ROUNDUP/Deutschland: Industrie-Auftragseingang sinkt überraschend deutlich
WIESBADEN - Dämpfer für die deutsche Wirtschaft: Der Auftragseingang in der deutschen Industrie ist im August überraschend deutlich eingebrochen. Der zweistellige Rückgang im Monatsvergleich geht allerdings auf den Einbruch bei Großaufträgen unter anderem im Verteidigungsbereich zurück. Bereinigt um den Wert von Großbestellungen lag der Auftragseingang fast auf dem Niveau des Vormonats. Experten wie Michael Herzum, Leiter Volkswirtschaft bei der Fondsgesellschaft Union Investment, sehen daher keine Trendwende des zuletzt positiven Bilds in der Industrie.
SPD erwartet keine Beschlüsse im Koalitionsausschuss
BERLIN - Die Spitzen von Union und SPD treffen sich an diesem Mittwoch zum Koalitionsausschuss in Berlin - die SPD erwartet jedoch keine Beschlüsse zu umstrittenen Reformvorhaben. Man werde sich über die Schlussfolgerungen aus den verlorenen Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern austauschen, sagte SPD-Fraktionschef Matthias Miersch in Berlin. "Und ich will schon sagen, dass ich keine Beschlüsse erwarte, sondern vor allen Dingen eine sehr ehrliche Aussprache miteinander, wie wir jetzt die Aufgaben auch in den nächsten Monaten angehen."
Vor EU-Erweiterung: Kommission sieht Reformbedarf
STRASSBURG - Mit Blick auf ein weiteres Wachsen der EU um neue Mitgliedsstaaten sieht die Europäische Kommission Reformbedarf. Im aktuellen geopolitischen Umfeld müsse die EU Entscheidungsprozesse schneller und wirksamer gestalten, hieß es von der Behörde. Anpassungen seien erforderlich, um die EU auf künftige Erweiterungen vorzubereiten.
Meloni gewinnt erste Vertrauensabstimmung zu neuem Wahlrecht
ROM - Das italienische Abgeordnetenhaus hat der Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni für einen ersten Teil ihrer umstrittenen Wahlrechtsreform das Vertrauen ausgesprochen. Für Artikel 1 des Gesetzentwurfs stimmten 226 Abgeordnete, 147 votierten dagegen, drei enthielten sich, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtet.
AfD beginnt bei Euro-Debatte zurückzurudern
BERLIN - In der AfD mehren sich Stimmen, auf Forderungen nach einem Ende des Euros und einem deutschen Austritt aus der Währungsunion zu verzichten. Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach vor Journalisten in Berlin von innerparteilichen programmatischen Fortentwicklungen. Man habe den Euro jetzt so lange und alle hätten sich daran angepasst. "Ist wie bei so einer Ehe, je länger sie ist, desto teurer wird die Scheidung. Das heißt, da sind jetzt Fakten passiert, die wir anerkennen müssen."
ROUNDUP/Studie: Bevölkerung Deutschlands wird bis 2045 schrumpfen
BERLIN - Von derzeit 83,3 Millionen auf 81,8 Millionen - die Bevölkerung Deutschlands wird bis 2045 einer Studie zufolge moderat zurückgehen. Das zeigt die Studie "Demografische Lage der Nation", die das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung vorgestellt hat. Gut zwei Drittel der 400 Kreise und kreisfreien Städte Deutschland müssen demnach mit einem Bevölkerungsrückgang rechnen. Auch 184 Regionen, die vor wenigen Jahren noch gewachsen sind, dürften schrumpfen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes leben 2026 rund 83,3 Millionen Menschen in Deutschland.
Frankreich: Le Pen will Defizit senken und fordert EZB-Intervention
PARIS - Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen, will das Haushaltsdefizit in den kommenden Jahren deutlich reduzieren. Bis spätestens 2032 soll das Defizit unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukt (BIP) gedrückt werden, sagte die Vorsitzende des "Rassemblement National" am Dienstag bei der Vorstellung ihres Haushaltsplans für das kommende Jahr. Le Pen gilt derzeit als Favoritin für die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr.
ROUNDUP: Wadephul warnt wegen Klimawandels vor neuer Migration
BERLIN - Außenminister Johann Wadephul warnt angesichts der Auswirkungen des Klimawandels vor einer sich verändernden Sicherheitsstruktur und neuen Migrationsbewegungen. "Gerade in fragilen Staaten verstärkt der Klimawandel Not und Hunger - und kann so auch zum Nährboden für Extremismus und Terrorismus werden oder zu Migrationswellen führen", sagte der CDU-Politiker zum Start einer Klima- und Sicherheitskonferenz in Berlin.
Studie: Deutschland wird bis 2045 schrumpfen
BERLIN - Die Bevölkerung Deutschlands dürfte bis 2045 einer Studie zufolge auf rund 81,8 Millionen Menschen schrumpfen. Das zeigt die Studie "Demografische Lage der Nation", die das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung vorstellte. Gut zwei Drittel der 400 Kreise und kreisfreien Städte Deutschland müssen demnach mit einem Bevölkerungsrückgang rechnen. Auch knapp 200 Regionen, die vor wenigen Jahren noch gewachsen sind, dürften schrumpfen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes leben 2026 rund 83,3 Millionen Menschen in Deutschland.
Eurozone: Umsätze im Einzelhandel steigen geringer als erwartet
LUXEMBURG - In der Eurozone sind die Einzelhandelsumsätze im August etwas weniger gestiegen als erwartet. Die Erlöse kletterten im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg um 0,2 Prozent erwartet. Im Juli waren die Umsätze noch um 0,6 Prozent gefallen.
Frankreich: Industrieproduktion fällt unerwartet weiter
PARIS - Die französische Industrieproduktion ist im August überraschend weiter gesunken. Die Produktion fiel saison- und kalenderbereinigt im Vergleich mit dem Vormonat um 0,3 Prozent, wie die nationale Statistikbehörde Insee am Dienstag in Paris mitteilte. Die von Bloomberg erfassten Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet.
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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.
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