Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Auf ihrem September-Zinsentscheid hat sich die EZB etwas hawkisher positioniert als erwartet, so die Analysten der DekaBank.Die Anhebung der Leitzinsen um 25 Basispunkte (Bp) sei bereits fest eingepreist worden, doch auch für einen weiteren Zinsschritt nach oben habe sich Präsidentin Lagarde offen gezeigt. Zwar gebe es noch keine Anzeichen für Zweitrundeneffekte, aber die steigenden Energiepreise würden die Sorgen mehren, dass Unternehmen die zunehmenden Kosten künftig verstärkt weiterreichen könnten. Aufgrund der eskalierenden Situation im Nahen Osten hätten auch die Analysten ihre Prognosen für die Energiepreise nach oben angepasst. In der Folge würden die Analysten erwarten, dass die EZB noch einmal, voraussichtlich auf ihrer Dezember-Sitzung, die Leitzinsen anheben werde. Sofern aber die Energiepreise nicht nochmals spürbar zulegen würden, würden im Frühjahr Basiseffekte zu einer deutlichen Reduktion der Inflationsraten führen und somit das Zeitfenster für weitere Zinsanhebungen schließen. Daher würden die Analysten die im Geldmarkt eingepreisten Anhebungserwartungen von fast vier weiteren Schritten für übertrieben halten. ...Den vollständigen Artikel lesen ...
© 2026 anleihencheck.de

