Stuttgart (ots) -
Limitierte signierte Auflage zugunsten der Gesellschaft der Musikfreunde Donaueschingen
Das Plakatmotiv der Donaueschinger Musiktage 2026 stammt von Candida Höfer. Sie gilt als Vertreterin der Düsseldorfer Fotoschule und gehört zur internationalen fotografischen Avantgarde der Gegenwart. Bekannt wurde sie vor allem für ihre großformatigen Farbfotografien von menschenleeren Innenräumen von Orten der Kultur wie Bibliotheken, Museen, Theatern oder Opernhäusern, die sie bewusst sachlich, aus einer Zentralperspektive oder einem diagonalen Ideal heraus komponiert.
"Bibliothek ETH Zürich III"
Das diesjährige Künstler:innenplakatder Donaueschinger Musiktage zeigt Candida Höfers Fotografie "Bibliothek ETH Zürich III" (2005, 229,4 x 180 cm). Das Plakat setzt die in den 1960er-
Jahren etablierte Tradition der Künstler:innenplakateder Donaueschinger Musiktage fort, zu der bereits Künstler:innen wie Joan Miró, Gerhard Richter, Anselm Kiefer, Georg Baselitz und Neo Rauch sowie in der jüngeren Vergangenheit William Kentridge, Julie Mehretu und Tacita Dean beigetragen haben.
"Virtueller Dialog und das Konzept des langsamen Blicks"
Lydia Rilling (Künstlerische Leiterin der Donaueschinger Musiktage): "Wir schätzen uns glücklich, dass Candida Höfer in diesem Jahr das Künstler:innenplakat der Donaueschinger Musiktage gestaltet hat. Ausgehend von ihrer Faszination für Bibliotheken hat Höfer eine Szene gewählt, die an eine Werkstatt erinnert: Stapel von scheinbar ungeordneten Büchern warten auf den nächsten Arbeitsschritt - die Neuzuordnung, die Restaurierung oder das Einräumen in die Regale. In Anlehnung an das Thema des diesjährigen Festivals, Polyphonien, suggeriert die Szene eine Vielzahl von Stimmen, die in einen virtuellen Dialog treten, als könnten unterschiedliche Autor:innen und Texte über die Einbände hinweg miteinander kommunizieren. Statt einer prunkvollen Präsentation goldgeprägter Bände liegt die Kraft der Bücher in ihrer zurückhaltenden Inszenierung. Höfers Konzept des,langsamen Blicks', das die Betrachter:innen dazu einlädt, ihre oft monumentalen Werke nach und nach zu entdecken und immer weiter in die Details einzutauchen - veranschaulicht, was musikalische Polyphonie bewirken kann."
Candida Höfer wurde 1944 in Eberswalde geboren und wuchs in Köln auf. Sie studierte künstlerische Fotografie an den Kölner Werkschulen sowie in der Filmklasse an der Kunstakademie Düsseldorf. Sie schloss ihr Studium bei Bernd Becher an dessen berühmter Düsseldorfer Fotoschule ab, aus der zahlreiche renommierte Fotografiekünstler:innen hervorgegangen sind.
Zu Beginn ihres Schaffens widmete sich Candida Höfer der Fotografie von Menschen, beispielsweise in einer Dokumentation über türkische Migrant:innen in Deutschland. Bekannt wurde sie schließlich vor allem mit ihren Fotografien von Innenräumen, mit denen sie schon in den 1980er- Jahren begann. Umfangreiche Serien zeigen öffentliche Räume wie Bibliotheken, Hörsäle, Konzert- und Sporthallen, Cafés, Museen, aber auch Zoologische Gärten. Bezeichnend für die Aufnahmen ist die Abwesenheit der Menschen. Die von Candida Höfer dokumentierten Räume erhalten in ihren Farbfotografien eine eigene Präsenz, die über die funktionale Bedeutung der Räume hinausgeht. Candida Höfer wurde mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen gewürdigt. Ihre Werke werden in internationalen Galerien und Ausstellungen gezeigt, darunter die Documenta11 oder die Biennale in Venedig.
Künstler:innenplakat in limitierter Auflage erhältlich
Das Künstler:innenplakat von Candida Höfer liegt in einer Auflage von 600 Stück vor und kann ab sofort zum Preis von 20 EUR bei der Stadt Donaueschingen erworben werden (Telefon: 0771 857 264, E-Mail: julia.groeger@donaueschingen.de). Ab Festivalbeginn sind 20 von der Künstlerin signierte Exemplare zum Preis von je 200 EUR verfügbar. Der Erlös kommt der Gesellschaft der Musikfreunde Donaueschingen zugute. Während der Musiktage sind beide Plakatversionen auch im Festivalbüro in der Karlstraße 58 erhältlich.
Donaueschinger Musiktage 2026 unter dem Titel "polyphonies"
Unter dem programmatischen Titel "polyphonies" präsentieren die Donaueschinger Musiktage 2026 in 14 Konzerten, Performances und Installationen vom 15. bis 18. Oktober 20 Ur- und Erstaufführungen. Das Festival widmet sich in diesem Jahr der Polyphonie und damit dem Konzept, Musik aus unterschiedlichen Stimmen, Linien, Elementen und Materialien zusammenzusetzen. Das detaillierte Programm der Donaueschinger Musiktage ist auf SWR.de/donaueschingen zu finden. Hier steht auch die Programmbroschüre zum Download bereit. Der Kartenvorverkauf läuft: online über littleticket.shop, die Tickethotline 0221 91409830 und in der Tourist-Information vor Ort in Donaueschingen.
Donaueschinger Musiktage in SWR Kultur
Sämtliche Veranstaltungen sind live oder zeitversetzt im Programm von SWR Kultur und in der SWR Kultur App zu hören und nach der Ausstrahlung in der SWR Kultur App und auf SWRKultur.de verfügbar.
Veranstalter der Donaueschinger Musiktage ist die Gesellschaft der Musikfreunde in Zusammenarbeit mit der Stadt Donaueschingen, dem Südwestrundfunk und dem SWR Experimentalstudio.
Die Donaueschinger Musiktage werden als kultureller Leuchtturm gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes - gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien - sowie durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.
Pressekontakt: Matthias Claudi, Tel. 0711 929 12219, matthias.claudi@SWR.de
Interviewanfragen, Pressematerial: Stefan Stahnke, Tel. 030 3478 1984, st@worteuebermusik.de
Bildkommunikation: Tel. 07221 929 26868, foto@SWR.de, ARD-foto.de
Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/7169/6365090
Limitierte signierte Auflage zugunsten der Gesellschaft der Musikfreunde Donaueschingen
Das Plakatmotiv der Donaueschinger Musiktage 2026 stammt von Candida Höfer. Sie gilt als Vertreterin der Düsseldorfer Fotoschule und gehört zur internationalen fotografischen Avantgarde der Gegenwart. Bekannt wurde sie vor allem für ihre großformatigen Farbfotografien von menschenleeren Innenräumen von Orten der Kultur wie Bibliotheken, Museen, Theatern oder Opernhäusern, die sie bewusst sachlich, aus einer Zentralperspektive oder einem diagonalen Ideal heraus komponiert.
"Bibliothek ETH Zürich III"
Das diesjährige Künstler:innenplakatder Donaueschinger Musiktage zeigt Candida Höfers Fotografie "Bibliothek ETH Zürich III" (2005, 229,4 x 180 cm). Das Plakat setzt die in den 1960er-
Jahren etablierte Tradition der Künstler:innenplakateder Donaueschinger Musiktage fort, zu der bereits Künstler:innen wie Joan Miró, Gerhard Richter, Anselm Kiefer, Georg Baselitz und Neo Rauch sowie in der jüngeren Vergangenheit William Kentridge, Julie Mehretu und Tacita Dean beigetragen haben.
"Virtueller Dialog und das Konzept des langsamen Blicks"
Lydia Rilling (Künstlerische Leiterin der Donaueschinger Musiktage): "Wir schätzen uns glücklich, dass Candida Höfer in diesem Jahr das Künstler:innenplakat der Donaueschinger Musiktage gestaltet hat. Ausgehend von ihrer Faszination für Bibliotheken hat Höfer eine Szene gewählt, die an eine Werkstatt erinnert: Stapel von scheinbar ungeordneten Büchern warten auf den nächsten Arbeitsschritt - die Neuzuordnung, die Restaurierung oder das Einräumen in die Regale. In Anlehnung an das Thema des diesjährigen Festivals, Polyphonien, suggeriert die Szene eine Vielzahl von Stimmen, die in einen virtuellen Dialog treten, als könnten unterschiedliche Autor:innen und Texte über die Einbände hinweg miteinander kommunizieren. Statt einer prunkvollen Präsentation goldgeprägter Bände liegt die Kraft der Bücher in ihrer zurückhaltenden Inszenierung. Höfers Konzept des,langsamen Blicks', das die Betrachter:innen dazu einlädt, ihre oft monumentalen Werke nach und nach zu entdecken und immer weiter in die Details einzutauchen - veranschaulicht, was musikalische Polyphonie bewirken kann."
Candida Höfer wurde 1944 in Eberswalde geboren und wuchs in Köln auf. Sie studierte künstlerische Fotografie an den Kölner Werkschulen sowie in der Filmklasse an der Kunstakademie Düsseldorf. Sie schloss ihr Studium bei Bernd Becher an dessen berühmter Düsseldorfer Fotoschule ab, aus der zahlreiche renommierte Fotografiekünstler:innen hervorgegangen sind.
Zu Beginn ihres Schaffens widmete sich Candida Höfer der Fotografie von Menschen, beispielsweise in einer Dokumentation über türkische Migrant:innen in Deutschland. Bekannt wurde sie schließlich vor allem mit ihren Fotografien von Innenräumen, mit denen sie schon in den 1980er- Jahren begann. Umfangreiche Serien zeigen öffentliche Räume wie Bibliotheken, Hörsäle, Konzert- und Sporthallen, Cafés, Museen, aber auch Zoologische Gärten. Bezeichnend für die Aufnahmen ist die Abwesenheit der Menschen. Die von Candida Höfer dokumentierten Räume erhalten in ihren Farbfotografien eine eigene Präsenz, die über die funktionale Bedeutung der Räume hinausgeht. Candida Höfer wurde mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen gewürdigt. Ihre Werke werden in internationalen Galerien und Ausstellungen gezeigt, darunter die Documenta11 oder die Biennale in Venedig.
Künstler:innenplakat in limitierter Auflage erhältlich
Das Künstler:innenplakat von Candida Höfer liegt in einer Auflage von 600 Stück vor und kann ab sofort zum Preis von 20 EUR bei der Stadt Donaueschingen erworben werden (Telefon: 0771 857 264, E-Mail: julia.groeger@donaueschingen.de). Ab Festivalbeginn sind 20 von der Künstlerin signierte Exemplare zum Preis von je 200 EUR verfügbar. Der Erlös kommt der Gesellschaft der Musikfreunde Donaueschingen zugute. Während der Musiktage sind beide Plakatversionen auch im Festivalbüro in der Karlstraße 58 erhältlich.
Donaueschinger Musiktage 2026 unter dem Titel "polyphonies"
Unter dem programmatischen Titel "polyphonies" präsentieren die Donaueschinger Musiktage 2026 in 14 Konzerten, Performances und Installationen vom 15. bis 18. Oktober 20 Ur- und Erstaufführungen. Das Festival widmet sich in diesem Jahr der Polyphonie und damit dem Konzept, Musik aus unterschiedlichen Stimmen, Linien, Elementen und Materialien zusammenzusetzen. Das detaillierte Programm der Donaueschinger Musiktage ist auf SWR.de/donaueschingen zu finden. Hier steht auch die Programmbroschüre zum Download bereit. Der Kartenvorverkauf läuft: online über littleticket.shop, die Tickethotline 0221 91409830 und in der Tourist-Information vor Ort in Donaueschingen.
Donaueschinger Musiktage in SWR Kultur
Sämtliche Veranstaltungen sind live oder zeitversetzt im Programm von SWR Kultur und in der SWR Kultur App zu hören und nach der Ausstrahlung in der SWR Kultur App und auf SWRKultur.de verfügbar.
Veranstalter der Donaueschinger Musiktage ist die Gesellschaft der Musikfreunde in Zusammenarbeit mit der Stadt Donaueschingen, dem Südwestrundfunk und dem SWR Experimentalstudio.
Die Donaueschinger Musiktage werden als kultureller Leuchtturm gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes - gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien - sowie durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.
Pressekontakt: Matthias Claudi, Tel. 0711 929 12219, matthias.claudi@SWR.de
Interviewanfragen, Pressematerial: Stefan Stahnke, Tel. 030 3478 1984, st@worteuebermusik.de
Bildkommunikation: Tel. 07221 929 26868, foto@SWR.de, ARD-foto.de
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