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MÄRKTE USA/Wall Street fest - US-Arbeitsmarkt macht Zinserhöhung unwahrscheinlicher

DJ MÄRKTE USA/Wall Street fest - US-Arbeitsmarkt macht Zinserhöhung unwahrscheinlicher

DOW JONES--Die Wall Street ist mit Gewinnen zum Wochenausklang in den Handel gestartet. Ein überraschend schwacher US-Arbeitsmarktbericht für September macht eine Zinserhöhung der US-Notenbank im Oktober zunehmend unwahrscheinlicher. Es wurden lediglich 29.000 neue Stellen geschaffen, entgegen der Erwartung einer Zunahme um 84.000. Die Angaben für die beiden Vormonate wurden zudem um 60.000 Jobs nach unten revidiert. Die Arbeitslosenqoute lag unverändert bei 4,1 Prozent. Die US-Stundenlöhne stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,1 (0,3) Prozent. Im Jahresvergleich lagen die Löhne um 3,0 (3,1) Prozent höher. Ökonomen hatten ein monatliches Plus von 0,3 Prozent und eine Jahresrate von 3,1 Prozent erwartet.

Der Dow-Jones-Index verbessert sich um 0,6 Prozent auf 51.221 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 steigt um 0,8 Prozent und die tecchnologielastigen Nasdaq-Indizes erhöhen sich um bis zu 1,1 Prozent.

Aus der Fed kamen zuletzt außerdem eher zurückhaltende Töne. Fed-Gouverneur Philip Jefferson sagte, die Zentralbank benötige möglicherweise mehr Zeit, um die Richtung der Wirtschaft zu beurteilen, bevor sie weitere geldpolitische Anpassungen vornehme. Dies folgt auf ähnliche Bemerkungen des Präsidenten der New Yorker Fed, John Williams, diese Woche. Nach dem schwachen Arbeitsmarktbericht preisen Fed-Funds-Futures eine US-Zinserhöhung im Oktober zu 16 (zuvor: 22) Prozent ein.

Der US-Stellenaufbau hat im September die Erwartungen verfehlt, aber Ökonomen zufolge muss die Wirtschaft nicht mehr so viele Arbeitsplätze schaffen wie früher, um den Arbeitsmarkt stabil zu halten. Der Arbeitsmarkt werde aufgrund von zwei Einschränkungen beim Arbeitskräfteangebot - Demografie und eine restriktive Einwanderungspolitik - von Zeit zu Zeit weiterhin schwache Zahlen aufweisen, so Joe Brusuelas, Chefökonom bei RSM. "Wir müssen monatlich 35.000 Arbeitsplätze schaffen, um den US-Arbeitsmarkt stabil zu halten. Wenn wir also 29.000 hinzugewinnen, steht das im Einklang damit", sagte Brusuelas dem WSJ. Künftig solle man weiterhin mit einem Stellenaufbau in der monatlichen Größenordnung von rund 50.000 rechnen.

Die gestiegene Aussicht auf eine ausbleibende Zinserhöhung im Oktober treibt den Goldpreis an. Für die Feinunze geht es um 0,4 Prozent auf 4.194 Dollar nach oben. Das Edelmetall baut nach den Daten seine Gewinne deutlicher aus. Dagegen zeigt sich der Dollar mit leichten Abgaben. Der Dollar-Index fällt um 0,2 Prozent zurück.

Am Anleihemarkt kommen die Renditen zwischenzeitlich unter leichten Abgabedruck. Die Rendite der 10-jährigen Papiere verliert 2 Basispunkte auf 5,21 Prozent, verglichen mit 5,24 Prozent vor den Arbeitsmarktdaten. Sie liegt damit aber deutlich unter der am Vortag erreichten Marke von 5,34 Prozent - dem höchsten Niveau seit 2002.

Leicht stützend wirken auch die deutlich fallenden Ölpreise. Ein Barrel der Sorte Brent verliert 2,5 Prozent auf 99,71 Dollar. Die Ölpreise geben angesichts von Anzeichen für eine Erholung der Rohölexporte aus dem Golf nach, obwohl die Spannungen in der Region aufgrund von Sorgen über weitere militärische Maßnahmen und Angriffe auf die Schifffahrt erhöht bleiben, heißt es. "Knappe Destillatmärkte, eine verringerte Verfügbarkeit von raffinierten Produkten und die Unsicherheit bezüglich der Schifffahrt im Nahen Osten stützen weiterhin die Preise, aber jeder Hinweis auf stärkere Angebotsströme kann schnell Gewinnmitnahmen auslösen", meint Naeem Aslam von Zaye Capital Markets.

Die Nike-Aktie knickt um 6,4 Prozent ein. Die Ergebnisse zeigen, dass der nordamerikanische Erholungsplan des Unternehmens funktioniere, die Leistung in China jedoch das Wachstum belaste, so Randal Konik von Jefferies. Die Prognose von Nike für das Jahr 2027 sei schwächer als erwartet ausgefallen, und China sei der größte Belastungsfaktor für die Aussichten des Unternehmens, ergänzt der Analyst.

ON Semiconductor steigen um 6,3 Prozent, nachdem der Chiphersteller dem Kauf von Synaptics für 5,7 Milliarden US-Dollar in bar zugestimmt hat, verglichen mit zuvor 7 Milliarden US-Dollar in Aktien. Die Aktien von Synaptics erhöhen sich um 13,7 Prozent.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          51.221,41  +0,6  +294,85    50.926,56 
S&P-500         7.725,45  +0,8   +59,00    7.666,45 
NASDAQ Comp      27.178,48  +1,1  +306,89    26.871,60 
NASDAQ 100       30.806,14  +1,0  +304,58    30.501,56 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,76 -0,03    4,81      4,69 
5 Jahre           4,97 -0,03    5,03      4,90 
10 Jahre          5,21 -0,02    5,26      5,16 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:07 Uhr 
EUR/USD          1,1252  +0,1   0,0011     1,1241     1,1255 
EUR/JPY          177,17  -0,3  -0,4900     177,66    177,7000 
EUR/CHF          0,9316  -0,3  -0,0024     0,9340     0,9356 
EUR/GBP          0,8504  -0,2  -0,0014     0,8518     0,8523 
USD/JPY          157,46  -0,4  -0,6100     158,07    157,8800 
GBP/USD          1,3228  +0,2   0,0029     1,3199     1,3203 
USD/CNY          6,7045  +0,0   0,0015     6,7045     6,7045 
USD/CNH          6,7042  -0,1  -0,0090     6,7132     6,7179 
AUS/USD          0,6968  +0,6   0,0039     0,6929     0,6923 
Bitcoin/USD      86.814,57  +2,6  2.197,82    84.616,75   84.085,33 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         89,05  -4,1   -3,82      92,87 
Brent/ICE         99,71  -2,5   -2,60     102,31 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.194,29  +0,4   16,53    4.177,76 
Silber           61,46  +1,0    0,61      60,85 
Platin         1.724,98  +0,1    0,93    1.724,05 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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October 02, 2026 09:42 ET (13:42 GMT)

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