DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Deutscher Auftragseingang sinkt im August unerwartet stark
Der Auftragseingang der deutschen Industrie hat sich im August deutlich schwächer als erwartet entwickelt, was an mangelnden Großaufträgen lag. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, sanken die Bestellungen gegenüber dem Vormonat um 10,6 Prozent und lagen kalenderbereinigt um 2,7 (Juli: 14,2) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen monatlichen Rückgang um nur 1,0 Prozent prognostiziert. Der für Juli vorläufig gemeldete monatliche Anstieg von 2,5 Prozent wurde auf 3,2 Prozent revidiert. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen war der Auftragseingang um 0,1 Prozent niedriger als im Vormonat. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich stieg der Auftragseingang von Juni bis August um 1,3 Prozent, ohne Großaufträge sank er um 2,6 Prozent.
Deutscher Industrieumsatz im August unverändert
Der Umsatz im verarbeitenden Gewerbe Deutschlands ist im August unverändert geblieben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, verharrte er auf dem Niveau des Vormonats und stieg auf Jahressicht um 0,9 Prozent. Der vorläufig für Juli gemeldete Umsatzrückgang von 1,5 Prozent wurde auf 1,4 Prozent revidiert.
Deutscher Dienstleistungsumsatz steigt im Juli um 0,7%
Der deutsche Dienstleistungsumsatz ist im Juli gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhte sich der Umsatz im Dienstleistungsbereich und bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent. Er lag damit um 0,1 Prozent unter dem Niveau des zweiten Quartals. Den größten monatlichen realen Umsatzzuwachs verzeichneten das Grundstücks- und Wohnungswesen mit einem Plus von 3,2 Prozent, gefolgt von den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen mit einem Anstieg von 2,1 Prozent.
EZB/Moulin warnt vor Erdrosselung Frankreichs durch Zinsen
EZB-Ratsmitglied Emmanuel Moulin hat vor einer Erdrosselung Frankreich durch die Zinsen gewarnt. In einem Interview mit der Financial Times sagte er: "Wenn wir nicht handeln, besteht in der Tat das Risiko, dass wir allmählich von den steigenden Zinsen erdrückt werden." Der Gouverneur der Banque de France zeigte sich zugleich aber optimistisch, dass Frankreich diese Herausforderung meistern könne. "Frankreich ist nicht Griechenland während der Euro-Krise", sagte er. Wenn das Land "in diesem Jahr einen Haushalt verabschieden kann, um die Ausgaben zu senken und das Defizit wie von der Regierung vorgeschlagen zu verringern, dann werden die Märkte durch diesen konkreten Schritt der Haushaltskonsolidierung beruhigt sein".
Deutschland und Frankreich wollen mit EU-weit Chinas Billigimporte stoppen
Deutschland und Frankreich haben ein neues Abwehrinstrument ins Spiel gebracht, damit sich Europa gegen die anhaltende Flut billiger chinesischer Importe erwehren kann. Dem EU-Gipfel in der nächsten Woche schlagen die beiden Länder vor, dass die Europäische Union ihre Hürden für die Blockade bei der Einfuhr chinesischer Produkte erweitert. Ziel ist es, den Staatenbund bei solchen Maßnahmen schneller handlungsfähig zu machen. Mit der neuen Befugnis könnte die EU Peking potenziell binnen weniger Tage nach einer Entscheidung vom Zugang zu einem der letzten großen Hochlohnmärkte der Welt ausschließen. Der Schritt ist ein riskantes Manöver im Vorfeld eines Treffens zwischen EU- und chinesischen Handelsvertretern in dieser Woche, das darauf abzielt, Europas Verhandlungsposition zu stärken.
Saudis und Jemen kämpfen um Straße von Bab al-Mandab
Saudi-arabische und jemenitische Streitkräfte haben am Montag nach Aussage von Offiziellen eine Offensive gegen Huthi-Kämpfer vorangetrieben. Ziel ist es, die Rebellen aus der strategisch wichtigen Hafenstadt Mokha zu vertreiben und die Bedrohung für Energieexporte durch die Meerenge Bab al-Mandab zu entschärfen. Rund 100 Kampfflugzeuge gewährten jemenitischen Bodentruppen Luftunterstützung, als diese in einer Morgendämmerungsoperation in einer Zangenbewegung entlang der Küste nach Norden in Richtung Mokha vorrückten, sagte Generalmajor Turki al-Maliki, ein Sprecher der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition im Jemen.
US Supreme Court stellt Versuch der Ölkonzerne zur Abweisung von Klimaklagen infrage
Ölkonzerne, die in den USA Klagen im Zusammenhang mit den Folgen des Klimawandels vermeiden wollen, haben sich am Montag vor dem Obersten Gerichtshof skeptische Fragen anhören müssen. Mehrere Richter äußerten Zweifel an der Kampagne der Branche, die darauf abzielt Dutzende Klagen, die von staatlichen und lokalen Regierungen eingereicht worden sind, abzuweisen. Am ersten Tag der neuen Sitzungsperiode des Gerichts debattierten die Richter darüber, ob Kommunen finanzielle Entschädigungen für Schäden verlangen können, die durch jene extreme Wetterereignisse verursacht sein könnten, die laut Wissenschaftlern mit der weltweiten Verbrennung fossiler Brennstoffe in Verbindung stehen. Richter aus dem gesamten ideologischen Spektrum stellten fest, dass bundesstaatliche Klagen routinemäßig dazu genutzt würden, um Änderungen mit weitreichenden Folgewirkungen ins Visier zu nehmen, wie etwa das Marketing von Tabak, die Herstellung von Asbest oder die Produktion fehlerhafter Autos.
Trump: Super-PAC zahlt für TV-Werbespots
US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, umstrittene Pro-Trump-Fernsehwerbespots künftig mit Mitteln seines Super-PACs MAGA Inc. statt mit Regierungsgeldern zu finanzieren. Er reagiert damit auf Kritik von Abgeordneten, wonach die Werbespots gegen Bundesrecht verstoßen und eine unangebrachte Verwendung von Steuergeldern darstellen könnten. Die Werbespots, die überwiegend den Präsidenten zeigen und die Politik der Regierung bewerben, wurden im vergangenen Monat erstmals im nationalen Fernsehen ausgestrahlt und mit Bundesmitteln des Heimatschutzministeriums bezahlt.
Philippinen Verbraucherpreise Sep +7,2% gg Vorjahr (PROG +6,8%)
Philippinen Verbraucherpreise Kernrate Sep +4,7% gg Vorjahr
Thailand Verbraucherpreise Sep +2,82% gg Vorjahr (PROG +3,1%)
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October 06, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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