
© Foto: Symbolbild mit KI erstellt
Erst der Absturz, jetzt der Rebound? Die DroneShield-Aktie liegt fast 80 Prozent unter ihrem Rekordhoch. Jetzt kommt ein US-Rahmenvertrag über bis zu 500 Millionen US-Dollar. Der Kurs springt an, doch Vorsicht! Garantiert ist davon bislang nichts. Gleichzeitig wetten Leerverkäufer gegen das Papier. Der RSI liegt bei 28, die Aktie ist überverkauft. Das kann der Start einer Erholung sein. Oder nur ein kurzes Aufbäumen vor dem nächsten Rutsch. Vieles kommt jetzt auf einmal auf DroneShield eingeprasselt! Was wirklich dahintersteckt, lesen Sie hier.
Der große Deal mit dem kleinen Haken
Die gute Nachricht kam erst vor kurzem. DroneShield hat über seine US-Tochter einen dreijährigen Rahmenvertrag der Behörde JIATF-401 bekommen. Der Höchstwert liegt bei 500 Millionen US-Dollar. Die Aktie sprang zeitweise um nahezu 10 Prozent nach oben, auf den höchsten Stand seit mehreren Wochen. Am Ende blieben gut 5 Prozent Plus übrig. Für eine Aktie, die lange nur gefallen ist, ist das ein bemerkenswertes Lebenszeichen, doch es gibt einen Haken. Es ist ein IDIQ-Vertrag. Er gibt den US-Behörden einen schnellen Einkaufsweg, mehr nicht. Bestellen müssen sie nichts. Ob echtes Geld fließt, zeigen erst die einzelnen Abrufe. Dazu kommt: Deutlich als 10 Prozent der Aktie sind leerverkauft. Wer dagegen gewettet hat, muss womöglich eindecken. Das kann den Sprung zusätzlich anheizen. Genau da liegt der Reiz, aber auch das Risiko. Spekulation pur. Fast wie im Casino!
Charttechnik
Seit dem Rekordhoch bei 3,78 Euro im September 2025 geht es bergab. Tiefere Hochs, tiefere Tiefs. Ein klassischer Abwärtstrend. Dazu liegt die Aktie unter beiden wichtigen SMAs (50er und 200er). Aktuell kämpft die Aktie in der Zone zwischen 1 Euro - knapp darüber und evtl. auch knapp darunter. Der RSI liegt bei 28. Das gilt als überverkauft und könnte die Hoffnung auf nachlassenden Verkaufsdruck hindeuten, muss es aber nicht zwangsläufig. Die Aktie liegt fast 80 Prozent unter dem Hoch. Nach oben warten die Widerstände und Hürden bei 1,50 und 1,70 Euro. Danach folgt die große Zone zwischen 1,90 und 2,10 Euro. Bricht die Unterstützung bei 0,90 - 0,95 Euro, wird es heikel. Dann rücken 0,60 - 0,75 Euro ins Blickfeld. Erst bei 0,40 bis 0,50 Euro läge die nächste starke Auffangzone. Das wäre ein deutlicher Rückschlag. Eine Erholung braucht Geduld und Kaufinteresse. Der Ausgang bleibt auch derzeit offen.

Was tun?
Die Zahlen sind gemischt, nicht ganz schlecht, aber auch nicht überragend. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 74 Prozent auf 125,8 Millionen australische Dollar. Das Wachstum ist da, die Gewinne fehlen noch. Und das könnte ein Problem werden. Für 2026 peilt DroneShield 250 bis 270 Millionen beim Umsatz an, gebucht sind bereits 240 Millionen. Unterm Strich steht aber ein Verlust von 32,2 Millionen, das bereinigte EBITDA liegt bei minus 12,4 Millionen. Dazu läuft eine Prüfung der Aufsicht ASIC. Und das ist schlecht, denn Institutionelle und auch Private mögen sowas gar nicht. Das zerstört Vertrauen. Die Nachrichtenlage wirkt zwar etwas freundlicher. Neue Finanzchefin, neuer Standort in Adelaide, erste US-Systeme im Einsatz. Analysten sehen im Schnitt ein Hold. Wer einsteigt, geht ein sehr hohes Risiko ein. Vorsichtige warten wohl noch besser ab. Ein Selbstläufer ist die Aktie wohl eher nicht.
Autor: Felix Goldbach, FinanzNachrichten-Redaktion
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