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Der Kampf um die Zukunft militärischer Drohnen verlagert sich zunehmend auf die Kommunikationsinfrastruktur. Boeing (ISIN: US0970231058) hat über seine Drohnentochter Insitu gemeinsam mit dem Kommunikationsanbieter Gogo erfolgreich eine Militärdrohne über eine Satellitenverbindung getestet. Künftig soll die Technologie mit dem OneWeb-Netzwerk des europäischen Satellitenbetreibers Eutelsat verbunden werden. Reuters ordnet den Versuch in die wachsenden Bemühungen ein, Alternativen zu Elon Musks Starlink aufzubauen. Denn je autonomer und weiter entfernt militärische Drohnen operieren, desto entscheidender wird eine sichere Datenverbindung. Allein die US Space Force vergab im Juni einen Auftrag über 2 Milliarden US-Dollar an Boeing, um zwei neue Satelliten für sichere taktische Kommunikation zu bauen. Auch ZenaTech (ISIN: CA98936T2083) arbeitet an diesem übergeordneten Problem: Die Tochter ZenaDrone entwickelt mit DroneNet ein eigenes Kommunikationssystem und kombiniert dieses Entwicklungsfeld mit GPS-unabhängiger Navigation, künstlicher Intelligenz und Schwarmtechnologie. Mit Boeing, Starlink oder OneWeb konkurriert ZenaTech dabei nicht. Doch die Entwicklungen zeigen, warum Kommunikation zunehmend zu einer Schlüsseltechnologie des Drohnenbooms werden könnte.
Boeing schickt Militärdrohnen ins Satellitennetz
Der aktuelle Test fand mit einer Integrator-Drohne von Boeings Tochter Insitu statt. Das unbemannte System wurde mit einem Satellitenkommunikationsterminal von Gogo ausgestattet. Als nächster Schritt soll die Lösung über die Satellitenkonstellation OneWeb von Eutelsat betrieben werden. Der Vorteil: Direkte Funkverbindungen zwischen Drohne und Bodenstation sind durch Entfernung und Gelände begrenzt. Satellitenkommunikation kann dagegen sogenannte Beyond-Line-of-Sight-Einsätze ermöglichen, bei denen Fluggeräte weit außerhalb der direkten Sicht- und Funkreichweite operieren. Reuters sieht hinter dem Versuch noch eine zweite Dimension: Starlink soll Konkurrenz bekommen. Das Satellitennetz von SpaceX (ISIN: US84615Q1031) hat insbesondere durch den Ukraine-Krieg große Bedeutung für militärische Kommunikation und Drohnenoperationen erlangt. Regierungen und Rüstungskonzerne suchen deshalb nach zusätzlichen Netzen, um nicht von einem einzelnen Anbieter abhängig zu sein.
2 Milliarden Dollar zeigen die Dimension
Welche wirtschaftliche Bedeutung sichere militärische Kommunikation bereits besitzt, zeigt ein anderer Boeing-Auftrag. Im Juni vergab die US Space Force einen Vertrag über 2 Milliarden US-Dollar an Boeing für zwei zusätzliche Satelliten des Mobile User Objective System, kurz MUOS. Das System dient der sicheren weltweiten Sprach- und Datenkommunikation für militärische Nutzer zu Land, auf See und in der Luft. Das ist ausdrücklich kein 2-Milliarden-Dollar-Drohnenauftrag. Die Zahl zeigt vielmehr, welche Summen das Pentagon bereits in die Kommunikationsinfrastruktur investiert, die militärische Plattformen miteinander verbindet. Auch die Proliferated Warfighter Space Architecture der USA setzt auf sichere Kommunikation mit niedriger Latenz. Im Juli brachte die Space Force weitere 21 Satelliten für deren Transport Layer ins All.
Der Milliardenmarkt ist eine These - keine fertige Zahl
Eine belastbare Grundlage dafür, den Markt ausschließlich für die Kommunikation militärischer Drohnen bereits mit einer konkreten Milliardensumme zu beziffern, gibt es nicht. Belegen lässt sich jedoch, dass die USA Milliarden in militärische Satellitenkommunikation investieren, während gleichzeitig immer mehr autonome unbemannte Systeme entwickelt werden. Boeing und Gogo verbinden nun genau diese beiden Welten. Ob daraus ein eigenständiger Milliardenmarkt für vernetzte Militärdrohnen entsteht, wird davon abhängen, wie schnell autonome Systeme in großen Stückzahlen beschafft werden und welche Kommunikationsarchitekturen sich durchsetzen. Deshalb steht in der Headline bewusst "werden könnten".
ZenaTech verfolgt einen anderen Ansatz
Hier wird ZenaTech interessant. ZenaDrone stellte bereits 2025 das proprietäre Kommunikationsmanagementsystem DroneNet vor. Es soll eine sichere Zwei-Wege-Kommunikation zwischen Drohne und Bodenstation ermöglichen und Steuerungs-, Video- und Sensordaten übertragen. Der entscheidende Unterschied zur Boeing-Story: DroneNet wird nach Angaben von ZenaTech gerade für Situationen entwickelt, in denen keine zuverlässige Internet-, Mobilfunk- oder Satellitenkommunikation vorhanden ist. Boeing und ZenaTech arbeiten damit nicht am selben Produkt. Sie adressieren aber unterschiedliche Seiten desselben Problems: Wie bleibt eine militärisch eingesetzte Drohne zuverlässig verbunden, wenn traditionelle Kommunikationswege nicht ausreichen? ZenaTech möchte mit DroneNet zudem weniger von Kommunikationslösungen externer Anbieter abhängig sein. Das System befindet sich allerdings weiterhin in der Test- beziehungsweise Entwicklungsphase. Ein direkter technischer Vergleich mit Starlink, OneWeb oder Boeings Lösung wäre deshalb nicht gerechtfertigt.
Vier Drohnen zeigen, wohin ZenaTech will
Warum Kommunikation für ZenaTech wichtiger werden könnte, zeigt die Schwarmstrategie. Im Januar testete das Unternehmen vier IQ-Nano-Drohnen gleichzeitig und unabhängig voneinander in einer GPS-freien Umgebung. Die Fluggeräte absolvierten unterschiedliche Routen und scannten Barcodes in einer simulierten Lagerumgebung. Es handelte sich also nicht um eine militärische Schwarmmission, sondern um eine Demonstration für automatisierte Bestandsverwaltung und Verteidigungslogistik. Trotzdem zeigt der Test die technologische Richtung: Statt eine einzelne Drohne manuell zu steuern, sollen mehrere Systeme parallel und softwaregestützt operieren. Je größer solche Flotten werden, desto wichtiger werden Kommunikation und Koordination.
Zena AI soll aus einzelnen Drohnen ein System machen
Noch deutlicher wird das beim geplanten Counter-UAS-System. ZenaTech entwickelt mit Zena AI eine Softwareplattform, die Bedrohungen erkennen, klassifizieren und verfolgen sowie mehrere Interceptor-Drohnen koordinieren soll. Damit verschiebt sich der Wert eines Drohnensystems zunehmend von der einzelnen Flugplattform zur Software- und Kommunikationsschicht. Ein autonomer Schwarm benötigt nicht nur schnelle oder günstige Drohnen, sondern auch Informationen darüber, welches Fluggerät welches Ziel übernimmt und wie mehrere Systeme koordiniert werden. Zena AI befindet sich allerdings noch in Entwicklung. Ein operativ eingesetztes militärisches Schwarmnetzwerk hat ZenaTech bislang nicht nachgewiesen.
Was passiert, wenn GPS oder Satelliten ausfallen?
ZenaTech arbeitet zusätzlich an einem quantengestützten Navigationssystem für GPS-verweigerte und satellitengestörte Umgebungen. Das System soll zunächst für die ZenaDrone 1000 entwickelt werden. Damit ergibt sich eine interessante technologische Strategie: DroneNet soll Kommunikation ermöglichen, Zena AI autonome Systeme koordinieren und Quantum Navigation die Navigation unterstützen, wenn GPS beziehungsweise satellitengestützte Navigation beeinträchtigt ist. Ob ZenaTech diese einzelnen Entwicklungsprogramme zu einem zuverlässigen Gesamtsystem zusammenführen kann, ist noch offen. Genau darin liegt jedoch die technologische Wette.
Starlink zeigt, wie wichtig die Infrastruktur hinter der Drohne wird
Die Boeing-Meldung ist deshalb größer als ein einzelner Test. Der Ukraine-Krieg hat gezeigt, dass nicht nur Zahl und Leistungsfähigkeit von Drohnen entscheidend sind, sondern auch die digitale Infrastruktur dahinter. Militärs wollen zudem Redundanz: Fällt ein Kommunikationsweg aus, sollte möglichst ein anderer übernehmen können. Dass Boeing und Gogo nun eine Alternative mit OneWeb testen, ist Ausdruck dieser Entwicklung. Für Drohnenhersteller steigt damit die technologische Eintrittsbarriere. Eine gute Flugplattform allein reicht für anspruchsvolle militärische Anwendungen immer weniger aus.
ZenaTech muss die Technologie jetzt beweisen
Für Anleger liegt genau hier auch das Risiko. ZenaTech arbeitet inzwischen an DroneNet, Zena AI, Quantum Navigation, Schwarmtechnologie und mehreren militärisch ausgerichteten Drohnenplattformen. Viele dieser Technologien befinden sich jedoch noch in Entwicklung oder Erprobung. Das Unternehmen ist weit davon entfernt, im Bereich militärischer Kommunikation mit Boeing, SpaceX oder etablierten Satellitenbetreibern vergleichbar zu sein. Entscheidend ist vielmehr, ob ZenaTech seine verschiedenen Technologien zu einem eigenständigen, für staatliche Kunden relevanten Drohnensystem integrieren kann. Dafür werden konkrete Tests, Zertifizierungen und letztlich Aufträge entscheidend sein. Die ZenaDrone 1000, IQ Square und IQ Nano befinden sich nach Unternehmensangaben bereits im Green-to-Blue-Zertifizierungsprozess. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Plattformen bereits vollständig Blue-UAS-zertifiziert sind.
Fazit: Die nächste Drohnenrevolution könnte hinter der Drohne stattfinden
Boeings jüngster Test zeigt, wie sich der Wettbewerb um militärische Drohnen verändert. Die Insitu-Drohne selbst ist nur ein Teil der Geschichte. Mindestens genauso interessant ist die Infrastruktur, über die sie künftig kommunizieren soll. Starlink bekommt Konkurrenz, OneWeb rückt in den Fokus und Boeing hat einen 2-Milliarden-Dollar-Auftrag für neue militärische Kommunikationssatelliten erhalten. Das beweist noch keinen Milliardenmarkt ausschließlich für vernetzte Drohnen. Es zeigt aber, dass sichere militärische Kommunikation längst ein Milliardenbusiness ist - und autonome Fluggeräte zunehmend Teil dieser Infrastruktur werden könnten. Für ZenaTech (ISIN: CA98936T2083) entsteht daraus eine interessante technologische Parallele. Das Unternehmen baut kein Satellitennetz und konkurriert weder mit Boeing noch mit Starlink. Mit DroneNet, Zena AI, Schwarmtechnologie und Quantum Navigation arbeitet ZenaTech jedoch an mehreren Bausteinen derselben übergeordneten Herausforderung: Drohnen auch unter schwierigen Bedingungen vernetzt, autonom und navigationsfähig zu halten. Noch sind viele dieser Technologien Entwicklungsprojekte. Sollte sich der militärische Drohnenmarkt aber tatsächlich von einzelnen Fluggeräten hin zu vernetzten autonomen Systemen entwickeln, könnte künftig nicht nur entscheidend sein, wer die beste Drohne baut - sondern auch, wer ihr die Verbindung liefert.
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Lassen Sie sich in den Verteiler für Zena Tech oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: "Verteiler Zena Tech" und/oder "Nebenwerte".
Zena Tech
Land: Canada, Toronto
ISIN: CA98936T2083
WKN: A40HQQ
https://www.zenatech.com
Quellen
Reuters - Boeing, Gogo test satellite-linked military drone in challenge to Starlink - 22. September 2026
https://www.reuters.com/business/media-telecom/boeing-gogo-test-satellite-linked-military-drone-challenge-starlink-2026-09-22/
U.S. Space Systems Command - Space Force extends MUOS constellation to support worldwide tactical communications with procurement of two satellites - 24. Juni 2026
https://www.ssc.spaceforce.mil/Newsroom/Article-Display/Article/4525473/space-force-extends-muos-constellation-to-support-worldwide-tactical-communicat
U.S. Space Systems Command - U.S. Space Force successfully launches additional Tranche 1 satellites, expands Proliferated Warfighter Space Architecture - 17. Juli 2026
https://www.ssc.spaceforce.mil/DesktopModules/ArticleCS/Print.aspx?Article=4548922&ModuleId=705&PortalId=3
ZenaTech - ZenaDrone Develops and Tests Proprietary Drone Communications System DroneNet - 13. Februar 2025
https://www.zenatech.com/zenatechs-zenadrone-subsidiary-develops-and-tests-proprietary-drone-communications-system-enabling-secure-and-reliable-communications-for-us-defense-applications/
ZenaTech - ZenaTech Successfully Tests Four IQ Nano Indoor Drones Using Swarm Technology - 27. Januar 2026
https://www.zenatech.com/zenatech-successfully-tests-four-iq-nano-indoor-drones-using-swarm-technology-for-inventory-management-applications-benefiting-government-and-defense/
ZenaTech - ZenaDrone Initiates Defense-Focused Quantum Navigation System for GPS-Denied Drone Operations - 26. Februar 2026
https://www.zenatech.com/zenatechs-zenadrone-initiates-defense-focused-quantum-navigation-system-for-gps-denied-drone-operations/
ZenaTech - Integrated Counter-UAS System Pairing Interceptor P-1 with Zena AI Detection and Swarm Command Software - 24. März 2026
https://www.zenatech.com/zenatech-developing-an-integrated-counter-uas-system-pairing-the-interceptor-p-1-low-cost-drone-with-zena-ai-detection-and-swarm-command-software/
ZenaTech - Three ZenaDrone Defense Platforms Advance Through Blue UAS Certification Pathway - 19. Mai 2026
https://www.zenatech.com/zenatech-advances-three-zenadrone-defense-platforms-through-blue-uas-certification-pathway/
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