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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

FEIERTAGSHINWEIS

FREITAG: In Shanghai findet wegen des Nationalfeiertages kein Handel statt.

MONTAG: In Seoul wird aufgrund des Feiertages "Gründungstag der Nation" nicht gehandelt. In Shanghai findet wegen der "Goldenen Woche" bis einschließlich Mittwoch kein Handel statt.

TAGESTHEMA

Nach einer Schwächephase im Sommer deuten jüngste Indikatoren darauf hin, dass der US-Arbeitsmarkt wieder an Stabilität gewinnt. Gleichzeitig bremsen der schwelende Nahost-Konflikt, neue Importzölle sowie strukturelle Personalengpässe die Neueinstellungen. Das Ergebnis ist eine Pattsituation: Firmen halten an ihren Belegschaften fest, zögern jedoch bei Neuverpflichtungen. Für September rechnen Ökonomen mit einem Zuwachs von 84.000 (Vormonat: 162.000) Stellen. Die Arbeitslosenquote dürfte unverändert bei 4,1 Prozent verharren. Bei den Stundenlöhnen, die als Gradmesser für den Inflationsdruck gelten, wird mit stabilen Zuwächsen von 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und 3,1 Prozent im Jahresvergleich gerechnet. Für die US-Notenbank verschärft sich damit das Dilemma. Zwar zeigt sich die Beschäftigung robust, doch der erneute Anstieg der Energiepreise infolge des Iran-Krieges schürt die Inflationsängste. Dies stärkt die Position der Währungshüter, den Leitzins auf einem erhöhten Niveau zu belassen oder im Kampf gegen die Teuerung noch vor Jahresende an der Zinsschraube zu drehen.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

Keine wichtigen Termine auf der Agenda.

AUSBLICK KONJUNKTUR

-US 
  14:30 Arbeitsmarktdaten September 
     Beschäftigung ex Agrar 
     PROGNOSE: + 84.000 gg Vm 
     zuvor:  +162.000 gg Vm 
     Arbeitslosenquote 
     PROGNOSE: 4,1% 
     zuvor:  4,1% 
     durchschnittliche Stundenlöhne 
     PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+3,1% gg Vj 
     zuvor:  +0,3% gg Vm/+3,1% gg Vj 
 
  16:00 Auftragseingang Industrie August 
     PROGNOSE: +0,2% gg Vm 
     zuvor:  +0,9% gg Vm 
 

ÜBERSICHT INDIZES

zuletzt   +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.744,25   +0,3 
E-Mini-Future Nasdaq-100  30.872,00   +0,4 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.674,70   +0,7 
Topix-500 (Tokio)      4.100,25   -0,8 
Kospi (Seoul)        6.981,80   +0,2 
Shanghai-Composite      Feiertag 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 23.948,93   -2,7 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Uneinheitlich - Übergeordnet bremsen die wieder deutlicher gestiegenen Ölpreise nach Berichten, wonach die USA ihre militärische Präsenz im Nahen Osten verstärken wollen, und Zurückhaltung vor dem US-Arbeitsmarktbericht später am Tag. Er hat das Potenzial die Zinserwartungen maßgeblich zu beeinflussen, nachdem zuletzt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung am Zinsterminmarkt deutlich zurückkam und aktuell nur noch bei knapp 28 Prozent liegt. Vor Wochenfrist waren es noch fast 70 Prozent. In Tokio lasten dazu deutlich gestiegene japanische Verbraucherpreise auf der Stimmung, was Zinserhöhungsspekulationen anheizt. Steil nach unten geht es in Hongkong. Händler sprechen von Nachholbedarf nach unten, nachdem in Hongkong wie auch in Shanghai am Vortag nicht gehandelt wurde. In Festlandchina ruht das Börsengeschehen auch am Berichtstag, dort wird der Handel erst am 8. Oktober wieder aufgenommen. In Sydney kommt es zu einer moderaten Gegenbewegung auf starke Vortagesverluste. Mit Abgaben zeigen sich Aktien von Sportartikelunternehmen, nachdem Nike durchwachsene Quartalszahlen vorgelegt hatte, worauf die Aktie nachbörslich stark unter Druck geriet. In Tokio geben Asics um 3,0 Prozent nach, in Hongkong Anta Sports um 0,8 und Li Ning um 2,6 Prozent.

WALL STREET

Dow-Jones     50.926,56 +0,0 
S&P-500      7.666,45 +0,2 
Nasdaq Composite 26.871,60 +0,0 
 
           Donnerstag Mittwoch 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,32 Mrd  1,49 Mrd 
Gewinner       1.575    2.697 
Verlierer      1.175    1.018 
Unverändert       82     51 
 

Gut behauptet - Vor allem deutlich steigende Ölpreise belasteten die Stimmung, wohingegen die Renditen am Anleihemarkt nach einem weiteren Anstieg im Verlauf deutlich sanken, was die Aktienkurse etwas stützte. Im Verlauf war die Rendite 10-jähriger Treasuries mit 5,34 Prozent auf den höchsten Stand seit 2002 gestiegen. Das nächste Zinssignal dürfte der US-Arbeitsmarktbericht für September am Freitag liefern, hieß es. Für die Micron-Aktie ging es nach besser als erwartet ausgefallenen Ergebnissen für das vierte Geschäftsquartal um 3 Prozent nach unten. Broadcom fielen um 2,2 Prozent. Broadcom und Anthropic rücken laut einem Reuters-Bericht enger zusammen. Denmach will der Chipkonzern dem KI-Startup bis zu 42 Milliarden Dollar leihen. Zudem soll Anthropic nächstes Jahr der größte Kunde von Broadcom werden. Accenture haussierten um 15,8 Prozent. Die Ergebnisse des Beratungsunternehmens übertrafen die Erwartungen der Wall Street. Das Unternehmen stellte zudem ein weiteres Gewinn- und Umsatzwachstum in Aussicht. Mattel schossen um 19 Prozent nach oben. Das Wall Street Journal berichtete, dass der Spielzeughersteller Übernahmeinteresse des Markenlizenzgebers Authentic Brands Group geweckt habe.

US-ANLEIHEN

Rendite  +/- 
2 Jahre    4,79 -0,10 
10 Jahre   5,24 -0,06 
 

Die Renditen am Anleihemarkt gaben im Verlauf deutlich nach. Im Tageshoch hatte die 10-jährige Rendite schon 5,34 Prozent gesehen, das höchste Niveau seit 2002. Händler sprachen zum einen von Anlagekäufen angesichts des stark gestiegenen Renditeniveaus in der jüngeren Vergangenheit. Daneben wurde auf die stark gesunkene Wahrscheinlichkeit einer US-Zinserhöhung im Oktober verwiesen - sie liegt bei unter 30 Prozent, verglichen mit fast 70 Prozent vor einer Woche -, unter anderem nachdem zuletzt der Preisindex der Konsumausgaben zumindest leichte Entspannung gezeigt hatte.

DEVISEN

zuletzt +/- %   00:00    Do, 08:49 % YTD 
EUR/USD    1,1245  +0,0   1,1241     1,1309  N/A 
EUR/JPY    177,50  -0,1   177,66     178,90  N/A 
EUR/GBP    0,8514  -0,1   0,8518     0,8533  -2,3 
USD/JPY    157,82  -0,2   158,07     158,17  +0,8 
USD/KRW   1.352,60  -0,5  1.358,78    1.358,59  -6,1 
USD/CNY    6,7045  +0,0   6,7045     6,7045  -4,1 
USD/CNH    6,7070  -0,1   6,7132     6,7152  N/A 
USD/HKD    7,8465  +0,0   7,8455     7,8464  +0,8 
AUD/USD    0,6932  +0,0   0,6929     0,6947  +3,9 
NZD/USD    0,5610  +0,1   0,5603     0,5616  -2,5 
BTC/USD   85.942,10  +1,6 84.616,75    84.117,80  N/A 
 
 

Der Dollar kletterte kräftig, zum Euro auf das höchste Niveau seit eineinhalb Jahren. Der Greenback sei von der Aussicht auf weitere Zinserhöhungen durch die US-Notenbank gestützt worden, hieß es, obgleich am Zinsterminmarkt eine Zinserhöhung bereits im Oktober zuletzt ausgepreist wurde. Der Euro kostete im späten US-Handel 1,1243 Dollar.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold   4.184,46  +0,2    6,70    4.177,76 
Silber   61,20  +0,6    0,35      60,85 
Platin  1.733,85  +0,6    9,80    1.724,05 
 

Der Goldpreis baute seine Vortagesgewinne leicht aus. Die Feinunze gewann 0,4 Prozent auf 4.178 Dollar vor dem Hintergrund einer Entspannung am Anleihemarkt.

ÖL

zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex   92,49  -0,4   -0,38      92,87 
Brent/ICE  102,09  -0,2   -0,22     102,31 
 

Die Ölpreise stiegen kräftig, laut Teilnehmern weil die Spannungen im Nahen Osten trotz der sich erholenden Rohölexporte aus der Golfregion weiter hoch sind. Dazu kamen Berichte, dass die USA ihre militärische Präsenz in der Region verstärken wollten. Brent-Öl verteuerte sich zum Settlement um 4,4 Prozent auf 101,31 Dollar je Barrel, zog danach um US-Geschäft aber noch weiter an.

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

JAPAN - Inflation

Die Verbraucherinflation in Japans Hauptstadt hat im vergangenen Monat angezogen. Dies dürfte die Spekulationen über weitere bevorstehende Zinserhöhungen anheizen. Die Verbraucherpreise ohne frische Lebensmittel stiegen im September im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent. Im August hatte der Anstieg noch bei 1,8 Prozent gelegen. Ökonomen hatten einen Zuwachs von 2,4 Prozent geschätzt.

SÜDKOREA - Inflation

Südkoreas Gesamtinflation hat sich im September abgeschwächt, blieb jedoch über dem Zielwert der Zentralbank von 2 Prozent. Der Verbraucherpreisindex stieg lag bei 2,9 Prozent, nach 3,1 Prozent im August.

USA - Geldpolitik

Die US-Notenbank muss den Leitzins nach Einschätzung der Präsidentin der Dallas Fed, Lorie Logan, um mindestens weitere 50 Basispunkte anheben. Logan, die stimmberechtigtes Mitglied des geldpolitischen Ausschusses der Fed ist, erklärt, dass ein zusätzlicher halber Punkt oder mehr notwendig sei, um Ausblick und Risiken auszubalancieren. "Ein ausgewogener Arbeitsmarkt und eine Inflation, die über dem Ziel liegt, bedeuten, dass die geldpolitische Ausrichtung nicht angemessen ist", sagte Logan. Sie nannte keinen Zeitrahmen für eine mögliche Zinserhöhung.

BOEING

Die Angestellten von Boeing haben das jüngste Vertragsangebot des Luft- und Raumfahrtkonzerns angenommen. Die Gewerkschaft, die die Luft- und Raumfahrtingenieure sowie die Techniker des Unternehmens vertritt, hatte über Monate an ihrer ersten vollständigen Tarifverhandlung seit 14 Jahren verhandelt.

NIKE

hat im ersten Quartal einen Gewinn von 712 (Vorjahr: 727) Millionen Dollar bzw. 48 (49) Cent je Aktie erzielt. Der Umsatz sank um 4 Prozent auf 11,21 Milliarden Dollar und verfehlte die Analystenerwartungen von 11,32 Milliarden Dollar. Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet Nike nun einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,15 bis 1,35 US-Dollar, was unter den Analystenprognosen von 1,68 Dollar liegt. Den Umsatz sieht das Unternehmen im Jahresverlauf um einen hohen einstelligen Prozentsatz sinken. Nike plant, sich zu verkleinern. Nach zwei Quartalen mit sinkenden Einnahmen in Folge rechnet Nike im laufenden Geschäftsjahr mit einem weiteren Umsatzrückgang. Das Unternehmen will seine Betriebsabläufe schrumpfen, Stellen abbauen und regionale Geschäfte zusammenlegen, um sich anzupassen.

PALANTIR

hat Armada als ersten Partner für modulare Rechenzentren benannt, um der Nachfrage nach souveränen Systemen für Künstliche Intelligenz gerecht zu werden.

RAYTHEON

hat von der US-Marine einen Auftrag im Wert von bis zu 24,4 Milliarden US-Dollar zur Lieferung von Standard Missile-6-Abfangraketen bekommen.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/cln/gos

(END) Dow Jones Newswires

October 02, 2026 01:59 ET (05:59 GMT)

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