MÜNCHEN (dpa-AFX) - Mehr als zehn Millionen Menschen haben den ersten Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp gesehen. Laut AGF Videoforschung hatten im Schnitt 10,788 Millionen Interessierte die ZDF-Übertragung aus München vom 2:0 des DFB-Teams gegen Serbien in der Nations League verfolgt. Der Marktanteil lag bei 47,3 Prozent.
Damit lag das Interesse in etwa auf dem Niveau der ersten beiden Spiele unter Klopp gegen die Niederlande (RTL ) am Donnerstag vergangener Woche und gegen Griechenland (ARD) am vergangenen Sonntag. Auch RTL und die ARD hatten bei ihren Übertragungen die Zehn-Millionen-Marke übertroffen. RTL wird am Sonntag (20.45 Uhr) das Rückspiel der deutschen Mannschaft gegen Griechenland in Thessaloniki zeigen.
Mertesacker nimmt Abschied als ZDF-Experte
Für Per Mertesacker war das Spiel gegen Serbien der letzte Einsatz als Experte für das ZDF. Der 42-Jährige übernimmt am 1. Januar den Posten des Geschäftsführers Sport beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Insgesamt war Mertesacker sechs Jahre beim ZDF und gab für den Sender unter anderem bei vier großen Turnieren seine Expertise ab.
Mit emotionalen Worten verabschiedeten ihn Moderator Jochen Breyer und Co-Experte Christoph Kramer. "Danke für diese großartige Zeit", sagte Breyer. Kramer, mit dem Mertesacker den WM-Titel geholt hatte, ergänzte: "Ich nenne nicht viele Freunde. Du bist ein Freund von mir." Er werde ihn vermissen, sagte er weiter und fügte mit einem Schmunzeln hinzu: "Auch wenn ich froh bin, dass ich jetzt mehr reden darf."
Eine Eistonne zum Abschied
Für ihn sei es ebenfalls sehr emotional, sechs Jahre abzuschließen, meinte Mertesacker. "Es war immer etwas Besonderes mit euch", sagte er. "Nicht nur vor der Kamera, auch hinter der Kamera." Jetzt habe er richtig Lust. "für den deutschen Fußball etwas anzuschieben und zu erreichen".
Als Abschiedsgeschenk erhielt Mertesacker eine Eistonne, überreicht von ZDF-Reporter Boris Büchler. Eine Anspielung auf ein Interview mit Büchler bei der WM 2014. Nach dem Viertel-Einzug durch einen Sieg gegen Algerien hatte Mertesacker gereizt auf Büchlers Fragen reagiert und unter anderem den Satz gesagt: "Ich lege mich jetzt drei Tage in die Eistonne und dann werden wir das Spiel in Ruhe analysieren."/clu/DP/stk
