DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Inflation in der Eurozone steigt wegen höherer Energiekosten auf Dreijahreshoch
Die Inflation in der Eurozone ist im vergangenen Monat auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen. Angetrieben wurde die Entwicklung durch sich beschleunigende Energiepreise. Ein jüngster Anstieg der Renditen von Staatsanleihen könnte die Europäische Zentralbank jedoch skeptisch gegenüber einer erneuten Anhebung ihres Leitzinses stimmen. Die Verbraucherpreise lagen im September um 3,8 Prozent höher als im Vorjahresmonat, nach einer jährlichen Inflationsrate von 3,2 Prozent im August, wie das Statistikamt der Europäischen Union, Eurostat, am Freitag mitteilte. Dies war der schnellste Preisanstieg seit September 2023.
Euroraum-Unternehmen dürften Energiepreise überwälzen
Commerzbank-Volkswirt Vincent Stamer rechnet damit, dass Unternehmen im Euroraum ihre höheren Energiekosten zunehmend auf die Kunden überwälzen werden. "Neben den teureren Kraftstoffen dürfte auch der gestiegene Erdgaspreis in den kommenden Quartalen die Kosten erhöhen", schreibt er in einem Kommentar zum unerwartet deutlichen Anstieg der Verbraucherpreise im September. Zwar fehlten in den vorläufigen September-Daten noch Details, doch zeigten nationale Daten, dass im September die Teuerungsrate für Transportdienstleistungen wie Passagierflüge gestiegen sei. "Das dürfte bereits ein Vorbote der indirekten Effekte durch die hohen Energiepreise sein", erläutert er.
ESRB/Rehn: Weiter nach richtigem Konzept für "Safe Asset" suchen
Olli Rehn, Mitglied des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB) hat sich in seiner Eigenschaft als stellvertretender Chef des Systemrisikorats ESRB dafür ausgesprochen, einen gemeinsamen sicheren Vermögenswert (Safe Asset) für den Euroraum zu schaffen. "Viele Vorschläge liegen auf dem Tisch; keiner hat bisher allgemeine Unterstützung gefunden. Das ist kein Grund, die Suche aufzugeben - es ist ein Grund, weiter nach einem tragfähigen Konzept zu suchen", sagte er laut veröffentlichtem Redetext bei der ESRB-Jahrestagung in Frankfurt.
Ifo-Geschäftsklima in der Chemie weiter verbessert
Das Geschäftsklima in der deutschen Chemieindustrie hat sich im September weiter erholt. Der entsprechende Index stieg auf plus 5,5 Punkte von minus 2,6 Punkten im Vormonat, wie das Ifo-Institut mitteilte. Es ist der zweite Anstieg in Folge.
Maßgeblicher Treiber der Erholung waren die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate, die sich spürbar auf plus 2,3 Punkte aufhellten, nachdem sie im August noch bei minus 15,0 Punkten gelegen hatten. Auch die aktuelle Lage schätzten die Chemieunternehmen mit plus 8,8 Punkten erneut positiv ein.
DJG/DJN/apo
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October 02, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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