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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

FEIERTAGSHINWEIS

FREITAG: In Shanghai findet wegen des Nationalfeiertages kein Handel statt.

MONTAG: In Seoul wird aufgrund des Feiertages "Gründungstag der Nation" nicht gehandelt. In Shanghai findet wegen der "Goldenen Woche" bis einschließlich Mittwoch kein Handel statt.

TAGESTHEMA

Nach einer Schwächephase im Sommer deuten jüngste Indikatoren darauf hin, dass der US-Arbeitsmarkt wieder an Stabilität gewinnt. Gleichzeitig bremsen der schwelende Nahost-Konflikt, neue Importzölle sowie strukturelle Personalengpässe die Neueinstellungen. Das Ergebnis ist eine Pattsituation: Firmen halten an ihren Belegschaften fest, zögern jedoch bei Neuverpflichtungen. Für September rechnen Ökonomen mit einem Zuwachs von 84.000 (Vormonat: 162.000) Stellen. Die Arbeitslosenquote dürfte unverändert bei 4,1 Prozent verharren. Bei den Stundenlöhnen, die als Gradmesser für den Inflationsdruck gelten, wird mit stabilen Zuwächsen von 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und 3,1 Prozent im Jahresvergleich gerechnet. Für die US-Notenbank verschärft sich damit das Dilemma. Zwar zeigt sich die Beschäftigung robust, doch der neuerliche Anstieg der Energiepreise infolge des Iran-Krieges schürt die Inflationsängste. Dies stärkt die Position der Währungshüter, den Leitzins auf einem erhöhten Niveau zu belassen oder im Kampf gegen die Teuerung noch vor Jahresende an der Zinsschraube zu drehen. Für die US-Haushalte wird die Lage zunehmend zu einer Belastungsprobe. Die Kombination aus verhaltener Beschäftigungsdynamik und wieder steigenden Preisen an den Zapfsäulen knabbert spürbar an der Kaufkraft. Zwar schützen die stabilen Löhne vor einem drastischen Konsumeinbruch, doch die Zuversicht der Verbraucher schwindet. Sollte der Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten weiter abkühlen und der Lohndruck nachlassen, droht der privaten Nachfrage - dem wichtigsten Pfeiler der US-Wirtschaft - die Puste auszugehen.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

Im Tagesverlauf:

- DE/Kion Group AG, Pre-Close-Call 3Q

AUSBLICK KONJUNKTUR

-EU 
  11:00 Verbraucherpreise Eurozone (Vorabschätzung) September 
     Eurozone 
     PROGNOSE: +0,5% gg Vm/+3,6% gg Vj 
     zuvor:  +0,4% gg Vm/+3,2% gg Vj 
     Kernrate (ohne Energie, Nahrung, Alkohol, Tabak) 
     PROGNOSE: +0,4% gg Vm/+2,5% gg Vj 
     zuvor:  +0,2% gg Vm/+2,4% gg Vj 
 
-US 
  14:30 Arbeitsmarktdaten September 
     Beschäftigung ex Agrar 
     PROGNOSE: + 84.000 gg Vm 
     zuvor:  +162.000 gg Vm 
     Arbeitslosenquote 
     PROGNOSE: 4,1% 
     zuvor:  4,1% 
     durchschnittliche Stundenlöhne 
     PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+3,1% gg Vj 
     zuvor:  +0,3% gg Vm/+3,1% gg Vj 
 
  16:00 Auftragseingang Industrie August 
     PROGNOSE: +0,2% gg Vm 
     zuvor:  +0,9% gg Vm 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Index            zuletzt +/- % 
DAX Futures        25.190,00  +0,2 
E-Mini-Future S&P-500   7.746,50  +0,3 
E-Mini-Future Nasdaq-100 30.891,25  +0,4 
Topix (Tokio)       4.098,59  -0,8 
Hang-Seng (Hongk.)    23.968,28  -2,6 
Shanghai-Comp.       3.842,19  +0,3 
 
 
Donnerstag: 
INDEX        Schluss +/- % 
DAX        24.939,35  -1,0 
DAX-Future    25.099,00  -1,1 
MDAX       30.251,37  -1,9 
TecDAX       3.979,48  -0,6 
SDAX       18.178,68  -1,4 
Euro-Stoxx-50   6.175,45  -1,5 
Stoxx-50      5.261,40  -1,2 
XDAX       24.992,22  +0,2 
Dow-Jones     50.926,56  +0,0 
S&P-500      7.666,45  +0,2 
Nasdaq Composite 26.871,60  +0,0 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Mit einem vorsichtigen Start in den Tag an Europas Börsen rechnen Händler am Freitag. Die Märkte warten auf die Inflationsdaten aus der Eurozone und den großen US-Arbeitsmarktbericht. Bis dahin dürften Anleger nicht mehr als Positionsanpassungen vornehmen. Die DAX-Terminkontrakte tendieren knapp 0,3 Prozent höher. An Wall Street gab es keine klaren Tendenzen, die Börsen in Asien zeigen sich überwiegend im Minus. Die Portfolios seien derzeit ausschließlich an die US-Renditen und den Ölpreis gekoppelt, heißt es weiter. Die Renditen der US-Staatsanleihen kamen am Vorabend leicht zurück von ihren Rekordhochs, was für etwas Entspannung im späten US-Geschäft sorgte. Der Ölpreis notierte jedoch nach über 4 Prozent Anstieg weiter über der Marke von 102 Dollar. Mehrere Fed-Vertreter schlugen am Donnerstag mit Blick auf weitere US-Zinserhöhungen einen abwartenden Ton an und signalisierten, die Leitzinsen auf der kommenden Fed-Sitzung eher unverändert zu lassen.

Rückblick: Schwach - Wie schon an den Vortagen belasteten Inflationssorgen, steigende Anleiherenditen und die weiter zulegenden Ölpreise. Vor allem die Renditen langfristiger US-Anleihen standen im Blick, mit 5,34 Prozent erreichte die 10-jährige US-Staatsanleihe neue Dekadenhochs. Treiber war weiter der Mix aus Inflationsdruck, Staatsverschuldung und einer zu hohen Kapitalnachfrage nach KI-Investitionen. Dazu gesellten sich nun neue US-Wirtschaftsdaten, die eine brummende Konjunktur mit steigenden Preisen zeigten. Weitere Zinserhöhungen wären also notwendig. Mit Kursgewinnen von 7,4 Prozent setzen sich die Titel von Capgemini an die Spitze der Gewinner im Stoxx-600-Index. Das Beratungsunternehmen folgte damit den überraschend starken Zahlen von Accenture. Bei der britischen Werbeagentur-Holding WPP wurde mit 1,8 Prozent Plus die Wiederaufnahme in den FTSE-100-Index gefeiert, denn der Index selbst büßte 1,7 Prozent ein. Sanofi kletterten gegen den Markt um 0,6 Prozent. Hier kam der Deal mit Regeneron zur Vermarktung von Immunologie-Medikamenten gut an.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Schwach - Die Aktien des Autozulieferers Continental gewannen 0,4 Prozent. Das Analystentreffen vom Vorabend kam gut an, die Marge im Reifen-Geschäft wird von Berenberg und Citigroup um 14,5 Prozent erwartet. Adidas verloren 1,8 Prozent. Hier wurde mit Spannung auf die Zahlen von US-Konkurrent Nike nach US-Börsenschluss geblickt, vor allem deren Absatzentwicklung in Asien. Kräftige Gewinnmitnahmen gab es bei den Online-Apotheken. Zum Wochenbeginn hatte es einen kräftigen Kurssprung dank der erhöhten Prognose von Redcare gegeben. Nun ging es bei Redcare und Mitbewerber Docmorris um bis zu 6,3 Prozent nach unten. Uneinheitliche Vorzeichen zeigten die Rüstungs- und Luftfahrt-Aktien in ganz Europa. Während Renk um 2,7 Prozent nachgaben, stiegen Hensoldt um 0,9 Prozent. Für die Bewegungen war eine Analyse der Bank of America verantwortlich. Unter dem Strich sieht sie Hersteller von Elektronik als Gewinner, während das Thema Wiederauffüllung von Lagern und Munitionsbeständen eingepreist sein dürfte.

XETRA-NACHBÖRSE

Die Aktien von SGL Carbon stiegen um 0,6 Prozent in Reaktion auf die Aufnahme in den SDAX als Ersatz für Wüstenrot & Württembergische. Lanxess wurden am Abend 1,2% höher getaxt, trotz der Abstufung auf BBB- durch die Ratingagentur Scope. Hannover Rück reagierten kaum darauf, dass Fitch den Ausblick für das Rating auf positiv erhöht hatte. Die Aktien der Sportartikelhersteller Adidas und Puma tendierten nach den Zahlen des US-Wettbewerbers Nike volatil seitwärts.

USA - AKTIEN

Gut behauptet - Vor allem die deutlich steigenden Ölpreise belasteten das Sentiment. Die Renditen am Anleihemarkt gaben dagegen nach und notierten unter ihren Tageshochs, was die Aktienkurse etwas stützte. Laut dem FedWatch-Tool der CME preisen Händler aktuell noch eine 39-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der US-Notenbank im Oktober ein, nachdem die PCE-Inflationsdaten am Vortag schwächer als erwartet ausgefallen waren. Der nächste Impulsgeber für den weiteren Fed-Zinskurs dürfte der US-Arbeitsmarktbericht für September am Freitag sein. Eine weitere Bestätigung der boomenden US-Wirtschaft sahen Händler im ISM-Einkaufsmanager-Index der US-Industrie. "Beschäftigung, neue Aufträge und vor allem der Preisanstieg nehmen zu - und das noch stärker als erwartet", sagte ein Händler. Für die Micron-Aktie ging es nach besser als erwartet ausgefallenen Ergebnissen für das vierte Geschäftsquartal um 3 Prozent nach unten. Broadcom fielen um 2,2 Prozent. Broadcom und Anthropic rücken einem Agenturbericht zufolge enger zusammen. Wie Reuters berichtet, hat sich der US-Chipkonzern bereit erklärt, dem KI-Startup bis zu 42 Milliarden US-Dollar zu leihen. Die Aktie von Accenture haussierte um rund 16 Prozent. Die Ergebnisse des Beratungsunternehmens übertrafen die Erwartungen der Wall Street. Das Unternehmen stellte zudem ein weiteres Gewinn- und Umsatzwachstum für das kommende Jahr in Aussicht.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries Rendite  +/- 
2 Jahre      4,79 -0,10 
10 Jahre     5,24 -0,06 
 

Die Renditen am Anleihemarkt gaben nach und notierten damit unter ihren Tageshochs. Im Verlauf war die 10-jährige Rendite mit 5,34 Prozent auf den höchsten Stand seit 2002 gestiegen. Die Rendite 10-jähriger Treasurys verlor 6 Basispunkte auf 5,24 Prozent.

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October 02, 2026 01:39 ET (05:39 GMT)

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KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
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Steigende Anleiherenditen verteuern die Finanzierung, während die gewaltigen KI-Ausgaben zunehmend nicht mehr aus den laufenden Cashflows bezahlt werden können. Gleichzeitig zeigen günstigere chinesische Modelle, dass leistungsfähige KI womöglich mit deutlich weniger Rechenleistung auskommt. Damit wächst die Gefahr, dass heute für Milliarden errichtete Kapazitäten morgen nicht die erhofften Renditen liefern.

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