Bonn (ots) -
"Wir erleben gerade eine Eskalation der psychologischen Kriegsführung", warnt David El Haidag, Ukraine-Programm-Manager der internationalen Hilfsorganisation Help - Hilfe zur Selbsthilfe, zum Welttag der mentalen Gesundheit am 10. Oktober. "Im September waren Städte wie Kyjiw fast nonstop unter Beschuss, darunter viele zivile Ziele. Die ständige Bedrohung, Verluste und Schlaflosigkeit sind eine massive Belastung. Die Menschen sollen psychisch gebrochen werden und brauchen dringend Unterstützung."
Gerade für Kinder sei die Lage katastrophal. "Viele leiden unter Ängsten, Schlafstörungen, Trennungsangst sowie Lern- und Kommunikationsschwierigkeiten. Unbehandelt können sich diese Zustände verschlimmern." Seit Eskalation des Krieges hat Help mehr als 110.000 Menschen in der Ukraine mit psychosozialer Hilfe unterstützt, damit sie das Erlebte verarbeiten können. Doch diese Hilfe reicht bei weitem nicht aus.
Ukraine-Krieg: Humanitäre Hilfe immer schwieriger
Auch für die Helfer:innen werde es in der aktuellen Lage immer schwieriger, Hilfe zu leisten, so El Haidag. "In den letzten Wochen gab es zwei Angriffe in unmittelbarer Nähe unseres Büros in Kyjiw. Unsere Mitarbeiter:innen dort berichten, dass die Menschen aufgrund des permanenten Beschusses bis zu 13-mal am Tag in U-Bahn-Stationen Schutz suchen müssen. Manchmal für wenige Minuten, manchmal für viele Stunden. Die Ziele des Beschusses werden immer willkürlicher, sodass man sich nirgendwo sicher fühlt. Durch den Beschuss mehrerer Brücken in Kyjiw kam es vergangene Woche zudem zu einem enormen Verkehrschaos. Auch die Kommunikationsinfrastruktur wird durch die Angriffe zunehmend beeinträchtigt, was unsere Arbeit vor Ort erschwert."
Angesichts dieser Eskalation sei es umso wichtiger, psychosoziale Hilfsprojekte in der Ukraine zu stärken, so El Haidag. "Die psychosoziale Versorgung der Menschen ist entscheidend, damit sie die Zeit des Krieges durchstehen und nach Kriegsende wieder nach vorne blicken können. Dazu setzen wir etwa auf Kunst-, Spiel- und Gesprächstherapie sowie Übungen zur Stressbewältigung, damit Kinder und Erwachsene Erlebtes verarbeiten und wieder Stabilität gewinnen können. Doch dafür sind wir dringend auf Spenden angewiesen."
Für weitere Informationen oder Interviewanfragen zur psychosozialen Unterstützung in der Ukraine wenden Sie sich bitte an presse@help-ev.de oder telefonisch an +49 (0)173 7107454.
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Online spenden (https://www.help-ev.de/spenden/ukraine/)
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Stichwort: Nothilfe Ukraine
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Adenauerallee 131a
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"Wir erleben gerade eine Eskalation der psychologischen Kriegsführung", warnt David El Haidag, Ukraine-Programm-Manager der internationalen Hilfsorganisation Help - Hilfe zur Selbsthilfe, zum Welttag der mentalen Gesundheit am 10. Oktober. "Im September waren Städte wie Kyjiw fast nonstop unter Beschuss, darunter viele zivile Ziele. Die ständige Bedrohung, Verluste und Schlaflosigkeit sind eine massive Belastung. Die Menschen sollen psychisch gebrochen werden und brauchen dringend Unterstützung."
Gerade für Kinder sei die Lage katastrophal. "Viele leiden unter Ängsten, Schlafstörungen, Trennungsangst sowie Lern- und Kommunikationsschwierigkeiten. Unbehandelt können sich diese Zustände verschlimmern." Seit Eskalation des Krieges hat Help mehr als 110.000 Menschen in der Ukraine mit psychosozialer Hilfe unterstützt, damit sie das Erlebte verarbeiten können. Doch diese Hilfe reicht bei weitem nicht aus.
Ukraine-Krieg: Humanitäre Hilfe immer schwieriger
Auch für die Helfer:innen werde es in der aktuellen Lage immer schwieriger, Hilfe zu leisten, so El Haidag. "In den letzten Wochen gab es zwei Angriffe in unmittelbarer Nähe unseres Büros in Kyjiw. Unsere Mitarbeiter:innen dort berichten, dass die Menschen aufgrund des permanenten Beschusses bis zu 13-mal am Tag in U-Bahn-Stationen Schutz suchen müssen. Manchmal für wenige Minuten, manchmal für viele Stunden. Die Ziele des Beschusses werden immer willkürlicher, sodass man sich nirgendwo sicher fühlt. Durch den Beschuss mehrerer Brücken in Kyjiw kam es vergangene Woche zudem zu einem enormen Verkehrschaos. Auch die Kommunikationsinfrastruktur wird durch die Angriffe zunehmend beeinträchtigt, was unsere Arbeit vor Ort erschwert."
Angesichts dieser Eskalation sei es umso wichtiger, psychosoziale Hilfsprojekte in der Ukraine zu stärken, so El Haidag. "Die psychosoziale Versorgung der Menschen ist entscheidend, damit sie die Zeit des Krieges durchstehen und nach Kriegsende wieder nach vorne blicken können. Dazu setzen wir etwa auf Kunst-, Spiel- und Gesprächstherapie sowie Übungen zur Stressbewältigung, damit Kinder und Erwachsene Erlebtes verarbeiten und wieder Stabilität gewinnen können. Doch dafür sind wir dringend auf Spenden angewiesen."
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