Berlin (ots) -
"Die Bundesregierung hat an entscheidenden Stellen auf die Praxis gehört", erklärt Thomas Mähnert, Mitglied des Bundesvorstands der Johanniter-Unfall-Hilfe. "Erfreulich ist, dass die geplante Deckelung der Refinanzierung für Tarifanwender und die Neuregelung der Tarifanerkennung vom Tisch sind. Das gibt unseren Diensten und unseren Mitarbeitenden Planungssicherheit. Kritisch sehen wir, dass es keine grundsätzlichen Änderungen bezüglich der Pflegebegleitung vorsieht. Es sichergestellt werden, dass Anbieter von Pflegeleistungen den direkten Zugang zur Leistungserbringung erhalten und nicht von der Beauftragung durch Pflegekassen und Kommunen abhängig sind. Positiv ist dabei, dass die Regelungen erst ein Jahr später greifen sollen.
Die größte Herausforderung ist der Wegfall des Entlastungsbetrags. Außerdem sollen zugelassene ambulante Pflegedienste keinen Zugriff auf das neue Sozialraumbudget erhalten. "Der Entlastungsbetrag ist für viele Pflegebedürftige und ihre Angehörigen eine wichtige Hilfe im Alltag. Fällt er weg, fehlt genau diese Unterstützung.", betont Mähnert. "Ambulante Dienste und Tagespflegen kennen die Familien vor Ort und sind verlässliche Partner. Sie vom Sozialraumbudget auszuschließen, ist nicht nachvollziehbar."
Die Johanniter appellieren an den Bundestag, diese Punkte im parlamentarischen Verfahren zu korrigieren. Zudem ist die Ausgestaltung der angekündigten Strukturreform entscheidend: Hier müssen die Versorgungssicherheit und die Kalkulierbarkeit des finanziellen Risikos für Pflegebedürftige die zentralen Maßstäbe sein. Die Erfahrungen aus der Praxis sollten dazu in die Strukturkommission Pflege einfließen - die Johanniter stellen der Politik ihre Expertise zur Verfügung.
Pflegeangebote bei den Johannitern
Die Johanniter-Unfall-Hilfe betreibt deutschlandweit 169 ambulante Pflegedienste. In 55 Tagespflegeeinrichtungen und 19 ambulant betreute Pflegewohngemeinschaften werden tagtäglich Menschen betreut. In 188 Einrichtungen des Betreuten Wohnens kümmern sich die Johanniter um die Bewohnerinnen und Bewohner, wenn diese Hilfe benötigen. In 19 ambulanten Hospizdiensten und vier stationären Hospizen begleiten Johanniter Menschen in ihrer letzten Lebensphase.
Über die Johanniter-Unfall-Hilfe
Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit 35.000 Mitarbeitenden, mehr als 44.000 Ehrenamtlichen und 1,1 Millionen Fördermitgliedern eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein großes Unternehmen der Sozialwirtschaft.
Die Johanniter engagieren sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland. Mehr Informationen unter www.johanniter.de/johanniter-unfall-hilfe.
Pressekontakt:
Juliane Flurschütz, Stellvertretende Pressesprecherin
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Bundesgeschäftsstelle
Tel. 030-26997-361, Mobil 0173 619 3409
E-Mail: medien@johanniter.de
Original-Content von: Johanniter Unfall Hilfe e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/14240/6363260
"Die Bundesregierung hat an entscheidenden Stellen auf die Praxis gehört", erklärt Thomas Mähnert, Mitglied des Bundesvorstands der Johanniter-Unfall-Hilfe. "Erfreulich ist, dass die geplante Deckelung der Refinanzierung für Tarifanwender und die Neuregelung der Tarifanerkennung vom Tisch sind. Das gibt unseren Diensten und unseren Mitarbeitenden Planungssicherheit. Kritisch sehen wir, dass es keine grundsätzlichen Änderungen bezüglich der Pflegebegleitung vorsieht. Es sichergestellt werden, dass Anbieter von Pflegeleistungen den direkten Zugang zur Leistungserbringung erhalten und nicht von der Beauftragung durch Pflegekassen und Kommunen abhängig sind. Positiv ist dabei, dass die Regelungen erst ein Jahr später greifen sollen.
Die größte Herausforderung ist der Wegfall des Entlastungsbetrags. Außerdem sollen zugelassene ambulante Pflegedienste keinen Zugriff auf das neue Sozialraumbudget erhalten. "Der Entlastungsbetrag ist für viele Pflegebedürftige und ihre Angehörigen eine wichtige Hilfe im Alltag. Fällt er weg, fehlt genau diese Unterstützung.", betont Mähnert. "Ambulante Dienste und Tagespflegen kennen die Familien vor Ort und sind verlässliche Partner. Sie vom Sozialraumbudget auszuschließen, ist nicht nachvollziehbar."
Die Johanniter appellieren an den Bundestag, diese Punkte im parlamentarischen Verfahren zu korrigieren. Zudem ist die Ausgestaltung der angekündigten Strukturreform entscheidend: Hier müssen die Versorgungssicherheit und die Kalkulierbarkeit des finanziellen Risikos für Pflegebedürftige die zentralen Maßstäbe sein. Die Erfahrungen aus der Praxis sollten dazu in die Strukturkommission Pflege einfließen - die Johanniter stellen der Politik ihre Expertise zur Verfügung.
Pflegeangebote bei den Johannitern
Die Johanniter-Unfall-Hilfe betreibt deutschlandweit 169 ambulante Pflegedienste. In 55 Tagespflegeeinrichtungen und 19 ambulant betreute Pflegewohngemeinschaften werden tagtäglich Menschen betreut. In 188 Einrichtungen des Betreuten Wohnens kümmern sich die Johanniter um die Bewohnerinnen und Bewohner, wenn diese Hilfe benötigen. In 19 ambulanten Hospizdiensten und vier stationären Hospizen begleiten Johanniter Menschen in ihrer letzten Lebensphase.
Über die Johanniter-Unfall-Hilfe
Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit 35.000 Mitarbeitenden, mehr als 44.000 Ehrenamtlichen und 1,1 Millionen Fördermitgliedern eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein großes Unternehmen der Sozialwirtschaft.
Die Johanniter engagieren sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland. Mehr Informationen unter www.johanniter.de/johanniter-unfall-hilfe.
Pressekontakt:
Juliane Flurschütz, Stellvertretende Pressesprecherin
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Bundesgeschäftsstelle
Tel. 030-26997-361, Mobil 0173 619 3409
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