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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

FEIERTAGSHINWEIS

DIENSTAG: In chinesischen Kernland bleiben die Börsen wegen der Goldenen Woche zum Nationalfeiertag geschlossen.

MITTWOCH: In chinesischen Kernland bleiben die Börsen wegen der Goldenen Woche zum Nationalfeiertag geschlossen.

TAGESTHEMA

Der Mobilfunkanbieter 1&1 gibt knapp 35,4 Millionen neue Aktien aus, die der Mehrheitsaktionär United Internet komplett zeichnet. Im Gegenzug überträgt der Internetkonzern dem Tochterunternehmen seine Darlehensansprüche gegen das Düsseldorfer Unternehmen 1&1 Versatel in Höhe von nominal 850,2 Millionen Euro. Als Folge der Transaktion steigt die Beteiligung von United Internet an der 1&1 auf rund 89,32 Prozent. Aktuell liegt sie bei rund 87,19 Prozent. Die Transaktion stärke die Kapitalstruktur und den finanziellen Handlungsspielraum von 1&1, so die Unternehmen. Zugleich werde die konzerninterne Finanzierungsstruktur vereinfacht.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

Keine wichtigen Termine angesetzt.

INDEXÄNDERUNG +++++

Folgende Indexänderungen treten mit Handelsbeginn in Kraft:

+ SDAX 
 AUFNAHME 
 - SGL Carbon 
 HERAUSNAHME 
 - Wüstenrot & Württembergische 
 

AUSBLICK KONJUNKTUR

- DE 
  08:00 Auftragseingang August 
     PROGNOSE: -1,0% gg Vm 
     zuvor:  +2,5% gg Vm 
- FR 
  08:45 Industrieproduktion August 
     PROGNOSE: +0,5% gg Vm 
     zuvor:  -0,4% gg Vm 
- EU 
  11:00 Einzelhandelsumsatz August 
     PROGNOSE: +0,3% gg Vm 
     zuvor:  -0,6% gg Vm 
- US 
  14:30 Handelsbilanz August 
     PROGNOSE: -102,10 Mrd USD 
     zuvor:   -88,58 Mrd USD 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
              zuletzt +/- % 
DAX Futures        25.464,00  +0,3 
E-Mini-Future S&P-500   7.835,00  +0,1 
E-Mini-Future Nasdaq-100 31.368,50  +0,2 
Topix (Tokio)       4.184,95  +1,0 
Hang-Seng (Hongk.)    24.216,54  +0,7 
Shanghai-Comp.       Feiertag 
 
Montag: 
INDEX        Schluss +/- % 
DAX        25.254,21  +0,1 
DAX-Future    25.441,00  +0,3 
MDAX       30.426,98  -0,1 
TecDAX       4.070,35  -0,3 
SDAX       18.160,62  -0,2 
Euro-Stoxx-50   6.242,14  +0,1 
Stoxx-50      5.320,70  +0,4 
XDAX       25.316,82  +0,2 
Dow-Jones     51.267,90  +0,2 
S&P-500      7.773,95  +0,7 
Nasdaq Composite 27.477,31  +1,1 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Mit vorsichtigen Kursgewinnen dürften Europas Börsen am Dienstag in den Handel starten. Die Börsen agierten weiter im Spannungsfeld von Gewinnerwartungen und zunehmender Problemen an den Anleihemärkten mit weiter steigender Renditen, heißt es. Frankreich befinde sich in einer zunehmend krisenhaften Finanzlage, gepaart mit sozialen Unruhen, zugleich sei der Zwang zu weiteren US-Zinserhöhungen immer weniger wegzudiskutieren, wie der ISM-Service-Index am Vortag gezeigt habe. Aktuell überwiege noch die Hoffnung auf starke Gewinne in der kommenden Berichtssaison die Sorge vor Zinsanstiegen, heißt es im Handel.

Rückblick: Gut behauptet - Die Sorgen um die finanzielle Stabilität in Frankreich setzten dem Euro zu, die Auswirkungen auf die Aktienmärkte hielten sich aber in Grenzen. In Paris ging es aber um 0,8 Prozent nach unten. Die Ankündigung vorgezogener Wahlen in Spanien stieß an der spanischen Börse auf ein positives Echo. Der Ibex kletterte um 1,1 Prozent. Mit einem Plus von 4,5 Prozent führten Banco Santander die Gewinnerliste unter den Banktiteln an. Gestützt habe hier aber auch, dass in Brasilien bei der Präsidentschaftswahl der wirtschaftsfreundlichere Kandidat votrne liege. Santander ist stark in Brasilien engagiert. Schneider Electric sackten um 10 Prozent ab angesichts der Milliardenübernahme des US-Softwareunternehmens PTC. Nach neuen Mittelfristzielen zogen Air Liquide um 0,4 Prozent an. Das Margenziel übertreffe die Erwartungen, hieß es bei Jefferies. Für Novo Nordisk ging es um 0,8 Prozent nach unten. Der Pharmariese hatte von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Mitteilung erhalten, dass die Prüfung eines Wirkstoffs noch andauere.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Gut behauptet - Deutsche Autoaktien hielten sich gut. Mercedes-Benz gewannen 1,2 Prozent und VW 1,6 Prozent. Continental gewannen 1,3 Prozent, nachdem Morgan Stanley die Aktie auf "Overweight" erhöht hatte. Dass der Ifo-Branchenindex der Autohersteller überraschend düster ausgefallen war, belastete nicht. Rheinmetall rückten um 2,4 Prozent vor und waren Tagesgewinner im DAX. Auch andere Rüstiungstitel wie Hensoldt oder TKMS zogen deutlicher an. Händler sprachen von technischen Gegenbewegungen. Infineon verloren nach dem starken Plus am Freitag 1,8 Prozent. Hier dürfte es sich um Gewinnmitnahmen gehandelt haben, hieß es. Tagesverlierer waren Bayer mit einem Minus von 2,2 Prozent. Der Chemiekonzern investiert weitere Milliarden in den USA.

XETRA-NACHBÖRSE

United Internet legten auf Tradegate um 0,8 Prozent zu mit der Nachricht der vollständigen Zeichnung einer Kapitalerhöhung bei der Tochter 1&1. 1&1 zeigten sich dagegen unverändert.

USA - AKTIEN

Etwas fester - Die gute Laune hielt an angesichts der Erleichterung über den schwächeren Arbeitsmarktbericht am Freitag und der in der Folge gesunkenen Zinserhöhungssorgen - zumindest für den Termin im Oktober. Der ISM-Index für das nicht-verarbeitende US-Gewerbe lieferte kein Störfeuer für die Zinshoffnungen. Die Renditen am Anleihemarkt stiegen zwar erneut, Optimismus über den Boom der künstlichen Intelligenz überlagerte dies aber. Der Nasdaq-Composite stieg auf ein Rekordhoch, laut Marktteilnehmern getrieben durch die Aussichten auf ein rasant steigendes Gewinnwachstum im Bereich der KI. Das KI-Schwergewicht Nvidia stieg um 2,1 Prozent auf ein Rekordhoch. Unter den Einzelaktien haussierten PTC um 33,7 Prozent, weil das Unternehmen durch Schneider Electric übernommen wird. GE Healthcare Technologies will für 945 Millionen Dollar Sofie Biosciences kaufen - einen Hersteller radioaktiver Substanzen. Das kam gut an, die Aktie stieg um 1,5 Prozent. Cerebras legten um 9,1 Prozent zu.

USA - ANLEIHEN

Rendite  +/- 
2 Jahre   4,83 +0,00 
10 Jahre   5,31 +0,03 
 

Die Anleiherenditen stiegen weiter in der Wahrnehmung vieler Akteure, dass eine Zinserhöhung im Oktober inzwischen zwar eher unwahrscheinlich ist, damit aber für das Fed-Zinstreffen im Dezember umso mehr auf dem Tisch liegt. Dazu wurde auch auf den ISM-Preisindex verwiesen, der den höchsten Stand seit Juli 2022 erreichte.

DEVISENMARKT

zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 18:59 
EUR/USD     1,1214  -0,1  -0,0007     1,1221   1,1256 
EUR/JPY     177,35  +0,1  0,1700    177,1800  177,6800 
EUR/CHF     0,9324  +0,1  0,0006     0,9318   0,9333 
EUR/GBP     0,8485  -0,0  -0,0001     0,8486   0,8505 
USD/JPY     158,11  +0,1  0,2100    157,9000  157,8300 
GBP/USD     1,3212  -0,1  -0,0007     1,3219   1,3231 
USD/CNY     6,7045  +0,0  0,0015     6,7045   6,7045 
USD/CNH     6,7028  -0,0  -0,0007     6,7035   6,7060 
AUS/USD     0,6967  -0,0  -0,0002     0,6969   0,6948 
Bitcoin/USD 85.647,38  -0,2  -137,74    85.785,12 85.179,46 
 

Der Dollar zog mit den höheren Marktzinsen an. Im Markt war aber eher von einer ausgeprägten Schwäche des Euro die Rede vor dem Hintergrund der krisenhaften Finanzlage Frankreichs und der dortigen sozialen Unruhen. Höhere französische Renditen führen dort laut der Deutschen Bank bereits jetzt zu einer Straffung der Finanzierungsbedingungen und dürften es der EZB fortschreitend erschweren, die vom Markt eingepreisten Zinsanhebungen umzusetzen. Der Euro kostete im späten US-Handel 1,1220 Dollar.

ROHSTOFFE

METALLE

zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold   4.123,53  -0,4  -15,96    4.139,49 
Silber    60,49  -0,9   -0,56      61,05 
Platin  1.708,70  -0,7  -12,55    1.721,25 
 

Beim Gold tat sich unter dem Strich im US-Handel wenig, zuletzt kostete die Feinunze 4.134 Dollar.

ÖL

zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex   89,77  +0,4   0,34      89,43 
Brent/ICE   100,88  +0,6   0,56     100,32 
 

Die Erdölpreise neigten zur Schwäche. Brent verbilligte sich um über 2 Prozent auf knapp über 100 Dollar. Die G7 habe beschlossen, strategische Reserven freizugeben, zudem funktionierten Pumpleitungen in Saudi-Arabien wieder, hieß es dazu.

MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR

EU - Außenhandel

Deutschland und Frankreich haben ein neues Abwehrinstrument ins Spiel gebracht, damit sich Europa gegen die anhaltende Flut billiger chinesischer Importe erwehren kann. Dem EU-Gipfel in der nächsten Woche schlagen die beiden Länder vor, dass die EU ihre Hürden für die Blockade bei der Einfuhr chinesischer Produkte erweitert. Ziel ist es, den Staatenbund bei solchen Maßnahmen schneller handlungsfähig zu machen.

NAHOST-KONFLIKT

Saudi-arabische und jemenitische Streitkräfte haben am Montag nach Aussage von Offiziellen eine Offensive gegen Huthi-Kämpfer vorangetrieben. Ziel ist es, die Rebellen aus der strategisch wichtigen Hafenstadt Mokha zu vertreiben und die Bedrohung für Energieexporte durch die Meerenge Bab al-Mandab zu entschärfen. Derweil sollen laut Meldungen Pakistan und die Türkei die rasche Verlegung gemeinsamer Truppen nach Saudi-Arabien beschlossen haben. Die Entscheidung sei bei einem Dringlichkeitstreffen der sogenannten Mekka-Verteidigungsallianz getroffen worden.

RWE

Der mehrheitlich zum RWE-Konzern gehörende Übertragungsnetzbetreiber Amprion hat für 1,5 Milliarden Euro grüne Anleihen platziert.

RENAULT

hat eine Führungskraft des Reifenherstellers Michelin zur neuen Finanzchefin ernannt und damit den Umbau der Konzernführung fortgesetzt. Carine Damois, derzeit stellvertretende Finanzchefin bei Michelin, wird ab November CFO bei Renault.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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October 06, 2026 01:37 ET (05:37 GMT)

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KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.

Steigende Anleiherenditen verteuern die Finanzierung, während die gewaltigen KI-Ausgaben zunehmend nicht mehr aus den laufenden Cashflows bezahlt werden können. Gleichzeitig zeigen günstigere chinesische Modelle, dass leistungsfähige KI womöglich mit deutlich weniger Rechenleistung auskommt. Damit wächst die Gefahr, dass heute für Milliarden errichtete Kapazitäten morgen nicht die erhofften Renditen liefern.

Für Anleger könnte das zum Problem werden. Denn treffen steigende Finanzierungskosten auf Überkapazitäten und enttäuschende Cashflows, geraten gerade hoch bewertete KI-Profiteure schnell unter Druck. Aus den größten Gewinnern der vergangenen Jahre könnten so die größten Verlierer der nächsten Korrektur werden.

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