München (ots) -
- Aufklärung bleibt wichtig: Zum 30. Tag der Epilepsie macht Angelini Pharma auf Wissenslücken aufmerksam und setzt sich für mehr Offenheit und einen selbstverständlicheren Umgang mit Epilepsie ein.
- Lebensrealität im Fokus: Menschen mit Epilepsie berichten von Vorurteilen im Berufsleben, unsichtbaren Herausforderungen und falschen Vorstellungen über die Erkrankung.
- Roadshow-Finale: Zum Abschluss der Tour bringt die Kampagne "Epilepsie. Menschlich wie Du." ihre Botschaft nach München und lädt dazu ein, Epilepsie aus neuen Perspektiven kennenzulernen.
Epilepsie ist für Außenstehende häufig unsichtbar. Menschen mit Epilepsie kennen die Auswirkungen der Erkrankung aus ihrem eigenen Leben. Im Rahmen der Kampagne "Epilepsie. Menschlich wie Du." von Angelini Pharma sprechen sie offen darüber und machen deutlich: Ein Mensch ist immer mehr als seine Diagnose. Anlässlich des 30. Tags der Epilepsie stehen ihre Erfahrungen stellvertretend für eine zentrale Frage: Wie selbstverständlich ist der Umgang mit Epilepsie heute wirklich? Auch drei Jahrzehnte nach Einführung des Aktionstages prägen Vorurteile und Wissenslücken noch immer das Leben vieler Menschen mit Epilepsie.
Wenn Unsicherheit zum Risiko wird: Erste Hilfe bei Epilepsie
Aufklärungsbedarf besteht besonders beim richtigen Verhalten während eines epileptischen Anfalls. Laut einer repräsentativen Befragung im Auftrag von Angelini Pharma würden 27,6 Prozent der Bevölkerung bei einem großen epileptischen Anfall fälschlicherweise versuchen, der betroffenen Person etwas in den Mund oder unter die Zunge zu stecken - eine potenziell gefährliche Maßnahme. Sina Lang lebt mit Epilepsie und ist selbst auch schon auf gefährliches Halbwissen und veraltete Erste-Hilfe-Regeln gestoßen: "Ich wünsche mir, dass Menschen sich grundlegend informieren, wie man richtig Erste Hilfe leistet, und erkennen, dass wir ganz normal am Arbeits- und Sozialleben teilhaben können."
Offenheit im Berufsleben ist nicht selbstverständlich
Auch im Beruf erleben Menschen mit Epilepsie oft unbegründete Vorbehalte und Benachteiligungen. "Ich bin dazu übergegangen, meine Epilepsie in Bewerbungen gar nicht mehr anzugeben, weil man meiner Erfahrung nach sofort eine Absage bekommt", berichtet Industriemechaniker Josua Dunker, der seit seiner Kindheit mit Epilepsie lebt. "Wir brauchen dringend mehr Aufklärungsarbeit, damit Arbeitgeber nicht von vornherein alles ausschließen, sondern erkennen, was trotz Erkrankung alles möglich ist." Wie schnell Vorurteile Konsequenzen haben, erlebte auch Leonie Wollscheid: "Ich wurde einmal bei einem Job nach nur zehn Tagen gekündigt, weil es mir an einem Tag krankheitsbedingt nicht gut ging. Wer offen mit seiner Erkrankung umgeht, sollte dafür nicht bestraft werden."
Epilepsie hat viele Gesichter
Die Erkrankung selbst entspricht nicht immer den verbreiteten Vorstellungen. Epilepsie kann sich beispielsweise in sehr unterschiedlichen Anfallsformen zeigen und entspricht deshalb nicht immer dem Bild, das viele Menschen mit der Erkrankung verbinden. Der Künstler und Musiker Wolfgang Suchner hat Epilepsie und beschreibt einen Anfall eindringlich aus eigener Perspektive: "Einen Anfall zu haben ist, als würde man einen Lichtschalter ausschalten und irgendwann wieder anmachen. Dazwischen ist alles zappenduster - ein plötzliches Loch in der Zeit."
Mehr Sichtbarkeit für persönliche Perspektiven
Diesen unterschiedlichen Erfahrungen möchte Angelini Pharma mit der Kampagne "Epilepsie. Menschlich wie Du." mehr Sichtbarkeit geben. Ziel ist es, über die Erkrankung aufzuklären und Vorurteile und Mythen abzubauen.
Die interaktive Roadshow von Angelini Pharma bringt das Thema Epilepsie nach Berlin, Hamburg und Köln nun auch in München in den öffentlichen Raum. Eine begehbare Gehirninstallation informierte über die Erkrankung, verbreitete Mythen und Erste Hilfe. Im direkten Austausch mit Besucher:innen zeigte sich ein hoher Informationsbedarf, zugleich aber auch große Offenheit für das Thema. "Wir wollen mit unserer Kampagne Wissenslücken abbauen und die Perspektiven von Menschen mit Epilepsie sichtbarer machen", sagt Alfred von Krempelhuber, Medical Director bei Angelini Pharma Deutschland. "Ein besseres Verständnis für die Erkrankung ist der erste Schritt zu einer echten gesellschaftlichen Teilhabe." Vor allem jüngere Menschen suchten gezielt das Gespräch. Menschen mit Epilepsie und ihre Angehörigen teilten persönliche Erfahrungen und begrüßten, dass die Erkrankung im öffentlichen Raum sichtbar gemacht und Vorurteile aktiv aufgegriffen wurden.
Service-Box:
Richtig handeln bei einem epileptischen Anfall
- Richtig: Gefährliche Gegenstände aus der Umgebung entfernen, die Person vor Verletzungen schützen und den Kopf weich betten. Ruhe bewahren und die Dauer des Anfalls im Blick behalten.
- Gefährlich - niemals tun: Der krampfenden Person keine Gegenstände in den Mund stecken oder die Zunge festhalten. Die Person während des Krampfanfalls nicht gewaltsam festhalten.
- Notarzt rufen, wenn: Der Anfall länger als fünf Minuten dauert, sich Anfälle hintereinander wiederholen oder die Person sich verletzt hat.
Weitere Informationen zur Kampagne, Fakten rund um Epilepsie und Erste Hilfe sowie die persönlichen Geschichten von Josua, Leonie, Wolfgang und Sina finden Sie unter: https://www.angelinipharma.de/kernbereiche/brain-health/epilepsie/menschlich-wie-du/.
Mehr Informationen auch in der digitalen Pressemappe unter: www.angelinipharma.de/media/presse/.
Pressekontakt:
Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an:
angelini.corporate@bursonglobal.com
Original-Content von: Angelini Pharma, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/120260/6363498
- Aufklärung bleibt wichtig: Zum 30. Tag der Epilepsie macht Angelini Pharma auf Wissenslücken aufmerksam und setzt sich für mehr Offenheit und einen selbstverständlicheren Umgang mit Epilepsie ein.
- Lebensrealität im Fokus: Menschen mit Epilepsie berichten von Vorurteilen im Berufsleben, unsichtbaren Herausforderungen und falschen Vorstellungen über die Erkrankung.
- Roadshow-Finale: Zum Abschluss der Tour bringt die Kampagne "Epilepsie. Menschlich wie Du." ihre Botschaft nach München und lädt dazu ein, Epilepsie aus neuen Perspektiven kennenzulernen.
Epilepsie ist für Außenstehende häufig unsichtbar. Menschen mit Epilepsie kennen die Auswirkungen der Erkrankung aus ihrem eigenen Leben. Im Rahmen der Kampagne "Epilepsie. Menschlich wie Du." von Angelini Pharma sprechen sie offen darüber und machen deutlich: Ein Mensch ist immer mehr als seine Diagnose. Anlässlich des 30. Tags der Epilepsie stehen ihre Erfahrungen stellvertretend für eine zentrale Frage: Wie selbstverständlich ist der Umgang mit Epilepsie heute wirklich? Auch drei Jahrzehnte nach Einführung des Aktionstages prägen Vorurteile und Wissenslücken noch immer das Leben vieler Menschen mit Epilepsie.
Wenn Unsicherheit zum Risiko wird: Erste Hilfe bei Epilepsie
Aufklärungsbedarf besteht besonders beim richtigen Verhalten während eines epileptischen Anfalls. Laut einer repräsentativen Befragung im Auftrag von Angelini Pharma würden 27,6 Prozent der Bevölkerung bei einem großen epileptischen Anfall fälschlicherweise versuchen, der betroffenen Person etwas in den Mund oder unter die Zunge zu stecken - eine potenziell gefährliche Maßnahme. Sina Lang lebt mit Epilepsie und ist selbst auch schon auf gefährliches Halbwissen und veraltete Erste-Hilfe-Regeln gestoßen: "Ich wünsche mir, dass Menschen sich grundlegend informieren, wie man richtig Erste Hilfe leistet, und erkennen, dass wir ganz normal am Arbeits- und Sozialleben teilhaben können."
Offenheit im Berufsleben ist nicht selbstverständlich
Auch im Beruf erleben Menschen mit Epilepsie oft unbegründete Vorbehalte und Benachteiligungen. "Ich bin dazu übergegangen, meine Epilepsie in Bewerbungen gar nicht mehr anzugeben, weil man meiner Erfahrung nach sofort eine Absage bekommt", berichtet Industriemechaniker Josua Dunker, der seit seiner Kindheit mit Epilepsie lebt. "Wir brauchen dringend mehr Aufklärungsarbeit, damit Arbeitgeber nicht von vornherein alles ausschließen, sondern erkennen, was trotz Erkrankung alles möglich ist." Wie schnell Vorurteile Konsequenzen haben, erlebte auch Leonie Wollscheid: "Ich wurde einmal bei einem Job nach nur zehn Tagen gekündigt, weil es mir an einem Tag krankheitsbedingt nicht gut ging. Wer offen mit seiner Erkrankung umgeht, sollte dafür nicht bestraft werden."
Epilepsie hat viele Gesichter
Die Erkrankung selbst entspricht nicht immer den verbreiteten Vorstellungen. Epilepsie kann sich beispielsweise in sehr unterschiedlichen Anfallsformen zeigen und entspricht deshalb nicht immer dem Bild, das viele Menschen mit der Erkrankung verbinden. Der Künstler und Musiker Wolfgang Suchner hat Epilepsie und beschreibt einen Anfall eindringlich aus eigener Perspektive: "Einen Anfall zu haben ist, als würde man einen Lichtschalter ausschalten und irgendwann wieder anmachen. Dazwischen ist alles zappenduster - ein plötzliches Loch in der Zeit."
Mehr Sichtbarkeit für persönliche Perspektiven
Diesen unterschiedlichen Erfahrungen möchte Angelini Pharma mit der Kampagne "Epilepsie. Menschlich wie Du." mehr Sichtbarkeit geben. Ziel ist es, über die Erkrankung aufzuklären und Vorurteile und Mythen abzubauen.
Die interaktive Roadshow von Angelini Pharma bringt das Thema Epilepsie nach Berlin, Hamburg und Köln nun auch in München in den öffentlichen Raum. Eine begehbare Gehirninstallation informierte über die Erkrankung, verbreitete Mythen und Erste Hilfe. Im direkten Austausch mit Besucher:innen zeigte sich ein hoher Informationsbedarf, zugleich aber auch große Offenheit für das Thema. "Wir wollen mit unserer Kampagne Wissenslücken abbauen und die Perspektiven von Menschen mit Epilepsie sichtbarer machen", sagt Alfred von Krempelhuber, Medical Director bei Angelini Pharma Deutschland. "Ein besseres Verständnis für die Erkrankung ist der erste Schritt zu einer echten gesellschaftlichen Teilhabe." Vor allem jüngere Menschen suchten gezielt das Gespräch. Menschen mit Epilepsie und ihre Angehörigen teilten persönliche Erfahrungen und begrüßten, dass die Erkrankung im öffentlichen Raum sichtbar gemacht und Vorurteile aktiv aufgegriffen wurden.
Service-Box:
Richtig handeln bei einem epileptischen Anfall
- Richtig: Gefährliche Gegenstände aus der Umgebung entfernen, die Person vor Verletzungen schützen und den Kopf weich betten. Ruhe bewahren und die Dauer des Anfalls im Blick behalten.
- Gefährlich - niemals tun: Der krampfenden Person keine Gegenstände in den Mund stecken oder die Zunge festhalten. Die Person während des Krampfanfalls nicht gewaltsam festhalten.
- Notarzt rufen, wenn: Der Anfall länger als fünf Minuten dauert, sich Anfälle hintereinander wiederholen oder die Person sich verletzt hat.
Weitere Informationen zur Kampagne, Fakten rund um Epilepsie und Erste Hilfe sowie die persönlichen Geschichten von Josua, Leonie, Wolfgang und Sina finden Sie unter: https://www.angelinipharma.de/kernbereiche/brain-health/epilepsie/menschlich-wie-du/.
Mehr Informationen auch in der digitalen Pressemappe unter: www.angelinipharma.de/media/presse/.
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