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Ulrich Urbahn (Berenberg): Horizonte Handout Oktober 2026

01.10.2026 -

Volkswirtschaft

  • Das US-Wirtschaftswachstum zeigt sich weiter sehr robust. Die Inflation bleibt aber hoch und könnte den Konsum dämpfen.
  • Europa hat derweil weiter mit hohen Energiekosten zu kämpfen. Die Stimmung hat sich jedoch zuletzt wieder etwas aufgehellt.
  • Robuste Konjunkturdaten und weiterhin erhöhte Inflations-raten könnten die Notenbanken schon bald zu weiteren Zins-anhebungen bewegen.

Aktien

  • Trotz rasant steigender Renditen haben sich die Aktienmärkte im September widerstandsfähig gezeigt.
  • Neben der Stärke der großen US-Tech-Unternehmen signalisieren die Frühindikatoren der ohnehin starken Wirtschaft eine anhaltend solide Dynamik.
  • Zwar dürfte die Volatilität im Vorfeld der US-Zwischenwahlen erhöht bleiben, doch dürften stärkere Abverkäufe eher Chancen für Zukäufe bieten.

Anleihen

  • Robuste Konjunkturdaten und zunehmend restriktive Notenbanken treiben Renditen auf Mehrjahreshochs.
  • Durch die höheren Leitzinserwartungen stiegen die Renditen am kurzen Ende deutlich stärker und haben die Zinsstrukturkurve verflacht.
  • Dank stabiler Konjunktur bleibt die Kreditnachfrage trotz steigender Zinsvolatilität robust und die Finanzierungs-bedingungen günstig.

Alternative Investments / Rohstoffe

  • Keine nennenswerten Fortschritte am Golf ließen den Ölpreis (Brent) im September erneut deutlich ansteigen.
  • Der Goldpreis gab seine Vormonatsgewinne im Zuge des rasanten Renditeanstiegs fast vollständig wieder ab. Strukturelle Treiber bleiben jedoch intakt.
  • Industriemetallpreise, allen voran Kupfer, bleiben derweil durch ein knappes Angebot gestützt.

Währungen

  • Der US-Dollar zeigte im Monatsverlauf aufgrund der falkenhaften Notenbank spürbare Stärke.
  • Trotz Zinsanhebungen der EZB bleibt der Euro aufgrund anhaltender Stagflationsrisiken unter Druck. Politische und fiskalische Störfeuer in Frankreich helfen dabei nicht.
  • Ohne eine ultra-restriktive Notenbankpolitik oder neue Kapitalflüsse nach Japan dürfte es der Yen schwer haben.

Klicken Sie hier und lesen Sie das vollständige Horizonte-Handout Oktober.

© 2026 Asset Standard
Historische Öl-Krise - 5 Aktien, die davon profitieren!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

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