Berlin (ots) -
Eine neue Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) weist auf die erheblichen Herausforderungen für die Sicherheit älterer Menschen in häuslicher Pflege hin. Jeder zweite befragte pflegende Angehörige berichtet von falscher Anwendung von Medikamenten. Mehr als ein Drittel gibt an, dass die pflegebedürftige Person innerhalb eines Jahres durch einen Sturz verletzt wurde. Zugleich fühlen sich viele Angehörige durch die Pflege belastet.
Die große Mehrheit pflegebedürftiger Menschen wird zu Hause versorgt. Pflegende Angehörige übernehmen dabei meist erhebliche Verantwortung für deren Wohlergehen. Mit welchen gesundheitlichen Problemen der pflegebedürftigen Menschen sie konfrontiert sind, welche Risikoereignisse sie dabei beobachten, aber auch wie sie ihre eigene Situation erleben, hat das ZQP in einer aktuellen Studie untersucht. Dafür wurden bundesweit 1.012 pflegende Angehörige befragt.
Die Untersuchung macht deutlich, wie groß das Risiko für ältere pflegebedürftige Menschen ist, zu Hause gesundheitlich gefährliche Situationen zu erleben. Ein besonderer Risikobereich ist hierbei die Medikation: 59 Prozent der pflegebedürftigen Personen wenden nach Angaben der Angehörigen dauerhaft fünf Arzneimittel oder mehr an. Diese sogenannte Multimedikation ist unter anderem wegen möglicher Wechselwirkungen der Arzneimittel problematisch. Besonders kritisch kann es werden, wenn zum Beispiel Tabletten nicht oder in falscher Dosis genommen werden. Jeder zweite Befragte (50 Prozent) berichtet, dass in den zurückliegenden 6 Monaten Arzneimittel der pflegebedürftigen Person falsch oder gar nicht angewendet wurden. Jeder Fünfte (19 Prozent) erinnert sich, dass dies wiederholt geschah. Außerdem bezeugen 26 Prozent mehrfache Probleme mit abgelaufenen oder nicht auffindbaren Arzneimitteln beziehungsweise mit nicht vorliegenden Rezepten für die Medikation der pflegebedürftigen Person.
Eine mögliche Folge falscher Arzneimittelanwendung sind Stürze und damit verbundene Verletzungen wie zum Beispiel Knochenbrüche. Anschließend brauchen pflegebedürftige Menschen oft mehr Unterstützung, mehr medizinische und pflegerische Versorgung, kommen dann häufig ins Pflegeheim - oder versterben schließlich an den Sturzfolgen. Über ein Drittel (36 Prozent) der Befragten erinnert sich, dass die pflegebedürftige Person innerhalb der letzten 12 Monate einen oder mehrere Stürze mit Verletzung erlitten hat. Ein ebenso großer Anteil berichtet von mindestens einer notfallmäßigen Krankenhausaufnahme.
Prof. Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP, erklärt dazu: "Unsere Studie verdeutlicht, dass Pflege- und Patientensicherheit älterer Menschen als zentraler Ansatzpunkt von Prävention bei Pflegebedürftigkeit weiter in das Zentrum politischer Debatten zur Zukunft des Gesundheitssystems in Deutschland gerückt werden muss. Wer die Sicherheit in der häuslichen Versorgung - ob sie nun durch pflegende Angehörige, ambulante Pflegedienste oder von beiden gemeinsam erbracht wird - erhöht, der verringert das Risiko für gesundheitliche Schäden bei gesundheitlich besonders verletzlichen älteren Menschen, stabilisiert die häusliche Pflegesituation und reduziert auch die Inanspruchnahme wertvoller Versorgungsressourcen."
Auch aus anderer Perspektive weist die Studie darauf hin, wie anspruchsvoll die Versorgungssituation älterer pflegebedürftiger Menschen zu Hause sein kann. So müssen pflegende Angehörige oft mit mehreren gesundheitlichen Problemen und Unterstützungsbedarfen der pflegebedürftigen Menschen parallel umgehen. 96 Prozent der Befragten berichten mindestens drei aktuelle Gesundheitsprobleme der pflegebedürftigen Person. Knapp ein Drittel (31 Prozent) gibt sogar "neun und mehr" an. Die Studienteilnehmer nennen dabei unter anderem Schmerzen (71 Prozent), Blasenschwäche (54 Prozent), Probleme beim Atmen (44 Prozent) oder erhebliche Vergesslichkeit (39 Prozent) der Pflegebedürftigen. In vielen Fällen werden die Pflegebedürftigen als kraftlos, antriebslos, traurig oder unzufrieden wahrgenommen.
Pflegende Angehörige übernehmen Verantwortung in zum Teil sehr sensiblen und fordernden Versorgungsbereichen, die zugleich schambesetzt sein können. Wenn zum Beispiel bei pflegebedürftigen Personen Unterstützungsbedarf im Bereich der Medikation besteht, unterstützen 62 Prozent der Befragten hierbei. Bei mindestens einer körperlich besonders nahen Aufgabe wie Körperpflege, Inkontinenzversorgung oder Toilettengang hilft bei entsprechender Bedarfslage fast die Hälfte (47 Prozent) der Studienteilnehmer. Von diesen Angehörigen sagen wiederum 36 Prozent, dass ihnen mindestens eine der genannten Aufgaben schwerfällt - etwa weil sie unangenehm ist oder dabei Probleme auftreten.
Solch umfassende Unterstützung geht vielfach mit dem Gefühl erheblicher persönlicher Belastungen einher; 53 Prozent der Befragten empfinden sich durch die Pflegesituation psychisch und 38 Prozent körperlich belastet. Noch höher sind diese Werte, wenn die pflegebedürftige Person eine Demenz hat: In dieser Gruppe berichten 71 Prozent von psychischer und 47 Prozent von körperlicher Belastung. Zusätzlich kann das eigene Leben, können persönliche Bedürfnisse vernachlässigt werden. 61 Prozent der pflegenden Angehörigen geben an, wegen ihrer Unterstützungsaufgaben wichtige eigene Vorhaben zu verschieben. 42 Prozent vernachlässigen deswegen soziale Beziehungen.
Wenn pflegende Angehörige auf professionelle Unterstützung bei der Pflege zurückgreifen wollen, ist das allerdings oft mit Hindernissen verbunden. Eine zentrale Hürde ist die Verfügbarkeit ambulanter Pflegedienste. Rund ein Viertel (26 Prozent) der Befragten berichtet von Problemen bei der Suche nach entsprechender pflegerischer Unterstützung. Auch die Suche nach Tagespflegeeinrichtungen gestaltet sich für 26 Prozent schwierig.
Die Herausforderungen und Erlebnisse rund um ihre Rolle als pflegende Angehörige lassen viele Studienteilnehmer persönlich skeptischer auf ihren Lebensabend schauen. Beinahe zwei Drittel (61 Prozent) geben an, dass ihre Pflegeerfahrung zu mehr Sorgen um ihre eigene Zukunft im Alter geführt habe.
Für Suhr ist klar: "Pflegende Angehörige sind Schlüsselakteure in der Pflege und Gesundheitsversorgung in Deutschland. Durch den demografischen Wandel bedingt, ist es nicht möglich, dieses Engagement in der informellen Pflege durch professionelle Angebote zu ersetzen." Allerdings sieht er Defizite in der strukturierten Einbindung pflegender Angehöriger im Versorgungsprozess: "Ich halte es für geboten, pflegende Angehörige systematisch und als Partner auf Augenhöhe von Pflege und Medizin in den Versorgungsprozess einzubeziehen. In der Praxis ist ihr Wissen über die Patienten sowie ihre motivierte und fähige Unterstützung einer Behandlung im häuslichen Pflegealltag oft unersetzlich. Auch deswegen ist der Informationsaustausch mit pflegenden Angehörigen von großer Bedeutung, ebenso wie Anerkennung und Förderung ihrer Fähigkeiten." Dafür brauche es ein gutes Verständnis ihrer Rolle und ihrer individuellen Situation und nicht zuletzt gezielte Unterstützung, etwa durch Schulungen zu sicherheitsrelevanten Aspekten wie der Medikationssicherheit, durch die Stärkung ihrer Gesundheitskompetenz, aber auch dabei, Entlastung zu finden. Denn pflegende Angehörige dürften nicht nur als ein Zugang zur Prävention bei Pflegebedürftigen gesehen werden, sondern müssten selbst stärker in den Fokus präventiver und gesundheitsförderlicher Maßnahmen rücken, so Suhr weiter.
Methodischer Hintergrund der Studie
Die ZQP-Studie "Prävention und Sicherheit im häuslichen Pflegesetting - Perspektive pflegender Angehöriger" basiert auf einer bundesweiten, standardisierten quantitativen Befragung. Teilnehmende waren Personen, die ältere pflegebedürftige Menschen im privaten Umfeld versorgen.
Die Grundgesamtheit der Studie umfasst Personen in Deutschland im Alter von 40 bis 85 Jahren, die in ihrem privaten Umfeld seit mindestens 6 Monaten und mindestens einmal pro Woche einen Menschen pflegen, der folgende Kriterien erfüllt: (i) Alter ab 60 Jahren, (ii) pflegebedürftig im Sinne des Sozialgesetzbuchs, das heißt, die Person hat einen Pflegegrad, und (iii) wird häuslich versorgt, wohnt also nicht im Betreuten Wohnen, einer Pflege-WG oder einem Alten- oder Pflegeheim. Die Stichprobe von n = 1.012 Personen wurde aus einem offline rekrutierten Online-Panel (mit über 100.000 deutschsprachigen Personen) gezogen. In die Stichprobe wurden ausschließlich Personen einbezogen, die diese Kriterien erfüllten.
Die Stichprobe wurde nach Kombinationen von Alter, Geschlecht und formaler Bildung nachgewichtet. Die statistische Fehlertoleranz der Untersuchung in der Gesamtstichprobe liegt bei ± 3 Prozentpunkten.
Pressekontakt:
Torben Lenz
Tel.: 030 994 05 62 - 22
E-Mail: torben.lenz@zqp.de
Original-Content von: Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/80067/6365569
Eine neue Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) weist auf die erheblichen Herausforderungen für die Sicherheit älterer Menschen in häuslicher Pflege hin. Jeder zweite befragte pflegende Angehörige berichtet von falscher Anwendung von Medikamenten. Mehr als ein Drittel gibt an, dass die pflegebedürftige Person innerhalb eines Jahres durch einen Sturz verletzt wurde. Zugleich fühlen sich viele Angehörige durch die Pflege belastet.
Die große Mehrheit pflegebedürftiger Menschen wird zu Hause versorgt. Pflegende Angehörige übernehmen dabei meist erhebliche Verantwortung für deren Wohlergehen. Mit welchen gesundheitlichen Problemen der pflegebedürftigen Menschen sie konfrontiert sind, welche Risikoereignisse sie dabei beobachten, aber auch wie sie ihre eigene Situation erleben, hat das ZQP in einer aktuellen Studie untersucht. Dafür wurden bundesweit 1.012 pflegende Angehörige befragt.
Die Untersuchung macht deutlich, wie groß das Risiko für ältere pflegebedürftige Menschen ist, zu Hause gesundheitlich gefährliche Situationen zu erleben. Ein besonderer Risikobereich ist hierbei die Medikation: 59 Prozent der pflegebedürftigen Personen wenden nach Angaben der Angehörigen dauerhaft fünf Arzneimittel oder mehr an. Diese sogenannte Multimedikation ist unter anderem wegen möglicher Wechselwirkungen der Arzneimittel problematisch. Besonders kritisch kann es werden, wenn zum Beispiel Tabletten nicht oder in falscher Dosis genommen werden. Jeder zweite Befragte (50 Prozent) berichtet, dass in den zurückliegenden 6 Monaten Arzneimittel der pflegebedürftigen Person falsch oder gar nicht angewendet wurden. Jeder Fünfte (19 Prozent) erinnert sich, dass dies wiederholt geschah. Außerdem bezeugen 26 Prozent mehrfache Probleme mit abgelaufenen oder nicht auffindbaren Arzneimitteln beziehungsweise mit nicht vorliegenden Rezepten für die Medikation der pflegebedürftigen Person.
Eine mögliche Folge falscher Arzneimittelanwendung sind Stürze und damit verbundene Verletzungen wie zum Beispiel Knochenbrüche. Anschließend brauchen pflegebedürftige Menschen oft mehr Unterstützung, mehr medizinische und pflegerische Versorgung, kommen dann häufig ins Pflegeheim - oder versterben schließlich an den Sturzfolgen. Über ein Drittel (36 Prozent) der Befragten erinnert sich, dass die pflegebedürftige Person innerhalb der letzten 12 Monate einen oder mehrere Stürze mit Verletzung erlitten hat. Ein ebenso großer Anteil berichtet von mindestens einer notfallmäßigen Krankenhausaufnahme.
Prof. Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP, erklärt dazu: "Unsere Studie verdeutlicht, dass Pflege- und Patientensicherheit älterer Menschen als zentraler Ansatzpunkt von Prävention bei Pflegebedürftigkeit weiter in das Zentrum politischer Debatten zur Zukunft des Gesundheitssystems in Deutschland gerückt werden muss. Wer die Sicherheit in der häuslichen Versorgung - ob sie nun durch pflegende Angehörige, ambulante Pflegedienste oder von beiden gemeinsam erbracht wird - erhöht, der verringert das Risiko für gesundheitliche Schäden bei gesundheitlich besonders verletzlichen älteren Menschen, stabilisiert die häusliche Pflegesituation und reduziert auch die Inanspruchnahme wertvoller Versorgungsressourcen."
Auch aus anderer Perspektive weist die Studie darauf hin, wie anspruchsvoll die Versorgungssituation älterer pflegebedürftiger Menschen zu Hause sein kann. So müssen pflegende Angehörige oft mit mehreren gesundheitlichen Problemen und Unterstützungsbedarfen der pflegebedürftigen Menschen parallel umgehen. 96 Prozent der Befragten berichten mindestens drei aktuelle Gesundheitsprobleme der pflegebedürftigen Person. Knapp ein Drittel (31 Prozent) gibt sogar "neun und mehr" an. Die Studienteilnehmer nennen dabei unter anderem Schmerzen (71 Prozent), Blasenschwäche (54 Prozent), Probleme beim Atmen (44 Prozent) oder erhebliche Vergesslichkeit (39 Prozent) der Pflegebedürftigen. In vielen Fällen werden die Pflegebedürftigen als kraftlos, antriebslos, traurig oder unzufrieden wahrgenommen.
Pflegende Angehörige übernehmen Verantwortung in zum Teil sehr sensiblen und fordernden Versorgungsbereichen, die zugleich schambesetzt sein können. Wenn zum Beispiel bei pflegebedürftigen Personen Unterstützungsbedarf im Bereich der Medikation besteht, unterstützen 62 Prozent der Befragten hierbei. Bei mindestens einer körperlich besonders nahen Aufgabe wie Körperpflege, Inkontinenzversorgung oder Toilettengang hilft bei entsprechender Bedarfslage fast die Hälfte (47 Prozent) der Studienteilnehmer. Von diesen Angehörigen sagen wiederum 36 Prozent, dass ihnen mindestens eine der genannten Aufgaben schwerfällt - etwa weil sie unangenehm ist oder dabei Probleme auftreten.
Solch umfassende Unterstützung geht vielfach mit dem Gefühl erheblicher persönlicher Belastungen einher; 53 Prozent der Befragten empfinden sich durch die Pflegesituation psychisch und 38 Prozent körperlich belastet. Noch höher sind diese Werte, wenn die pflegebedürftige Person eine Demenz hat: In dieser Gruppe berichten 71 Prozent von psychischer und 47 Prozent von körperlicher Belastung. Zusätzlich kann das eigene Leben, können persönliche Bedürfnisse vernachlässigt werden. 61 Prozent der pflegenden Angehörigen geben an, wegen ihrer Unterstützungsaufgaben wichtige eigene Vorhaben zu verschieben. 42 Prozent vernachlässigen deswegen soziale Beziehungen.
Wenn pflegende Angehörige auf professionelle Unterstützung bei der Pflege zurückgreifen wollen, ist das allerdings oft mit Hindernissen verbunden. Eine zentrale Hürde ist die Verfügbarkeit ambulanter Pflegedienste. Rund ein Viertel (26 Prozent) der Befragten berichtet von Problemen bei der Suche nach entsprechender pflegerischer Unterstützung. Auch die Suche nach Tagespflegeeinrichtungen gestaltet sich für 26 Prozent schwierig.
Die Herausforderungen und Erlebnisse rund um ihre Rolle als pflegende Angehörige lassen viele Studienteilnehmer persönlich skeptischer auf ihren Lebensabend schauen. Beinahe zwei Drittel (61 Prozent) geben an, dass ihre Pflegeerfahrung zu mehr Sorgen um ihre eigene Zukunft im Alter geführt habe.
Für Suhr ist klar: "Pflegende Angehörige sind Schlüsselakteure in der Pflege und Gesundheitsversorgung in Deutschland. Durch den demografischen Wandel bedingt, ist es nicht möglich, dieses Engagement in der informellen Pflege durch professionelle Angebote zu ersetzen." Allerdings sieht er Defizite in der strukturierten Einbindung pflegender Angehöriger im Versorgungsprozess: "Ich halte es für geboten, pflegende Angehörige systematisch und als Partner auf Augenhöhe von Pflege und Medizin in den Versorgungsprozess einzubeziehen. In der Praxis ist ihr Wissen über die Patienten sowie ihre motivierte und fähige Unterstützung einer Behandlung im häuslichen Pflegealltag oft unersetzlich. Auch deswegen ist der Informationsaustausch mit pflegenden Angehörigen von großer Bedeutung, ebenso wie Anerkennung und Förderung ihrer Fähigkeiten." Dafür brauche es ein gutes Verständnis ihrer Rolle und ihrer individuellen Situation und nicht zuletzt gezielte Unterstützung, etwa durch Schulungen zu sicherheitsrelevanten Aspekten wie der Medikationssicherheit, durch die Stärkung ihrer Gesundheitskompetenz, aber auch dabei, Entlastung zu finden. Denn pflegende Angehörige dürften nicht nur als ein Zugang zur Prävention bei Pflegebedürftigen gesehen werden, sondern müssten selbst stärker in den Fokus präventiver und gesundheitsförderlicher Maßnahmen rücken, so Suhr weiter.
Methodischer Hintergrund der Studie
Die ZQP-Studie "Prävention und Sicherheit im häuslichen Pflegesetting - Perspektive pflegender Angehöriger" basiert auf einer bundesweiten, standardisierten quantitativen Befragung. Teilnehmende waren Personen, die ältere pflegebedürftige Menschen im privaten Umfeld versorgen.
Die Grundgesamtheit der Studie umfasst Personen in Deutschland im Alter von 40 bis 85 Jahren, die in ihrem privaten Umfeld seit mindestens 6 Monaten und mindestens einmal pro Woche einen Menschen pflegen, der folgende Kriterien erfüllt: (i) Alter ab 60 Jahren, (ii) pflegebedürftig im Sinne des Sozialgesetzbuchs, das heißt, die Person hat einen Pflegegrad, und (iii) wird häuslich versorgt, wohnt also nicht im Betreuten Wohnen, einer Pflege-WG oder einem Alten- oder Pflegeheim. Die Stichprobe von n = 1.012 Personen wurde aus einem offline rekrutierten Online-Panel (mit über 100.000 deutschsprachigen Personen) gezogen. In die Stichprobe wurden ausschließlich Personen einbezogen, die diese Kriterien erfüllten.
Die Stichprobe wurde nach Kombinationen von Alter, Geschlecht und formaler Bildung nachgewichtet. Die statistische Fehlertoleranz der Untersuchung in der Gesamtstichprobe liegt bei ± 3 Prozentpunkten.
Pressekontakt:
Torben Lenz
Tel.: 030 994 05 62 - 22
E-Mail: torben.lenz@zqp.de
Original-Content von: Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/80067/6365569
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