DJ Aktien Schweiz sehr schwach - UBS-Aktie mit deutlichen Abgaben
DOW JONES--Mit einem kräftigen Minus hat der schweizerische Aktienmarkt am Donnerstag den Handel beendet. Vor allem die weiter steigenden Ölpreise drückten auf das Sentiment, da die Spannungen im Nahen Osten trotz der sich erholenden Rohölexporte aus der Golfregion weiter hoch sind. Die regionalen Rohölströme haben Analysten zufolge zwar wieder das Vorkriegsniveau erreicht, aber das Angebot an raffinierten Produkten bleibt deutlich knapper. Der nun führende Dezember-Kontrakt für Brent stieg um 3,8 Prozent auf 101,72 Dollar je Barrel. Die veröffentlichten US-Konjunkturdaten zeigten, dass die US-Hersteller mit steigenden Rohstoffkosten zu kämpfen hatten, was die Inflationssorgen verstärkte.
Die Renditen blieben auf einem erhöhten Niveau, kamen von ihren Tageshochs jedoch zurück. Die 10-jährige US-Rendite fiel um 3 Basispunkte auf 5,26 Prozent, nachdem sie im Verlauf bei 5,34 Prozent den höchsten Stand seit 2002 markiert hatte. Treiber ist weiter der negative Mix aus Inflationsdruck, Staatsverschuldung und zu hoher Kapitalnachfrage für KI-Investitionen, hieß es. Die Markterwartungen für eine Zinserhöhung der US-Notenbank liegen weiter bei 37 Prozent. Hier überwiegen mittlerweile aber politische Faktoren: "Mit der Fed-Sitzung nur eine Woche vor den US-Zwischenwahlen würde eine Zinserhöhung wie politische Einflussnahme aussehen", sagte ein Händler. Der Anleihemarkt laufe daher der Notenbank voraus und preise für die Zeit danach bis zu vier Zinsschritte ein.
Der SMI verlor 1,5 Prozent auf 13.623 Punkte und schloss damit nur knapp über seinem Tagestief. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 17 Kursverlierer und 3 -gewinner gegenüber.
Die Schweizer Inflation ist im vergangenen Monat auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren gestiegen. Grund dafür waren die beschleunigt anziehenden Preise für importierte Energie infolge der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten. Die jährliche Inflationsrate lag im September bei 1,0 Prozent, verglichen mit 0,8 Prozent im Vormonat. Die Kerninflation - die die volatileren Energiekosten sowie frische und saisonale Produkte ausklammert - stieg aber nur auf 0,5 Prozent von 0,4 Prozent im August. Dies deutet auf begrenzte Anzeichen dafür hin, dass diese Energiepreise auf andere Bereiche der Wirtschaft übergreifen.
Bei den Einzelwerten verloren die Aktien der UBS 3,1 Prozent. Die Bank kommt wegen der sich verschärfenden Kapitalregeln in ihrem Heimatmarkt stärker unter Druck. Nun hat ein zweiter wichtiger Investor die UBS aufgefordert, die Schweiz zu verlassen, bevor die neuen Kapitalanforderungen in Kraft treten. Die UBS erklärte, ihr Ziel sei es, weiterhin eine globale Bank aus der Schweiz heraus zu betreiben, und man werde weiter auf ein besseres Ergebnis hinarbeiten.
ABB gewannen gegen den negativen Trend 0,3 Prozent. Gute Vorlagen von Micron aus den USA und danach folgende Gewinne der Chip-Werte in Korea zogen auch die Technologie-Werte in Europa nach oben. Wichtig für die Märkte sei hauptsächlich, dass der KI-Investitionsboom weiter intakt ist, hieß es im Handel. Micron prognostiziert für die erste Hälfte des Geschäftsjahres Investitionsausgaben von rund 25 Milliarden US-Dollar. Es wird erwartet, dass die Investitionsausgaben im zweiten Halbjahr weiter steigen werden.
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