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MÄRKTE USA/Wall Street etwas höher erwartet - Renditen fallen leicht

DJ MÄRKTE USA/Wall Street etwas höher erwartet - Renditen fallen leicht

DOW JONES--Mit leichten Gewinnen dürfte die Wall Street am Donnerstag in den Handel starten. Für den Future auf den S&P-500 geht es 0,4 Prozent nach oben und der Nasdaq-Terminkontrakt steigt um 0,6 Prozent. Etwas Unterstützung kommt von leicht fallenden Renditen. So gibt die 10-jährige Rendite um 1 Basispunkt auf 5,29 Prozent nach - im Verlauf war noch der höchste Stand seit 2002 erreicht worden. Laut dem FedWatch-Tool der CME preisen Händler aktuell nur noch eine 39-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der US-Notenbank im Oktober ein, nachdem die PCE-Inflationsdaten am Vortag schwächer als erwartet ausgefallen waren. Der nächste wichtige Impulsgeber für den weiteren Fed-Zinskurs dürfte der US-Arbeitsmarktbericht für September am Freitag sein.

Die veröffentlichten wöchentlichen Erstanträge fielen im Rahmen der Erwartungen aus. Zudem steht noch der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe im September auf der Agenda. Dazu kommen die Bauausgaben für August sowie der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe im September. Zuletzt hatten die US-Daten auf eine sehr robuste Wirtschaft in den USA hingedeutet.

Die Ölpreise steigen weiter, da die Spannungen im Nahen Osten trotz der sich erholenden Rohölexporte aus der Golfregion weiter hoch sind. Die regionalen Rohölströme haben Analysten zufolge zwar wieder das Vorkriegsniveau erreicht, aber das Angebot an raffinierten Produkten bleibt deutlich knapper. Der nun führende Dezember-Kontrakt für Brent gewinnt 2,0 Prozent auf 100,02 Dollar je Barrel.

Der Dollar steigt auf den höchsten Stand seit drei Monaten. Der Dollar-Index legt um 0,3 Prozent zu. Der Greenback wird von der Aussicht auf weitere Zinserhöhungen durch die US-Notenbank gestützt. Der Präsident der Federal Reserve von Minneapolis, Neel Kashkari, sagte am Mittwoch, der Preisdruck sei weiterhin hoch. Dies gelte, obwohl das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß, der Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE), am Mittwoch schwächer als erwartet ausgefallen war.

Der Goldpreis baut seine Vortagesgewinne noch leicht aus. Die Feinunze gewinnt 0,7 Prozent auf 4.183 Dollar. "Eine schwächere Inflation stützt Gold etwas, aber erhöhte Renditen und anhaltende Straffungsrisiken bleiben die wichtigsten Gegenwinde, wobei der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag der nächste wichtige Impulsgeber für den Ausblick der Fed ist", meint Soojin Kim von MUFG.

Am ersten Handelstag des vierten Quartals rücken zudem Unternehmensberichte in den Fokus. Für die Micron-Aktie geht es trotz besser als erwartet ausgefallener Ergebnisse für das vierte Geschäftsquartal vorbörslich um 0,9 Prozent nach unten. Der Markt hatte mit deutlichen Kursgewinnen im Vorfeld bereits starke Zahlen eingepreist. Micron hat mit seinen Zahlen die Erwartungen deutlich übertroffen und einen optimistischen Ausblick gegeben, was nach Einschätzung der Analysten von JP Morgan auf eine starke, mehrjährige Gewinnentwicklung des Unternehmens hindeutet. Das Management von Micron habe zudem die Bereitschaft signalisiert, ein Aktienrückkaufprogramm zu starten, so JP Morgan.

Andere Werte aus dem Chip-Sektor zeigen sich dagegen mit Aufschlägen. So gewinnen Nvidia 0,9 Prozent und AMD steigen um 0,4 Prozent. Die Papiere von Broadcom legen um 0,4 Prozent zu. Broadcom und Anthropic rücken einem Agenturbericht zufolge enger zusammen. Wie Reuters berichtet, hat sich der US-Chipkonzern bereit erklärt, dem KI-Startup bis zu 42 Milliarden US-Dollar zu leihen. Zudem werde Anthropic nächstes Jahr der größte Kunde von Broadcom.

Für die Nike-Aktie geht es um 0,4 Prozent nach unten. Der Sportartikel-Hersteller wird nach der Schlussglocke die Ergebnisse für das erste Geschäftsquartal vorlegen.

Die Aktie von Accenture haussiert um 17,2 Prozent. Die Ergebnisse des Beratungsunternehmens übertrafen die Erwartungen der Wall Street. Das Unternehmen stellte zudem ein weiteres Gewinn- und Umsatzwachstum für das kommende Jahr in Aussicht.

=== 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,86 -0,03    4,92      4,85 
5 Jahre           5,07 -0,02    5,14      5,06 
10 Jahre          5,29 -0,01    5,34      5,27 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:08 Uhr 
EUR/USD          1,1294  -0,3  -0,0034     1,1328     1,1352 
EUR/JPY          178,41  +0,1   0,0900     178,32    178,4300 
EUR/CHF          0,9433  -0,4  -0,0033     0,9466     0,9480 
EUR/GBP          0,8532  -0,1  -0,0006     0,8538     0,8550 
USD/JPY          157,94  +0,4   0,5500     157,39    157,1700 
GBP/USD          1,3233  -0,2  -0,0032     1,3265     1,3275 
USD/CNY          6,7045  +0,0   0,0015     6,7045     6,7045 
USD/CNH          6,7172  +0,1   0,0086     6,7086     6,7087 
AUS/USD          0,6951  +0,1   0,0008     0,6943     0,6953 
Bitcoin/USD      83.882,36  +0,3   255,46    83.626,90   83.843,64 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         91,65  +1,4    1,23      90,42 
Brent/ICE         100,02  +2,0    1,99      98,03 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.183,23  +0,7   27,24    4.155,99 
Silber           61,15  +1,2    0,74      60,41 
Platin         1.731,70  +1,5   25,45    1.706,25 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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October 01, 2026 08:45 ET (12:45 GMT)

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