Olpe (ots) -
Mit dem Ende der Hauptsaison bleiben viele Ferienwohnungen über Wochen oder Monate ungenutzt. Auch dann muss der Erhalt der Trinkwassergüte gewährleistet sein. Vermieter haben dabei grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Sie lassen die Trinkwasserinstallation ruhen und setzen sie vor der nächsten Nutzung fachgerecht wieder in Betrieb - oder sie sorgen auch während der Pause für einen regelmäßigen Wasserwechsel. Elektronische Armaturen von SCHELL unterstützen dabei, indem sie in festgelegten Intervallen automatische Stagnationsspülungen auslösen.
Trinkwasser ist ein Lebensmittel und kann verderben, wenn es zu lange in der Installation steht. Die Trinkwasserverordnung nimmt deshalb auch Vermieter in die Pflicht: Sie müssen die Trinkwasserinstallation so betreiben, dass die Wassergüte erhalten bleibt. Konkret bedeutet das einen vollständigen Wasserwechsel über alle Entnahmestellen spätestens alle 72 Stunden - möglichst durch Nutzung. Bleibt diese aus, gilt das als Betriebsunterbrechung. Gerade in der Nebensaison ist diese Grenze schnell erreicht. Für die Küche gilt eine noch schärfere Grenze: Zum Trinken und Kochen soll Trinkwasser laut Umweltbundesamt nicht länger als vier Stunden in der Installation gestanden haben.
Dahinter steckt ein konkretes Gesundheitsrisiko: In stehendem Wasser können sich Legionellen übermäßig vermehren. Übertragen werden sie durch zerstäubtes, vernebeltes Wasser - Aerosole, wie sie beim Duschen oder Händewaschen entstehen und eingeatmet schwere Infektionen wie die Legionärskrankheit auslösen können.
Wie lange die Wohnung stillsteht, entscheidet über den Aufwand
Die technischen Regelwerke sehen für die Wiederinbetriebnahme abgestufte Maßnahmen vor - je länger der Stillstand, desto höher sind Aufwand und Kosten.
- bis 72 Stunden: Ein Wasserwechsel über alle Entnahmestellen genügt, möglichst durch Nutzung.
- über 72 Stunden bis 7 Tage: Alle Entnahmestellen sind gemäß DIN EN 806-5, Kapitel 8, für mindestens 5 Minuten vollständig zu öffnen - mehrere davon gleichzeitig, um eine turbulente Strömung zu erzielen.
- über 7 Tage bis 4 Wochen: Zusätzlich ist eine mechanische Reinigung gemäß DVGW-Arbeitsblatt W 551-3 (A) erforderlich.
- über 4 Wochen bis 6 Monate: Hinzu kommen mikrobiologische Freigabeprüfungen. Ob die Installation auch längerfristig einwandfreies Trinkwasser liefert, lässt sich erst nach bis zu 24 Wochen beurteilen.
- über 6 Monate: Der Betreiber informiert das Wasserversorgungsunternehmen, die Trinkwasserinstallation wird von der öffentlichen Versorgung abgetrennt. Die Wiederinbetriebnahme erfolgt dann gemäß DIN EN 806-4 wie bei einer neuen Anlage.
Automatische Stagnationsspülungen statt Spülen von Hand
Dieser gesamte Aufwand entfällt, wenn über den Winter ein regelmäßiger, vollständiger Wasserwechsel über alle Entnahmestellen stattfindet. Von Hand ist das grundsätzlich möglich, macht aber viel Arbeit und kostet Zeit. Das bedeutet konkret: Alle drei Tage muss jemand vor Ort sein und alle Armaturen öffnen. Elektronische Armaturen von SCHELL können hier Abhilfe schaffen. Sie lösen die Spülungen automatisch aus und erhalten so den bestimmungsgemäßen Betrieb. Gespült wird bedarfsgerecht und mit dem geringstmöglichen Wasserverbrauch. Im Vergleich zu manuellen Spülungen lässt sich so Wasser, Zeit und Geld sparen. Besonders sinnvoll ist ihr Einsatz an strategisch wichtigen Punkten wie Gäste-WC, zweitem Bad und Küche, die oft am Anfang oder Ende der Wohnungsinstallation liegen: Werden sie regelmäßig genutzt oder automatisch gespült, durchströmt der Wasserwechsel auch die Wohnungszuleitung und einen Teil der Hauptleitung. Die Waschtisch-Armatur MODUS E etwa spült selbsttätig, wenn 24 Stunden lang kein Wasser entnommen wurde - im leerstehenden Objekt also fortlaufend, ohne dass jemand vor Ort sein muss. Noch mehr Möglichkeiten bieten die Waschtisch-Armaturen wie CELIS E², XERIS E² und PURIS E²: Alle Armaturen der Generation E² lassen sich via Bluetooth ganz einfach und intuitiv über die SCHELL App bedienen. So können Stagnationsspülungen flexibel geplant und gesteuert werden. Für die Küche eignet sich die hybride Armatur GRANDIS E, die berührungslose Sensortechnik mit der klassischen Bedienung per Einhebelmischer vereint und Stagnationsspülungen nach festgelegten Spülintervallen durchführt.
Elektronische Armaturen sind nicht nur in der Winterpause sinnvoll: Auch in der Saison bleibt eine Ferienwohnung zwischen zwei Buchungen oft mehrere Tage leer, und die 72 Stunden sind schnell überschritten. Die automatischen Stagnationsspülungen greifen dann ebenso - Vermieter sind damit das ganze Jahr über auf der sicheren Seite.
Bei mehreren Wohnungen oder ganzen Ferienhausanlagen lassen sich die Armaturen über das SCHELL Wassermanagement-System SWS vernetzen. Spülintervalle werden zentral programmiert, durchgeführte Spülungen lückenlos dokumentiert - ein jederzeit verfügbarer Nachweis über die Erfüllung der Betreiberpflichten.
Sicher durch die Winterpause
Während der Winterpause sollten Vermieter von Ferienwohnungen den Erhalt der Trinkwassergüte konsequent sicherstellen. So lassen sich aufwendige Maßnahmen zur Wiederinbetriebnahme vor dem nächsten Saisonstart vermeiden. Elektronische Armaturen von SCHELL unterstützen dabei, indem sie notwendige Stagnationsspülungen automatisch durchführen. Das reduziert den organisatorischen Aufwand und sorgt dafür, dass die Trinkwasserinstallation auch während längerer Nutzungspausen bestimmungsgemäß betrieben wird. Gleichzeitig zahlt moderne Sanitärausstattung auf den Gesamteindruck der Ferienwohnung ein. Hochwertige berührungslose elektronische Armaturen vermitteln Gästen ein Gefühl von Komfort, Qualität und hohem Standard. Genau solche Details können bei der Buchungsentscheidung den Ausschlag geben und die Ferienwohnung insgesamt wertiger positionieren.
Checkliste: Maßnahmen für Vermieter vor der Winterpause
1. Stillstandsdauer realistisch einschätzen. Die Fristen laufen ab der letzten Entnahme.
2. Alle Entnahmestellen erfassen. Auch selten genutzte wie Gäste-WC oder Außenzapfstelle.
3. Spülkonzept festlegen. Manuell, elektronisch oder vernetzt - und wer setzt es vor Ort um?
4. Dokumentation sicherstellen. Durchgeführte Spülungen sollten nachweisbar sein.
5. Fachbetrieb einbinden. Ein SHK-Fachbetrieb beurteilt die Installation und empfiehlt, an welchen Entnahmestellen elektronische Armaturen am wirksamsten sind.
Pressekontakt:
SCHELL GmbH & Co. KG
Birgit Munz
02761 - 8920
birgit.munz@schell.eu
Original-Content von: SCHELL GmbH & Co. KG, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/153464/6364685
Mit dem Ende der Hauptsaison bleiben viele Ferienwohnungen über Wochen oder Monate ungenutzt. Auch dann muss der Erhalt der Trinkwassergüte gewährleistet sein. Vermieter haben dabei grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Sie lassen die Trinkwasserinstallation ruhen und setzen sie vor der nächsten Nutzung fachgerecht wieder in Betrieb - oder sie sorgen auch während der Pause für einen regelmäßigen Wasserwechsel. Elektronische Armaturen von SCHELL unterstützen dabei, indem sie in festgelegten Intervallen automatische Stagnationsspülungen auslösen.
Trinkwasser ist ein Lebensmittel und kann verderben, wenn es zu lange in der Installation steht. Die Trinkwasserverordnung nimmt deshalb auch Vermieter in die Pflicht: Sie müssen die Trinkwasserinstallation so betreiben, dass die Wassergüte erhalten bleibt. Konkret bedeutet das einen vollständigen Wasserwechsel über alle Entnahmestellen spätestens alle 72 Stunden - möglichst durch Nutzung. Bleibt diese aus, gilt das als Betriebsunterbrechung. Gerade in der Nebensaison ist diese Grenze schnell erreicht. Für die Küche gilt eine noch schärfere Grenze: Zum Trinken und Kochen soll Trinkwasser laut Umweltbundesamt nicht länger als vier Stunden in der Installation gestanden haben.
Dahinter steckt ein konkretes Gesundheitsrisiko: In stehendem Wasser können sich Legionellen übermäßig vermehren. Übertragen werden sie durch zerstäubtes, vernebeltes Wasser - Aerosole, wie sie beim Duschen oder Händewaschen entstehen und eingeatmet schwere Infektionen wie die Legionärskrankheit auslösen können.
Wie lange die Wohnung stillsteht, entscheidet über den Aufwand
Die technischen Regelwerke sehen für die Wiederinbetriebnahme abgestufte Maßnahmen vor - je länger der Stillstand, desto höher sind Aufwand und Kosten.
- bis 72 Stunden: Ein Wasserwechsel über alle Entnahmestellen genügt, möglichst durch Nutzung.
- über 72 Stunden bis 7 Tage: Alle Entnahmestellen sind gemäß DIN EN 806-5, Kapitel 8, für mindestens 5 Minuten vollständig zu öffnen - mehrere davon gleichzeitig, um eine turbulente Strömung zu erzielen.
- über 7 Tage bis 4 Wochen: Zusätzlich ist eine mechanische Reinigung gemäß DVGW-Arbeitsblatt W 551-3 (A) erforderlich.
- über 4 Wochen bis 6 Monate: Hinzu kommen mikrobiologische Freigabeprüfungen. Ob die Installation auch längerfristig einwandfreies Trinkwasser liefert, lässt sich erst nach bis zu 24 Wochen beurteilen.
- über 6 Monate: Der Betreiber informiert das Wasserversorgungsunternehmen, die Trinkwasserinstallation wird von der öffentlichen Versorgung abgetrennt. Die Wiederinbetriebnahme erfolgt dann gemäß DIN EN 806-4 wie bei einer neuen Anlage.
Automatische Stagnationsspülungen statt Spülen von Hand
Dieser gesamte Aufwand entfällt, wenn über den Winter ein regelmäßiger, vollständiger Wasserwechsel über alle Entnahmestellen stattfindet. Von Hand ist das grundsätzlich möglich, macht aber viel Arbeit und kostet Zeit. Das bedeutet konkret: Alle drei Tage muss jemand vor Ort sein und alle Armaturen öffnen. Elektronische Armaturen von SCHELL können hier Abhilfe schaffen. Sie lösen die Spülungen automatisch aus und erhalten so den bestimmungsgemäßen Betrieb. Gespült wird bedarfsgerecht und mit dem geringstmöglichen Wasserverbrauch. Im Vergleich zu manuellen Spülungen lässt sich so Wasser, Zeit und Geld sparen. Besonders sinnvoll ist ihr Einsatz an strategisch wichtigen Punkten wie Gäste-WC, zweitem Bad und Küche, die oft am Anfang oder Ende der Wohnungsinstallation liegen: Werden sie regelmäßig genutzt oder automatisch gespült, durchströmt der Wasserwechsel auch die Wohnungszuleitung und einen Teil der Hauptleitung. Die Waschtisch-Armatur MODUS E etwa spült selbsttätig, wenn 24 Stunden lang kein Wasser entnommen wurde - im leerstehenden Objekt also fortlaufend, ohne dass jemand vor Ort sein muss. Noch mehr Möglichkeiten bieten die Waschtisch-Armaturen wie CELIS E², XERIS E² und PURIS E²: Alle Armaturen der Generation E² lassen sich via Bluetooth ganz einfach und intuitiv über die SCHELL App bedienen. So können Stagnationsspülungen flexibel geplant und gesteuert werden. Für die Küche eignet sich die hybride Armatur GRANDIS E, die berührungslose Sensortechnik mit der klassischen Bedienung per Einhebelmischer vereint und Stagnationsspülungen nach festgelegten Spülintervallen durchführt.
Elektronische Armaturen sind nicht nur in der Winterpause sinnvoll: Auch in der Saison bleibt eine Ferienwohnung zwischen zwei Buchungen oft mehrere Tage leer, und die 72 Stunden sind schnell überschritten. Die automatischen Stagnationsspülungen greifen dann ebenso - Vermieter sind damit das ganze Jahr über auf der sicheren Seite.
Bei mehreren Wohnungen oder ganzen Ferienhausanlagen lassen sich die Armaturen über das SCHELL Wassermanagement-System SWS vernetzen. Spülintervalle werden zentral programmiert, durchgeführte Spülungen lückenlos dokumentiert - ein jederzeit verfügbarer Nachweis über die Erfüllung der Betreiberpflichten.
Sicher durch die Winterpause
Während der Winterpause sollten Vermieter von Ferienwohnungen den Erhalt der Trinkwassergüte konsequent sicherstellen. So lassen sich aufwendige Maßnahmen zur Wiederinbetriebnahme vor dem nächsten Saisonstart vermeiden. Elektronische Armaturen von SCHELL unterstützen dabei, indem sie notwendige Stagnationsspülungen automatisch durchführen. Das reduziert den organisatorischen Aufwand und sorgt dafür, dass die Trinkwasserinstallation auch während längerer Nutzungspausen bestimmungsgemäß betrieben wird. Gleichzeitig zahlt moderne Sanitärausstattung auf den Gesamteindruck der Ferienwohnung ein. Hochwertige berührungslose elektronische Armaturen vermitteln Gästen ein Gefühl von Komfort, Qualität und hohem Standard. Genau solche Details können bei der Buchungsentscheidung den Ausschlag geben und die Ferienwohnung insgesamt wertiger positionieren.
Checkliste: Maßnahmen für Vermieter vor der Winterpause
1. Stillstandsdauer realistisch einschätzen. Die Fristen laufen ab der letzten Entnahme.
2. Alle Entnahmestellen erfassen. Auch selten genutzte wie Gäste-WC oder Außenzapfstelle.
3. Spülkonzept festlegen. Manuell, elektronisch oder vernetzt - und wer setzt es vor Ort um?
4. Dokumentation sicherstellen. Durchgeführte Spülungen sollten nachweisbar sein.
5. Fachbetrieb einbinden. Ein SHK-Fachbetrieb beurteilt die Installation und empfiehlt, an welchen Entnahmestellen elektronische Armaturen am wirksamsten sind.
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