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MÄRKTE ASIEN/Uneinheitlich - Hongkong sehr schwach - Sydney erholt

DJ MÄRKTE ASIEN/Uneinheitlich - Hongkong sehr schwach - Sydney erholt

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--An den Aktienmärkten in Ostasien und Australien ist es am Freitag uneinheitlich zugegangen, nach Vorgaben der Wall Street, die nur wenig hergaben. In den USA waren die Indizes gut behauptet aus dem Handel gegangen, nachdem im Tagesverlauf die Anleihrerenditen deutlich gesunken waren. Die Zehnjahresrendite hatte im Hoch fast 5,34 Prozent erreicht, ging aber mit 5,26 Prozent aus dem Tag.

Übergeordnet bremsten laut Marktteilnehmern die wieder deutlicher gestiegenen Ölpreise nach Berichten, wonach die USA ihre militärische Präsenz im Nahen Osten verstärken wollen. Dazu gesellte sich Zurückhaltung vor dem US-Arbeitsmarktbericht später am Tag. Er hat das Potenzial die Zinserwartungen maßgeblich zu beeinflussen, nachdem zuletzt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung am Zinsterminmarkt deutlich zurückkam und aktuell nur noch bei knapp 28 Prozent liegt. Vor Wochenfrist waren es noch fast 70 Prozent.

In Tokio ging es nach den teils kräftigen Vortagsgewinnen für den Topix um 1,0 Prozent nach unten. Auf der Stimmung lasteten deutlich gestiegene Verbraucherpreise im Großraum Tokio. Mit 2,7 Prozent nach 1,8 Prozent lag der Kernpreisindex im September wieder klar über dem Ziel der japanischen Notenbank, was Zinserhöhungsspekulationen anheizte. Zudem fiel die Preissteigerung stärker aus, als Ökonomen mit 2,4 Prozent erwartet hatten. Den Yen bewegte dies aber kaum, der Dollar kostete zuletzt 157,81 Yen.

Steil nach unten ging es in Hongkong für den HSI, er lag im Späthandel 2,7 Prozent zurück. Händler sprachen von Nachholbedarf nach unten, nachdem in Hongkong wie auch in Shanghai am Vortag nicht gehandelt wurde. In Festlandchina ruhte das Börsengeschehen auch am Berichtstag, dort wird der Handel erst am 8. Oktober wieder aufgenommen. Auch die indischen Märkte waren am Freitag geschlossen.

Im südkoreanischen Seoul bewegte sich der Leitindex Kospi um 0,5 Prozent nach oben. Leicht stützend dürften dort neue Preisdaten gewirkt haben, die einen etwas schwächeren Anstieg zeigten als befürchtet. In Sydney kam es zu einer Gegenbewegung nach dem kräftigen Rücksetzer am Vortag. Der S&P/ASX-200 stieg um 0,8 Prozent.

Unter den Einzelwerten profitierten in Tokio die Aktien von drei Regionalbanken von Berichten, wonach sie Gespräche über ein Zusammengehen aufnehmen wollen. Im Handel war von einer zu begrüßenden Aussicht auf eine Konsolidierung im Sektor die Rede. Procrea Holdings gewannen 5,9 Prozent, Bank of Iwate schlossen unverändert, Akita Bank legten ein halbes Prozent zu.

Softbank Group verbilligten sich um 5,8 Prozent, nachdem der Technologieinvestor die letzte Tranche seiner Anschlussinvestition in OpenAI abgeschlossen hatte und damit seine Gesamtinvestition in das Unternehmen für künstliche Intelligenz auf 64,6 Milliarden US-Dollar erhöhte.

Toshiba verloren 3,2 Prozent vor dem Hintergrund eines Berichts, dass das Unternehmen umgerechnet 380 Millionen Dollar in den Ausbau seiner Produktionskapazität für Festplattenlaufwerke stecken will, die in KI-Rechenzentren eingesetzt werden.

Mit Abgaben zeigten sich in der Region Aktien von Sportartikelunternehmen, nachdem Nike durchwachsene Quartalszahlen vorgelegt hatte, worauf die Aktie nachbörslich stark unter Druck geriet. In Tokio gaben Asics um 2,5 Prozent nach, in Hongkong Li Ning um 1,9 Prozent. Anta Sports stiegen dagegen um 0,5 Prozent.

INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.682,10  +0,8    -0,4      08:00 
Topix 500 (Tokio)     3.194,86  -1,0   +20,1      08:00 
Kospi (Seoul)       7.003,74  +0,5   +66,2      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   23.940,07  -2,7    -6,6      10:00 
Shanghai-Composite     Feiertag       -3,2 
Straits-Times (Singapur)  5.629,63  -0,7   +21,2      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   5.990,20  -0,3   -30,7      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.635,81  +0,3    -2,6      10:00 
 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00    Do, 08:49 % YTD 
EUR/USD           1,1254  +0,1   1,1241     1,1309  -4,2 
EUR/JPY           177,68  +0,0   177,66     178,90  -3,4 
EUR/GBP           0,8520  +0,0   0,8518     0,8533  -2,2 
USD/JPY           157,85  -0,1   158,07     158,17  +0,8 
USD/KRW          1.350,85  -0,6  1.358,78    1.358,59  -6,2 
USD/CNY           6,7045  +0,0   6,7045     6,7045  -4,1 
USD/CNH           6,7048  -0,1   6,7132     6,7152  -3,9 
USD/HKD           7,8460  +0,0   7,8455     7,8464  +0,8 
AUD/USD           0,6936  +0,1   0,6929     0,6947  +4,0 
NZD/USD           0,5611  +0,1   0,5603     0,5616  -2,5 
BTC/USD          85.905,61  +1,5 84.616,75    84.117,80  -2,0 
 
 
ROHOEL           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           91,67  -1,3   -1,20      92,87 
Brent/ICE          101,56  -0,7   -0,75     102,31 
 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.180,39  +0,1    2,63    4.177,76 
Silber            61,05  +0,3    0,20      60,85 
Platin           1.729,16  +0,3    5,11    1.724,05 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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October 02, 2026 03:10 ET (07:10 GMT)

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