Berlin/München (ots) -
Künstliche Intelligenz beeinflusst bereits heute, wie Kinder lernen, kommunizieren und nach emotionaler Unterstützung suchen.
Täglich werden die Möglichkeiten durch den Einsatz von KI größer, doch Fachleute weisen auch auf die massiven Schutzlücken hin. Durch diese steigen die Risiken für Kinder und Jugendliche im Netz deutlich an, insbesondere bei sexualisierter Gewalt und Mobbing mit Deepfakes sowie psychischen Abhängigkeiten von virtuellen Gefährten (Companion-Chatbots).
Die Kinderrechtsorganisationen SOS-Kinderdörfer weltweit und Terre des Hommes haben deshalb die Vorstudie "Sicher mit KI aufwachsen" in Auftrag gegeben. Basierend auf der Perspektive junger Menschen und internationaler KI-Expert*innen fordern sie von Tech-Unternehmen und der Politik wirksame Schutzmaßnahmen in vier zentralen Handlungsfeldern: Technik, Wissen, Recht und Beteiligung.
O-Töne
"Kinder wachsen nicht neben KI auf, sondern mit ihr. Doch während Tech-Konzerne Milliarden verdienen, bleiben junge Menschen häufig schutzlos - insbesondere gegenüber Deepfakes, manipulativen Algorithmen und emotionaler Abhängigkeit. Deshalb muss Kindesschutz von Anfang an Teil jeder KI-Anwendung sein. Wir brauchen verbindliche Standards für Safety by Design, eine wirksame Alterskontrolle und die systematische Beteiligung von Kindern an KI-Regulierung", so Joshua Hofert, Vorstandssprecher von Terre des Hommes.
"Während Tech-Firmen die Entwicklung von KI-Anwendungen mit unvorstellbaren Summen vorantreiben, hinkt die gesetzliche Regulierung zunehmend hinterher. Um die Risiken für Kinder durch KI zu senken, müssen wir umfassende Maßnahmen ergreifen. Kinderschutz bedeutet aber nicht nur, Risiken zu reduzieren. Kinder und Jugendliche brauchen Kompetenzen, um digitale Räume kritisch, sicher und selbstbewusst nutzen zu können", sagt Frau Prof. Dr. Sabina Schutter von den SOS-Kinderdörfern weltweit.
Die vier Handlungsfelder im Überblick:
- Schutz durch Technik - etwa durch wirksame Altersverifikation, verpflichtende altersgerechte Standardeinstellungen und das Verbot von manipulativen Mustern
- Schutz durch Wissen - etwa durch Leitlinien für Eltern und Lehrkräfte, Einbindung des Themas in Lehrpläne und Langzeitforschung zu den Auswirkungen von KI-Anwendungen
- Schutz durch Recht - etwa durch internationale Mindeststandards, die Ergänzung bestehender Gesetze und die konsequente Sanktionierung von Rechtsverstößen
- Schutz durch Beteiligung - insbesondere durch die systematische Einbindung von Kindern und Jugendlichen in die Entwicklung und Regulierung von KI
Den Forderungskatalog der beiden Kinderrechtsorganisationen finden Sie unter diesem Link (https://www.tdh.de/fileadmin/user_upload/Verein/01_Informieren/Themen/Digitale_Kinderrechte/Forderungspapier_KI_und_Kinderschutz_Terre_des_Hommes_und_SOS_Kinderdoerfer_02.10.2026.pdf).
Weitere Informationen sowie einen Link zur Studie können Sie hier abrufen:
www.sos-kinderdoerfer.de/ki-kinderschutz
www.tdh.de/sicher-mit-ki
---------------------------------
SOS-Kinderdörfer weltweit setzt sich als unabhängige und soziale Organisation für Kinder ein, die verwaist oder verlassen sind oder deren Familien nicht in der Lage sind, für sie zu sorgen. Dank Bildung, medizinischer Versorgung und psychologischer Betreuung schaffen Kinder es, aus ihrer Notlage herauszuwachsen. Die Organisation ist in mehr als 130 Ländern mit über 3500 Hilfsprogrammen aktiv, unter anderem mit Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren sowie Krankenstationen. Zudem leisten die SOS-Kinderdörfer in akuten Krisen Nothilfe.
Terre des Hommes schützt Kinder vor Gewalt, Ausbeutung und den Folgen von Krieg, Vertreibung und Umweltzerstörung. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen fördert Terre des Hommes nachhaltige Projekte in mehr als 40 Ländern und leistet humanitäre Hilfe. Junge Menschen weltweit sowie Mitglieder in Deutschland setzen sich für Kinderrechte ein. Die Kinderrechtsorganisation agiert dabei unabhängig von Regierungen, Wirtschaft, Religionsgemeinschaften und Parteien.
Rückfragen und Interviews:
Julian Merzbacher
Tel. 0151-25833208
E-Mail: julian.merzbacher@sos-kd.org
Esther Yungsung Lisa Rüden
Tel. 030-166385368 oder 0171-6729748
E-Mail: e.rueden@tdh.de
Original-Content von: Terre des Hommes Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/9646/6364623
Künstliche Intelligenz beeinflusst bereits heute, wie Kinder lernen, kommunizieren und nach emotionaler Unterstützung suchen.
Täglich werden die Möglichkeiten durch den Einsatz von KI größer, doch Fachleute weisen auch auf die massiven Schutzlücken hin. Durch diese steigen die Risiken für Kinder und Jugendliche im Netz deutlich an, insbesondere bei sexualisierter Gewalt und Mobbing mit Deepfakes sowie psychischen Abhängigkeiten von virtuellen Gefährten (Companion-Chatbots).
Die Kinderrechtsorganisationen SOS-Kinderdörfer weltweit und Terre des Hommes haben deshalb die Vorstudie "Sicher mit KI aufwachsen" in Auftrag gegeben. Basierend auf der Perspektive junger Menschen und internationaler KI-Expert*innen fordern sie von Tech-Unternehmen und der Politik wirksame Schutzmaßnahmen in vier zentralen Handlungsfeldern: Technik, Wissen, Recht und Beteiligung.
O-Töne
"Kinder wachsen nicht neben KI auf, sondern mit ihr. Doch während Tech-Konzerne Milliarden verdienen, bleiben junge Menschen häufig schutzlos - insbesondere gegenüber Deepfakes, manipulativen Algorithmen und emotionaler Abhängigkeit. Deshalb muss Kindesschutz von Anfang an Teil jeder KI-Anwendung sein. Wir brauchen verbindliche Standards für Safety by Design, eine wirksame Alterskontrolle und die systematische Beteiligung von Kindern an KI-Regulierung", so Joshua Hofert, Vorstandssprecher von Terre des Hommes.
"Während Tech-Firmen die Entwicklung von KI-Anwendungen mit unvorstellbaren Summen vorantreiben, hinkt die gesetzliche Regulierung zunehmend hinterher. Um die Risiken für Kinder durch KI zu senken, müssen wir umfassende Maßnahmen ergreifen. Kinderschutz bedeutet aber nicht nur, Risiken zu reduzieren. Kinder und Jugendliche brauchen Kompetenzen, um digitale Räume kritisch, sicher und selbstbewusst nutzen zu können", sagt Frau Prof. Dr. Sabina Schutter von den SOS-Kinderdörfern weltweit.
Die vier Handlungsfelder im Überblick:
- Schutz durch Technik - etwa durch wirksame Altersverifikation, verpflichtende altersgerechte Standardeinstellungen und das Verbot von manipulativen Mustern
- Schutz durch Wissen - etwa durch Leitlinien für Eltern und Lehrkräfte, Einbindung des Themas in Lehrpläne und Langzeitforschung zu den Auswirkungen von KI-Anwendungen
- Schutz durch Recht - etwa durch internationale Mindeststandards, die Ergänzung bestehender Gesetze und die konsequente Sanktionierung von Rechtsverstößen
- Schutz durch Beteiligung - insbesondere durch die systematische Einbindung von Kindern und Jugendlichen in die Entwicklung und Regulierung von KI
Den Forderungskatalog der beiden Kinderrechtsorganisationen finden Sie unter diesem Link (https://www.tdh.de/fileadmin/user_upload/Verein/01_Informieren/Themen/Digitale_Kinderrechte/Forderungspapier_KI_und_Kinderschutz_Terre_des_Hommes_und_SOS_Kinderdoerfer_02.10.2026.pdf).
Weitere Informationen sowie einen Link zur Studie können Sie hier abrufen:
www.sos-kinderdoerfer.de/ki-kinderschutz
www.tdh.de/sicher-mit-ki
---------------------------------
SOS-Kinderdörfer weltweit setzt sich als unabhängige und soziale Organisation für Kinder ein, die verwaist oder verlassen sind oder deren Familien nicht in der Lage sind, für sie zu sorgen. Dank Bildung, medizinischer Versorgung und psychologischer Betreuung schaffen Kinder es, aus ihrer Notlage herauszuwachsen. Die Organisation ist in mehr als 130 Ländern mit über 3500 Hilfsprogrammen aktiv, unter anderem mit Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren sowie Krankenstationen. Zudem leisten die SOS-Kinderdörfer in akuten Krisen Nothilfe.
Terre des Hommes schützt Kinder vor Gewalt, Ausbeutung und den Folgen von Krieg, Vertreibung und Umweltzerstörung. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen fördert Terre des Hommes nachhaltige Projekte in mehr als 40 Ländern und leistet humanitäre Hilfe. Junge Menschen weltweit sowie Mitglieder in Deutschland setzen sich für Kinderrechte ein. Die Kinderrechtsorganisation agiert dabei unabhängig von Regierungen, Wirtschaft, Religionsgemeinschaften und Parteien.
Rückfragen und Interviews:
Julian Merzbacher
Tel. 0151-25833208
E-Mail: julian.merzbacher@sos-kd.org
Esther Yungsung Lisa Rüden
Tel. 030-166385368 oder 0171-6729748
E-Mail: e.rueden@tdh.de
Original-Content von: Terre des Hommes Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/9646/6364623
© 2026 news aktuell
