DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
S&P Global: Deutsche Industrie wächst kräftig im September
Das Wachstum in der deutschen Industrie hat im September zwar nachgelassen, blieb aber stark. Der von S&P Global in diesem Sektor erhobene Einkaufsmanagerindex sank auf 53,9 von 54,3 Punkten. In erster Veröffentlichung war ein Wert von 53,8 ermittelt worden. Zudem sind die Unternehmen optimistisch, dass sich diese Entwicklung im kommenden Jahr fortsetzen wird, denn der Geschäftsausblick fiel so positiv aus wie seit Februar nicht mehr.
S&P Global: Eurozone-Industrie wächst im September schwungvoll
Dank der stärksten Zuwächse bei Produktion und Auftragseingängen seit Anfang 2022 hat der Aufschwung in der Eurozone-Industrie im September an Dynamik gewonnen. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Sektor stieg auf 52,9 (Vormonat: 52,7) Punkte, wie S&P Global bei einer zweiten Veröffentlichung mitteilte. Bei der ersten Veröffentlichung war ein Wert von 52,7 Zähler ausgewiesen worden. Ab 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter deutet es auf eine Schrumpfung.
Arbeitslosigkeit in der Eurozone trotz Gegenwinds stabil
Die Arbeitslosenquote der Eurozone ist im August trotz höherer Zinsen und einer durch den Krieg im Nahen Osten ausgelösten Energiekrise unverändert geblieben. Die Arbeitslosenquote in dem 21 Mitgliedstaaten umfassenden Währungsblock lag im Berichtsmonat unverändert bei 6,4 Prozent, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Damit wurde die Konsensprognose der von The Wall Street Journal befragten Ökonomen getroffen. Die Quote bleibt weiterhin nahe dem Rekordtief von 6,2 Prozent.
Schweizer Inflation steigt wegen Energiekosten auf Zweijahreshoch
Die Schweizer Inflation ist im vergangenen Monat auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren gestiegen. Grund dafür waren die beschleunigt anziehenden Preise für importierte Energie infolge der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten. Die jährliche Inflationsrate lag im September bei 1,0 Prozent, verglichen mit 0,8 Prozent im Vormonat, und erreichte damit den höchsten Stand seit August 2024, wie das schweizerische Statistikamt am Donnerstag mitteilte.
ING: EZB könnte Bilanzabbau stoppen und in Frankreich reinvestieren
ING-Europa-Chefvolkswirt Carsten Brzeski hält das Transmission Protection Programme (TPI) der Europäischen Zentralbank (EZB) für kein geeignetes Mittel, um den europäischen Staatsanleihemarkt im Falle von Übertragungseffekten durch Frankreich zu beruhigen. "Das TPI müsste nicht die erste Option sein. Die EZB könnte zunächst die quantitative Straffung (QT) aussetzen und fällig werdende Anleihen nach eigenem Ermessen reinvestieren (sprich: vollständig in Frankreich)", schreibt er in einem Kommentar. Brzeski zufolge könnte sich die Situation in Frankreich aber auch auf die Leitzinsen der EZB auswirken.
Anleger rechnen verstärkt mit Zinserhöhung der BOE im November
Die Märkte haben ihre Erwartungen bezüglich einer Zinserhöhung durch die Bank of England im November aufgrund von Inflationssorgen angesichts der anhaltend hohen Ölpreise nach oben geschraubt. Daten der LSEG zeigen, dass Anleger eine Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent einpreisen, dass die Bank of England die Zinsen im November auf 4,0 Prozent anheben wird, nachdem diese Wahrscheinlichkeit am Mittwoch noch bei 82 Prozent gelegen hatte. Das britische Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal ist nach am Mittwoch veröffentlichten Daten auf ein vierteljährliches Wachstum von 0,5 Prozent revidiert worden, nachdem zuvor 0,4 Prozent gemeldet worden waren.
Markterwartungen für Fed-Zinserhöhung im Oktober stabil
Die Markterwartungen einer Zinserhöhung der US-Notenbank im Oktober bleiben laut LSEG verhalten und werden mit einer Wahrscheinlichkeit von 37 Prozent eingepreist. Dies geschieht trotz eines anhaltenden Ausverkaufs am Anleihemarkt, der die Renditen der 10- und 30-jährigen US-Staatsanleihen am Donnerstag auf neue 24-Jahres-Hochs gedrückt hat. Die derzeit eingepreiste Wahrscheinlichkeit hat sich gegenüber dem Stand nach den schwächer als erwartet ausgefallenen US-PCE-Daten vom Mittwoch, dem von der US-Notenbank bevorzugten Inflationsmaß, kaum verändert. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Oktober war nach den PCE-Daten auf rund 70 Prozent am Montag gefallen.
US-Arbeitgeber planen im September weniger Entlassungen, so Challenger
In den USA ansässige Arbeitgeber haben im September 43.281 Stellenstreichungen angekündigt. Dies entspricht einem Rückgang von 18 Prozent gegenüber August, wie aus einem Bericht des weltweiten Outplacement- und Executive-Coaching-Unternehmens Challenger, Gray & Christmas hervorgeht. Bis September haben die Arbeitgeber dem Bericht zufolge 573.195 Stellenstreichungen angekündigt. Dies seien 39 Prozent weniger als die 946.426 Streichungen, die in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 angekündigt worden waren.
+++ Konjunkturdaten +++
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October 01, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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