Berlin (ots) -
Die Bundesärztekammer fordert die Bundesregierung auf, die Einführung einer gestaffelten Abgabe auf zuckergesüßte Getränke zügig umzusetzen und die entsprechende Gesetzgebung nicht weiter zu verzögern. Aus Sicht der Ärzteschaft ist eine am Zuckergehalt orientierte Steuer ein wirksames Instrument, um den Konsum stark gezuckerter Getränke zu senken und gesundheitsschädliche Ernährungsgewohnheiten zu verändern.
"Deutschland steht vor einer ernsten gesundheitspolitischen Herausforderung. Übergewicht, Adipositas, Typ-2-Diabetes und andere ernährungsbedingte Erkrankungen nehmen seit Jahren zu und belasten Millionen Menschen sowie unser Gesundheitssystem. Besonders besorgniserregend ist, dass bereits Kinder und Jugendliche in hohem Maße betroffen sind. Deshalb müssen wir stärker an den Ursachen ansetzen und Prävention konsequent fördern", erklärt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt.
"Ein wesentliches Instrument ist es, den Zuckerkonsum in der Bevölkerung zu reduzieren und hierfür die Hersteller zu zuckerärmeren Produkten zu bewegen. Eine solche Steuer ist keine Strafmaßnahme, sondern ein gesundheitspolitisch kluges Instrument mit präventiver Wirkung."
Dass ein solcher Ansatz erfolgreich sein kann, zeigen internationale Erfahrungen. In Großbritannien führte die Einführung einer nach dem Zuckergehalt gestaffelten Softdrink-Abgabe bereits vor ihrem Inkrafttreten zu Rezepturänderungen in der Getränkeindustrie. Viele Hersteller reduzierten den Zuckergehalt ihrer Produkte deutlich, um höhere Abgabesätze zu vermeiden.
Für die Bundesärztekammer steht nicht die Höhe der Steuereinnahmen, sondern der gesundheitliche Nutzen im Vordergrund. "Der Maßstab muss sein, ob weniger Zucker konsumiert wird und ob es gelingt, insbesondere Kinder und Jugendliche besser vor den Folgen ungesunder Ernährung zu schützen", so Reinhardt. "Die Bundesregierung sollte deshalb jetzt handeln und die Einführung einer gestaffelten Zuckerabgabe auf den Weg bringen."
Pressekontakt:
Bundesärztekammer
Dezernat Politik und Kommunikation
Herbert-Lewin-Platz 1
10623 Berlin
Tel.: (030) 4004 56 700
Fax: (030) 4004 56 707
E-Mail: presse@baek.de
Original-Content von: Bundesärztekammer, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/9062/6363337
Die Bundesärztekammer fordert die Bundesregierung auf, die Einführung einer gestaffelten Abgabe auf zuckergesüßte Getränke zügig umzusetzen und die entsprechende Gesetzgebung nicht weiter zu verzögern. Aus Sicht der Ärzteschaft ist eine am Zuckergehalt orientierte Steuer ein wirksames Instrument, um den Konsum stark gezuckerter Getränke zu senken und gesundheitsschädliche Ernährungsgewohnheiten zu verändern.
"Deutschland steht vor einer ernsten gesundheitspolitischen Herausforderung. Übergewicht, Adipositas, Typ-2-Diabetes und andere ernährungsbedingte Erkrankungen nehmen seit Jahren zu und belasten Millionen Menschen sowie unser Gesundheitssystem. Besonders besorgniserregend ist, dass bereits Kinder und Jugendliche in hohem Maße betroffen sind. Deshalb müssen wir stärker an den Ursachen ansetzen und Prävention konsequent fördern", erklärt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt.
"Ein wesentliches Instrument ist es, den Zuckerkonsum in der Bevölkerung zu reduzieren und hierfür die Hersteller zu zuckerärmeren Produkten zu bewegen. Eine solche Steuer ist keine Strafmaßnahme, sondern ein gesundheitspolitisch kluges Instrument mit präventiver Wirkung."
Dass ein solcher Ansatz erfolgreich sein kann, zeigen internationale Erfahrungen. In Großbritannien führte die Einführung einer nach dem Zuckergehalt gestaffelten Softdrink-Abgabe bereits vor ihrem Inkrafttreten zu Rezepturänderungen in der Getränkeindustrie. Viele Hersteller reduzierten den Zuckergehalt ihrer Produkte deutlich, um höhere Abgabesätze zu vermeiden.
Für die Bundesärztekammer steht nicht die Höhe der Steuereinnahmen, sondern der gesundheitliche Nutzen im Vordergrund. "Der Maßstab muss sein, ob weniger Zucker konsumiert wird und ob es gelingt, insbesondere Kinder und Jugendliche besser vor den Folgen ungesunder Ernährung zu schützen", so Reinhardt. "Die Bundesregierung sollte deshalb jetzt handeln und die Einführung einer gestaffelten Zuckerabgabe auf den Weg bringen."
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