WIEN (dpa-AFX) - Wichtige Ölexportländer des Verbunds Opec+ wollen ihre Förderziele auch im November nicht anheben. Das teilten Saudi-Arabien, Russland und weitere fünf Staaten nach einer Online-Sitzung mit. Somit werden die Produktionslimits der Gruppe den zweiten Monat in Folge gleich bleiben.
Diese Länder hatten zuvor seit dem vergangenen Herbst ihre vereinbarten Quoten nach und nach gesteigert, doch die tatsächliche Produktion konnte damit nicht Schritt halten. Das liegt vor allem am Iran-Krieg, der die wichtige Öltransportroute durch die Straße von Hormus erfasst hat.
Hormuz: Erneut Angriff auf Tanker
Schätzungen von Marktbeobachtern würden jedoch darauf hinweisen, dass Ölexporte aus der Golfregion trotz des Konflikts zuletzt wieder gestiegen seien, hieß es vom Analyseteam der Commerzbank. Doch die Lage bleibt volatil: Nach Angaben eines Kapitäns wurde in der Meerenge erneut ein Tanker beschossen, wie die britische Schifffahrtsbehörde (UKMTO) am Sonntag meldete.
Die Gruppe der sieben führenden Industrieländer (G7) hatte am Freitag entschieden, in den nächsten vier Monaten 100 Millionen Barrel (je 159 Liter) an Rohöl- und Dieselreserven freizugeben. Ob die Preise an den Märkten und Tankstellen dadurch nachhaltig gedämpft werden können, ist fraglich. In Erwartung der G7-Entscheidung war der Preis für Brent-Öl aus der Nordsee deutlich auf 98,72 US-Dollar pro Barrel gefallen, doch zu Handelsschluss am Freitag lag er bereits wieder bei 102,25 Euro./al/DP/zb
