DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Anstieg der Inflation in Tokio dürfte Erwartungen auf Zinserhöhungen anheizen
Die Verbraucherinflation in Japans Hauptstadt hat im vergangenen Monat angezogen. Dies dürfte die Spekulationen über weitere bevorstehende Zinserhöhungen anheizen. Die Verbraucherpreise ohne frische Lebensmittel stiegen im September im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent, wie aus Regierungsdaten hervorgeht. Im August hatte der Anstieg noch bei 1,8 Prozent gelegen. Damit wurde der in einer Umfrage des Datenanbieters Quick unter Ökonomen erwartete Zuwachs von 2,4 Prozent übertroffen.
Chinas PMI-Erholung trotz fragiler Inlandsnachfrage ermutigend
Die Erholung des chinesischen PMI ist trotz der weiterhin fragilen Inlandsnachfrage ermutigend, schreibt BofA Securities in einer Research Note. "Eine schnellere Produktion im verarbeitenden Gewerbe und die Erholung im Dienstleistungs- und Bausektor deuten auf eine fortlaufende Verbesserung der wirtschaftlichen Aktivität hin", schreibt die Bank. Gleichwohl deuteten die leichte Abschwächung bei den Neuaufträgen und der anhaltende Rückgang der Beschäftigung darauf hin, dass die Erholung ungleichmäßig bleibe. Mit Blick auf die Zukunft dürften die Einführung des politischen Finanzierungsinstruments und die jüngst zugesagte Senkung des ergänzenden Kreditzinses die investitionsbezogenen Aufträge und die Produktion in den kommenden Monaten stützen, fügt sie hinzu.
Fed-Gouverneurin Cook sieht KI-Boom als Inflationsrisiko für 2027
Die Gouverneurin der Federal Reserve, Lisa Cook, sieht im Aufbau von Künstlicher Intelligenz (KI) ein erhebliches Inflationsrisiko für das Jahr 2027. In einer Diskussion mit dem Präsidenten der New Yorker Fed, John Williams, sagte Cook, dass die physische Infrastruktur für KI bereits jetzt zu einem Inflationsdruck führe. Mehrere Fed-Beamte haben KI ebenfalls als potenzielles längerfristiges Problem für die Notenbank genannt, um die Inflation wieder auf ihr Ziel von 2 Prozent zu senken.
Logan sieht Bedarf für Fed-Zinserhöhung um halben Prozentpunkt oder mehr
Die US-Notenbank muss den Leitzins nach Einschätzung der Präsidentin der Dallas Fed, Lorie Logan, um mindestens weitere 50 Basispunkte anheben. Logan, die stimmberechtigtes Mitglied des geldpolitischen Ausschusses der Fed ist, erklärte am Donnerstag bei einer Veranstaltung in Dallas, dass ein zusätzlicher halber Punkt oder mehr notwendig sei, um Ausblick und Risiken auszubalancieren. Die Fed hatte im September eine Zinserhöhung um einen Viertelpunkt vorgenommen.
Fed-Gouverneur Jefferson sieht Bedarf an weiteren Daten vor nächstem Zinsschritt
Der Gouverneur der US-Notenbank, Philip Jefferson, sagte am Donnerstag, dass die Zentralbank möglicherweise mehr Zeit benötige, um die Richtung der Wirtschaft einzuschätzen, bevor sie weitere Zinsanpassungen vornehme. Die Zinserhöhung im vergangenen Monat sei ein angemessener Schritt gewesen, um die Inflation einzudämmen und der Öffentlichkeit zu versichern, dass sich die Zentralbank auf die Preise konzentriere, sagte Jefferson bei einer Veranstaltung in Charlottesville im Bundesstaat Virginia.
US-Notenbanker stellen Kampf gegen Inflation in den Fokus
Drei Vertreter der US-Notenbank haben erklärt, dass eine weitgehend stabile Wirtschaft es der Zentralbank erlaube, ihren Fokus stärker auf die Inflation als auf die Beschäftigung zu legen. Die Präsidenten der regionalen Fed-Ableger, Tom Barkin (Richmond), Susan Collins (Boston) und Jeffrey Schmid (Kansas City), nahmen an einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Konferenz "Investing in Rural America" in Asheville, North Carolina, teil.
MAS dürfte Geldpolitik in diesem Monat erneut straffen
Die Monetary Authority of Singapore (MAS) dürfte ihre Geldpolitik nach der Straffung im Juli in diesem Monat erneut straffen, schreibt Christopher Wong von OCBC Group Research in einem Bericht. "Die jüngste Inflationsdynamik rechtfertigt eher einen weiteren kalibrierten Schritt als eine aggressivere Straffung", meint der Devisenstratege. OCBC erwarte, dass die MAS die Aufwertungsrate des nominalen effektiven Wechselkursbandes des Singapur-Dollars leicht anhebe, während die Breite und die Mitte des Bandes unverändert bleiben. Die Geldpolitik der MAS sei aufgrund der kleinen und offenen Wirtschaft Singapurs auf den Wechselkurs ausgerichtet.
USA verlegen dritten Flugzeugträger in den Nahen Osten
Das Pentagon verlegt US-Regierungsvertretern zufolge eine dritte Flugzeugträger-Kampfgruppe sowie zusätzliche Schiffe des Marine Corps in den Nahen Osten. Damit werden 9.000 bis 10.000 weitere Soldaten in die Region entsandt. Die Schiffe, Kampfflugzeuge, Marineinfanteristen und Matrosen werden laut den Vertretern bis Ende November in der Region eintreffen. Zwei Flugzeugträger - die USS George H.W. Bush und die USS George Washington - sind bereits im Nahen Osten. Sollte die Washington nach dem Eintreffen der USS Theodore Roosevelt dort bleiben, würden sich erstmals seit April wieder drei Flugzeugträger in der Region befinden.
Geringe Wahrscheinlichkeit einer US-Eskalation im Nahen Osten - Meint CBA
US-Vertretern zufolge könnte das Pentagon bald einen zusätzlichen Flugzeugträger sowie 10.000 Seeleute und Marineinfanteristen in den Persischen Golf verlegen. Dieser Schritt würde US-Kommandeuren mehr Optionen eröffnen, sollte sich Präsident Trump für eine Eskalation der Angriffe auf den Iran entscheiden. CBA-Marktstrategin Samara Hammoud räume einer größeren US-Eskalation, die den Konflikt auf die im März verzeichnete Intensität zurückführen würde, nur eine Wahrscheinlichkeit von 15 Prozent ein. Engpässe bei den militärischen Ressourcen, einschließlich der Raketenbestände, machten ein solches Ergebnis weniger wahrscheinlich, meint sie. Der Iran könne zudem mit weitreichenden Angriffen auf die Energie- und sonstige Wirtschaftsinfrastruktur in der gesamten Region reagieren, was eine Eskalation weiter abschrecken sollte, fügt sie hinzu.
DJG/DJN/apo
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October 02, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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