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MÄRKTE EUROPA/Etwas fester - Warten auf EU-Inflation und US-Jobs

DJ MÄRKTE EUROPA/Etwas fester - Warten auf EU-Inflation und US-Jobs

DOW JONES--Etwas fester sind Europas Börsen am Freitag in den Handel gestartet. Etwas stützend wirkt eine leichte Entspannung bei den US-Renditen. Die internationalen Portfolios seien derzeit hauptsächlich an diese und den Ölpreis gekoppelt, heißt es im Handel. Der DAX legt zu um 0,5 Prozent auf 25.070 Punkte, der Euro-Stoxx-50 um 0,5 Prozent auf 6.205 Zähler. Ansonsten warten die Märkte nur auf die Inflationsdaten aus der Eurozone und den großen US-Arbeitsmarktbericht.

Die Renditen der US-Staatsanleihen kamen am Vorabend leicht zurück von ihren Rekordhochs, was für etwas Entspannung am Abend sorgte. Der Ölpreis gibt nach dem Anstieg vom Vortag leicht nach, notiert aber weiter über der Marke von 101 Dollar. Mehrere Fed-Vertreter schlugen am Donnerstag mit Blick auf weitere US-Zinserhöhungen einen abwartenden Ton an und signalisierten, die Leitzinsen auf der kommenden Fed-Sitzung eher unverändert zu lassen.

Händler sehen dies aber ausschließlich politisch getrieben: Eine Zinserhöhung rund eine Woche vor den US-Zwischenwahlen am 3. November dürfte wie politische Einflussnahme wirken. Die Börsen nähmen daher Aktionen der Fed vorweg und preisten bis zu vier Erhöhungen bis ins kommende Jahr ein.

"Auch ein starker US-Arbeitsmarkt heute dürfte Argumente gegen Zinserhöhungen weiter entkräften", sagt ein Händler. Denn die Daten im Wochenverlauf zeigten eine extrem starke US-Wirtschaft. So unter anderem der Lohnanstieg im ADP-Bericht, die sinkenden Entlassungen im Challenger-Bericht und der extrem starke Preisanstieg im ISM-Index.

Dazu zeigten Inflationsdaten aus Europa und nun am Freitagmorgen aus Japan, dass die Auswirkung der Inflation von Volkswirten unterschätzt werde. Bei den EU-Verbraucherpreisen (CPI) werde für September ein Anstieg um 3,2 Prozent erwartet, in der Kernrate ohne Energie ein Plus von 2,4 Prozent. Aus den Niederlanden wurden am Morgen aber schon höhere Werte mit plus 3,4 Prozent vermeldet.

Bei den US-Arbeitsmarktdaten wird ein Plus von nur noch 84.000 Stellen erwartet, eine Halbierung gegenüber dem Vormonat. Je schlechter die Daten ausfallen, desto positiver werde es an den Börsen gesehen, heißt es im Handel. Starke Daten könnten die US-Notenbank dagegen sogar zwingen, die Zinsen noch vor den US-Wahlen zu erhöhen.

Einzelaktien stehen angesichts der Gemengelage um Inflation und Arbeitsmarkt im Hintergrund. Kräftig abwärts um 4,5 Prozent geht es mit Volvo Car. Die Schweden haben schwache Umsatzzahlen vorgelegt und zusätzlich die bisherige Jahresprognose einkassiert. Grund sind schwache Geschäfte in China und den USA.

Adidas geben 0,9 Prozent ab und Puma um 1,6 Prozent. Hier hatte US-Konkurrent Nike am Vorabend einen eher schwachen Ausblick gegeben. Auch bei Nike schwächelt das China-Geschäft. Bei beiden deutschen Werten belasten zusätzlich die gesenkten Kursziele durch Metzler.

Bei Commerzbank geht es sogar 1,9 Prozent nach unten wegen der Abstufung auf "Sector Perform" durch die RBC.

Als Branche vorn stehen die Technologie-Aktien mit 1,6 Prozent Plus. Hier treibt weiter die Zuversicht über andauernde Investionen in KI-Infrastruktur. Bei Schneider Electric und ABB geht es bis zu 1,9 Prozent nach oben. Unter den Chip-Werten ragen Infineon mit 2,5 Prozent Plus hervor, STMicro und ASML klettern bis je 1,4 Prozent.

=== 
Index          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.205,21  +0,5   29,76    6.175,45      7,1 
Stoxx-50        5.285,13  +0,5   23,73    5.261,40      7,5 
DAX          25.069,83  +0,5   130,48    24.939,35      2,3 
MDAX          30.488,31  +0,8   236,94    27.039,42      -0,5 
TecDAX         4.019,85  +1,0   40,37    3.091,28      11,0 
SDAX          18.294,02  +0,6   115,34    13.062,07      6,5 
FTSE          10.459,04  +0,3   30,77    10.428,27      5,3 
CAC           7.874,86  +0,5   39,55    7.835,31      -3,4 
SMI          13.673,69  +0,4   50,84    13.622,85      3,0 
ATX           6.712,63  +0,5   34,22    6.678,41      26,0 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:07 Uhr 
EUR/USD          1,1258  +0,2   0,0017     1,1241     1,1255 
EUR/JPY          177,51  -0,1  -0,1500     177,66    177,7000 
EUR/CHF          0,9315  -0,3  -0,0025     0,9340     0,9356 
EUR/GBP          0,8522  +0,1   0,0004     0,8518     0,8523 
USD/JPY          157,65  -0,3  -0,4200     158,07    157,8800 
GBP/USD          1,3208  +0,1   0,0009     1,3199     1,3203 
USD/CNY          6,7045  +0,0   0,0015     6,7045     6,7045 
USD/CNH          6,7022  -0,2  -0,0110     6,7132     6,7179 
AUS/USD          0,6939  +0,1   0,0010     0,6929     0,6923 
Bitcoin/USD      85.838,78  +1,4  1.222,03    84.616,75   84.085,33 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         90,68  -2,4   -2,19      92,87 
Brent/ICE         101,14  -1,1   -1,17     102,31 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.183,47  +0,1    5,71    4.177,76 
Silber           61,16  +0,5    0,31      60,85 
Platin         1.735,42  +0,7   11,37    1.724,05 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

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October 02, 2026 03:53 ET (07:53 GMT)

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