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MÄRKTE EUROPA/Freundlich - Ölpreis unter 100 USD treibt

DJ MÄRKTE EUROPA/Freundlich - Ölpreis unter 100 USD treibt

DOW JONES--Freundlich zeigen sich Europas Börsen am Dienstag im frühen Handel. Für Rückenwind sorgt der weiter fallende Ölpreis, Brent-Öl verbilligt sich auf knapp unter 100 Dollar, nachdem jemenitische Truppen nach eigener Aussage die Stadt Mokka von den Huthi-Rebellen zurückerobert haben. Das nährt Spekulationen, dass die Seeenge von Bab el Mandeb wieder ungefährlicher passierbar wird. Der DAX legt zu um 0,8 Prozent auf 25.461 Punkte, der Euro-Stoxx-50 um 0,8 Prozent.

Für Zuversicht sorgt laut Händlern, dass in Frankreich ein Schattenhaushaltsentwurf des Front National von Marine Le Pen etwas beruhigen könnte, weil er unter anderem eine Schuldenbremse und starke Sparmaßnahmen vorsehe. Entsprechend zeigt sich wieder mehr Ruhe beim Renditeabstand zwischen deutschen und französischen Staatsanleihen. Zugleich sinken auch die US-Renditen, die viel beachtete 10-Jahresrendite kommt auf 5,28 Prozent zurück. Der Euro erholt sich vor diesem Hintergrund und kostet 1,1236 Dollar. Er war am Vortag bis auf 1,1160 abgerutscht auf ein 17-Monatstiefs.

Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank, sieht keine neue Staatsschuldenkrise heraufziehen. Der Renditeaufschlag sei weit von den Höchstständen zur Zeit der Staatsschuldenkrise Ende 2011 entfernt. Die französischen Banken seien außerdem besser kapitalisiert als seinerzeit und hielten auch weniger Staatsanleihen. Viel spreche dafür, dass Anleger derzeit vor allem erhöhte Unsicherheit absicherten, statt bereits ein Krisenszenario einzupreisen.

Zu den weiter hohen US-Zinsen bemerkt James Ooi, Marktstratege bei Tiger Brokers, sollten große Technologiekonzerne weiterhin stark wachsen, könnten Gewinne die beste Verteidigung gegen hohe Anleiherenditen sein.

Die deutschen Auftragseingänge werden trotz eines Minus von über 10 Prozent im August locker weggesteckt. Das Minus geht nur auf die volatilen Großaufträge zurück, beispielsweise im Bereich Rüstung. Ohne diese läge das Minus gerade einmal bei 0,1 Prozent, sagt Thomas Gitzel von der VP Bank.

Unternehmensseitig ist die Nachrichtenlage weiter dünn. Die Aktien von 1&1 und der Mutter United Internet legen bis zu 2,2 Prozent zu. Hier wurde eine Kapitalerhöhung hausintern abgewickelt und komplett von der Mutter gezeichnet.

In Paris legen Alstom um 3,7 Prozent zu, nachdem der Bahnkonzern in einem sogenannten Pre-Close-Call ein organisches Wachstum von 5 Prozent in Aussicht gestellt hat.

In Helsinki steigen Kone um 2,5 Prozent, Thyssenkrupp legen um 1,8 Prozent zu. Laut Bloomberg zeigen Mitsubishi Electric und Fujitec Interesse am Europa-Geschäft von TK Elevator. Ein Verkauf der Sparte könnte wettbewerbsrechtliche Bedenken im Rahmen der geplanten Übernahme von TK Elevator durch Kone ausräumen. Thyssenkrupp sei weiterhin beteiligt.

Aktien aus dem Medizinsektor sind gesucht, im DAX ziehen Merck und Qiagen um über 3 Prozent an und liegen an der Spitze. Im MDAX legen Sartorius um gut 4 Prozent zu. In Kopenhagen gewinnen Genmab 8,4 Prozent, in Paris Biomerieux 4,2 Prozent. Marktteilnehmer verweisen als Treiber auf die geplante Übernahme des US-Infusionstherapieanbieters Option Care Health durch McKesson und Clayton Dubilier & Rice, worüber die Financial Times berichte. Evotec verteuern sich um 3,1 Prozent und Schott Pharma um 2,6 Prozent.

Fraport verlieren 2,1 Prozent, die Aktie wurde von Barclays auf "Underweight" abgestuft.

Im SDAX wird eine Änderung umgesetzt. Neu aufgenommen in den Nebenwerteindex wird die Aktie von SGL Carbon, Platz machen muss Wüstenroth & Württembergische. Beide Aktien ziehen um gut 2 Prozent an.

Index       zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  6.288,96  +0,8   46,82    6.242,14    8,6 
Stoxx-50     5.361,76  +0,8   41,06    5.320,70    9,0 
DAX       25.460,77  +0,8   206,56    25.254,21    3,9 
MDAX      30.637,58  +0,7   210,60    27.039,42    0,1 
TecDAX      4.120,99  +1,2   50,64    3.091,28    13,8 
SDAX      18.359,93  +1,1   199,31    13.062,07    6,9 
FTSE      10.582,13  +0,8   84,19    10.497,94    6,6 
CAC       7.870,05  +0,5   35,95    7.834,10    -3,4 
SMI       13.858,13  +1,1   154,60    13.703,53    4,4 
ATX       6.789,94  +0,7   43,89    6.746,05    27,5 
 
 
DEVISEN      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 18:59 
EUR/USD      1,1228  +0,1   0,0007     1,1221   1,1256 
EUR/JPY      177,52  +0,2   0,3400     177,18  177,6800 
EUR/CHF       0,934  +0,2   0,0022     0,9318   0,9333 
EUR/GBP      0,8485  -0,0  -0,0001     0,8486   0,8505 
USD/JPY      158,09  +0,1   0,1900      157,9  157,8300 
GBP/USD       1,323  +0,1   0,0011     1,3219   1,3231 
USD/CNY      6,7045  +0,0   0,0015     6,7045   6,7045 
USD/CNH      6,7012  -0,0  -0,0023     6,7035   6,7060 
AUS/USD       0,697  +0,0   0,0001     0,6969   0,6948 
Bitcoin/USD   85.547,32  -0,3  -237,80    85.785,12 85.179,46 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex      88,39  -1,2   -1,04      89,43 
Brent/ICE      99,88  -0,4   -0,44     100,32 
 
 
Metalle      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold       4.140,49  +0,0    1,00    4.139,49 
Silber       60,89  -0,3   -0,16      61,05 
Platin      1.706,55  -0,9   -14,70    1.721,25 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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October 06, 2026 04:17 ET (08:17 GMT)

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KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.

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