DJ EUREX/Deutsche Bund-Futures gesucht - Hohe Zinsdifferenz zu Frankreich "gefährlich"
DOW JONES--Weiter aufwärts geht es am Montagmorgen mit den deutschen Renten-Futures. Händler sehen dahinter als Hauptgrund weiter die seit über einer Woche laufenden Umschichtungen zulasten von französischen Anleihen. Die Zinsdifferenz zwischen deutschen und französischen Staatsanleihen würde sich damit weiter ausweiten. Der Dezember-Kontrakt des deutschen Bund-Futures steigt um 26 Ticks auf 121,32 Prozent. Das Tageshoch liegt bislang bei 121,34 Prozent und das Tagestief bei 121,06 Prozent. Umgesetzt wurden bisher 37.507 Kontrakte. Der Buxl-Futures steigt um 22 Ticks auf 102,66 Prozent. Der Bobl-Futures gewinnt 18 Ticks auf 112,98 Prozent.
Renten-Experte Hauke Siemßen von der Commerzbank: "Die Dynamik an den Bondmärkten erinnert zunehmend an die Staatsschuldenkrise". Die Erholung vom Freitagnachmittag mache zwar Hoffnung, doch da kein Wellenbrecher in Sicht sei, dürften sich die Flucht in Qualität und die Spread-Ausweitungen wohl fortsetzen. Die Dynamik sei besorgniserregend, am Freitag habe sich der Ausverkauf französischer Anleihen beschleunigt und die Zinsdifferenz mit der Nähe zur Marke von 160 Basispunkten einen neuen Höchststand gezeigt. Zwar gebe es angesichts des anhaltenden Haushaltsstreits und der drohenden Wahlrisiken im nächsten Jahr fundamentale Gründe, allerdings scheine sich der Zinsdifferenz-Abverkauf zunehmend von selbst zu verstärken, was ein gefährliches Marktumfeld schaffte, warnt Siemßen.
DJG/mod/gos
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October 05, 2026 02:31 ET (06:31 GMT)
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