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MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Gewinne aus - Fokus auf US-Arbeitsmarktdaten

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Gewinne aus - Fokus auf US-Arbeitsmarktdaten

DOW JONES--Europas Börsen bauen die Gewinne am Freitagmittag aus. Die EU-Verbraucherpreise sind mit plus 2,5 Prozent in der Kernrate nicht noch stärker als erwartet gestiegen. "Vor allem die Angst vor Zweitrundeneffekten und einer Ausbreitung der Energiepreis-getriebenen Inflation wird dadurch eingedämmt", sagt ein Händler. Ein anderer Marktteilnehmer gibt aber zu bedenken, dass die Gesamtrate der Inflation sich der 4-Prozent-Marke mit 3,8 Prozent annähert: "Das ist fast doppelt so hoch wie das EZB-Ziel". Der Markt verlasse sich momentan ausschließlich darauf, dass die Ölpreise wieder schnell fallen und damit der Haupttreiber der Inflation entfällt: "Die Rechnung kann auch schnell daneben gehen."

Der DAX gewinnt 1,0 Prozent auf 25.199 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,8 Prozent auf 6.224 Punkte nach oben. Etwas Unterstützung für die Börsen kommt vom fallenden Ölpreis. Brent verliert 2,5 Prozent und notiert knapp unter der Marke von 100 Dollar das Fass. Kein Störfeuer kommt aucxh von den Anleihemärkten. 10-jährige US-Benchmarkanleihen rentieren unverändert bei 5,23 Prozent, die Rendite der deutschen Pendants gibt ebenfalls etwas nach. Allerdings steigen die französischen Renditen teilweise weiter - ein Warnsignal.

Die Anleger warten nun auf die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts am Nachmittag. "Auch ein starker US-Arbeitsmarkt heute dürfte Argumente gegen Zinserhöhungen weiter entkräften", sagt ein Händler. Denn die Daten im Wochenverlauf zeigten eine extrem starke US-Wirtschaft. So unter anderem der Lohnanstieg im ADP-Bericht, die sinkenden Entlassungen im Challenger-Bericht und der extrem starke Preisanstieg im ISM-Index.

Bei den US-Arbeitsmarktdaten wird ein Plus von nur noch 84.000 Stellen erwartet, eine Halbierung gegenüber dem Vormonat. Je schlechter die Daten ausfallen, desto positiver werde es an den Börsen gesehen, heißt es im Handel. Starke Daten könnten die US-Notenbank dagegen sogar zwingen, die Zinsen noch vor den US-Wahlen zu erhöhen.

Als Branche vorn stehen die Technologie-Aktien mit 2 Prozent Plus. Hier treibt weiterhin die Zuversicht über andauernde Investitionen in KI-Infrastruktur. Bei Schneider Electric und ABB geht es bis zu 2,4 Prozent nach oben. Unter den Chip-Werten ragen Infineon mit 5,1 Prozent Plus hervor, STMicro und ASML klettern um bis zu 2,6 Prozent.

Einzelaktien stehen angesichts der Gemengelage um Inflation und Arbeitsmarkt im Hintergrund. Kräftig abwärts um 5,3 Prozent geht es mit Volvo Car. Die Schweden haben schwache Umsatzzahlen vorgelegt und zusätzlich die bisherige Jahresprognose einkassiert. Grund sind schwache Geschäfte in China und den USA.

Adidas steigen 1,3 Prozent ab und Puma um 1,7 Prozent. Und das trotz eines schwachen Ausblicks des US-Konkurrenten Nike am Vorabend. Jefferies spricht bei Adidas nach den Aussagen im sogenannten Pre-Close Call von einer im zweiten Halbjahr stärker als vom Markt erwartet in das vierte Quartal verlagerten Gewinnentwicklung, auch wenn die eigenen Schätzungen dies bereits weitgehend berücksichtigt hätten. Das vierte Quartal stellt nach Einschätzung der Analysten einen wichtigen Gradmesser dar, wenn dann im ersten Halbjahr 2027 die Vergleichsbasis härter werde. Dabei sei Adidas zuversichtlich, die Effekte aus der Weltmeisterschaft aus dem ersten Quartal mit guter Dynamik kompensieren zu können.

Kion geben deutlich um 6,5 Prozent nach. Im Handel wird auf den Pre-Close-Call des Unternehmens zum dritten Quartal verwiesen. Dieser soll nicht überzeugt haben, der Auftragseingang bei IAS sei schwach und bei ITS soll die Marge nicht überzeugen, heißt es.

Bei Commerzbank geht es 1,9 Prozent nach unten wegen der Abstufung auf "Sector Perform" durch die RBC.

=== 
Index          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.224,13  +0,8   48,68    6.175,45      7,5 
Stoxx-50        5.296,46  +0,7   35,06    5.261,40      7,7 
DAX          25.199,29  +1,0   259,94    24.939,35      2,9 
MDAX          30.434,10  +0,6   182,73    27.039,42      -0,6 
TecDAX         4.046,16  +1,7   66,68    3.091,28      11,7 
SDAX          18.266,87  +0,5   88,19    13.062,07      6,4 
FTSE          10.450,71  +0,2   22,44    10.428,27      5,2 
CAC           7.878,75  +0,6   43,44    7.835,31      -3,3 
SMI          13.684,58  +0,5   61,73    13.622,85      3,1 
ATX           6.681,07  +0,0    2,66    6.678,41      25,4 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:07 Uhr 
EUR/USD          1,1238  -0,0  -0,0003     1,1241     1,1255 
EUR/JPY          177,24  -0,2  -0,4200     177,66    177,7000 
EUR/CHF          0,9307  -0,4  -0,0033     0,9340     0,9356 
EUR/GBP          0,8506  -0,1  -0,0012     0,8518     0,8523 
USD/JPY          157,71  -0,2  -0,3600     158,07    157,8800 
GBP/USD          1,321  +0,1   0,0011     1,3199     1,3203 
USD/CNY          6,7045  +0,0   0,0015     6,7045     6,7045 
USD/CNH          6,7071  -0,1  -0,0061     6,7132     6,7179 
AUS/USD          0,6939  +0,1   0,0010     0,6929     0,6923 
Bitcoin/USD      86.503,45  +2,2  1.886,70    84.616,75   84.085,33 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         89,39  -3,8   -3,48      92,87 
Brent/ICE         99,73  -2,5   -2,58     102,31 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.178,05  +0,0    0,29    4.177,76 
Silber           60,99  +0,2    0,14      60,85 
Platin         1.722,48  -0,1   -1,57    1.724,05 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

October 02, 2026 07:53 ET (11:53 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
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