergebnisse für das vierte Geschäftsquartal vorbörslich um 0,1 Prozent nach unten. Der Markt hatte mit deutlichen Kursgewinnen im Vorfeld bereits starke Zahlen eingepreist und der Ausblick auf steigende Kosten und leicht niedrigere Bruttomargen im laufenden Quartal enttäuschten leicht. CEO Sanjay Mehrotra sagte, der Speicherchip-Mangel, die für die Künstliche Intelligenz (KI) entscheidend seien, dürfte in den kommenden Jahren anhalten.
Andere Werte aus dem Chip-Sektor zeigen sich dagegen mit Aufschlägen. So gewinnen Intel 1,2 Prozent, Nvidia rücken um 1,1 Prozent vor und AMD steigen um 1,5 Prozent.
Für die Nike-Aktie geht es um 0,6 Prozent nach unten. Der Sportartikel-Hersteller wird nach der Schlussglocke die Ergebnisse für das erste Geschäftsquartal vorlegen.
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