DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien
FEIERTAGSHINWEIS
MITTWOCH: In chinesischen Kernland bleiben die Börsen wegen der Goldenen Woche zum Nationalfeiertag geschlossen.
TAGESTHEMA
LG Electronics hat für das dritte Quartal weniger operativen Gewinn in Aussicht gestellt als erwartet. Stetiges Wachstum hält den südkoreanischen Unterhaltungselektronikriesen jedoch auf Kurs für eine Gewinn-Erholung in diesem Jahr.
LG expandiert derzeit in schnell wachsende Geschäftsbereiche wie Kühlsysteme für Rechenzentren und Robotik, während der Konzern zugleich sein Wachstum im angestammten Kerngeschäft mit Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik trotz Herausforderungen aufrecht erhält.
Der operative Gewinn erreichte laut Unternehmensangaben für die drei Monate Juli bis September nach vorläufigen Zahlen 781,80 Milliarden Won, umgerechnet rund 520 Millionen Euro. Das wäre ein Anstieg um 13,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Analysten hatten laut einer von Factset zusammengestellten Konsensschätzung mit einem stärkeren Anstieg auf 1,028 Billionen Won im Quartal gerechnet. Der Umsatz ist laut Unternehmen um 8,9 Prozent auf 23,827 Billionen Won gestiegen und lag damit leicht unter den Markterwartungen.
AUSBLICK UNTERNEHMEN +
Keine relevanten Termine angekündigt.
AUSBLICK KONJUNKTUR
20:00 Fed, Protokoll der FOMC-Sitzung vom 15. und 16. September
ÜBERSICHT INDIZES
Index zuletzt +/- % E-Mini-Future S&P-500 7.878,00 +0,1 E-Mini-Future Nasdaq-100 31.481,50 -0,0 S&P/ASX 200 (Sydney) 8.727,70 -0,1 Topix-500 (Tokio) 4.166,37 -0,4 Kospi (Seoul) 6.832,80 -1,6 Shanghai-Composite 3.842,19 +0,3 Hang-Seng-Index (Hongkong) 24.153,01 -0,5
FINANZMÄRKTE
OSTASIEN (VERLAUF)
Zur Wochenmitte geht es an den Börsen in Ostasien und Australien etwas nach unten, nachdem der Ölpreis und die Marktzinsen wieder gestiegen sind. Positive Vorgaben der Wall Street, wo S&P-500 und Nasdaq-Composite neue Rekordstände erreichten, verpuffen. Anleger hielten sich auch wegen der anstehenden Bilanzsaison zurück, sagen Marktteilnehmer. Manche warteten auch auf die Veröffentlichung des Protokolls der jüngsten US-Notenbanksitzung am späten Mittwoch. Es könne Aufschluss über den künftigen geldpolitischen Kurs der Fed geben. Derweil hat die indische Zentralbank den Leitzins wie weithin erwartet um 25 Basispunkte auf 5,50 Prozent erhöht. Das hohe Niveau der Marktzinsen lastet besonders auf als zinssensitiv geltenden Technologiewerten. In Tokio verbilligen sich Advantest um 2,3 und Kioxia um rund 4 Prozent. In Seoul verliert das Schwergewichte SK Hynix 1,6 Prozent, während das andere Schwergewicht Samsung Electronics gut behauptet liegt. Samsung wird am Donnerstag vorläufige Zahlen zum dritten Quartal vorlegen. Analysten erwarten, dass der Konzern dank des KI-Booms einen rekordhohen operativen Gewinn melden wird. Die vorläufigen Zahlen von LG Electronics haben derweil die Erwartungen von Analysten verfehlt. Die Aktie sackt um 9 Prozent ab. Semiconductor Manufacturing International fallen in Hongkong um 1,1 Prozent.
WALL STREET
INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 51.521,28 +0,5 +253,38 51.267,90
S&P-500 7.818,93 +0,6 +44,98 7.773,95
NASDAQ Comp 27.599,89 +0,4 +122,58 27.477,31
NASDAQ 100 31.224,69 +0,5 +148,24 31.076,44
Dienstag Montag
Umsatz NYSE (Aktien) 1,15 Mrd 1,54 Mrd
Gewinner 1.654 1.324
Verlierer 1.083 1.420
Unverändert 75 77
Freundlich - S&P-500 und Nasdaq-Composite markierten Allzeithochs. Für Unterstützung sorgten gesunkene Ölpreise und sinkende Anleiherenditen. Die Nachricht, dass der Stromversorger Constellation Energy ein Lieferabkommen mit Alphabets Google geschlossen hatte, in dem sich der Technologiekokonzern bereit erklärte, den Ausbau der nuklearen Kapazitäten zu finanzieren, zerstreute Sorgen, dass eine politische Gegenreaktion die Entwicklung der KI-Infrastruktur verlangsamen könnte und sorgte bei Energiewerten aber auch vielen KI-Aktien für steigende Kurse. Constellation Energy stiegen um 12,2 Prozent. Die Aktie des Constellation-Konkurrenten Vistra stieg um 11 Prozent, nachdem das Energieministerium bestätigt hatte, dass es dem Kernenergieunternehmen eine bedingte Darlehenszusage von bis zu 4,2 Milliarden Dollar gewähren werde. Unter anderen unabhängigen Stromerzeugern stiegen NRG um 7 Prozent. Im KI-Sektor zogen AMD um 2,8 Prozent an. CEO Lisa Su hatte sich optimistisch zur Chipnachfrage geäußert. Broadcom gewannen 3,7 und Marvell 5,8 Prozent. Alphabet und Nvidia schlossen gut behauptet. Applied Digital legten um 2,6 Prozent zu. Der Betreiber von Rechenzentren hatte sich für einen geplanten KI-Standort in Finnland Stromkapazitäten gesichert. Seagate gaben um gut 9 Prozent nach. Laut einem Bericht befindet sich das Unternehmen in einem Bieterwettstreit mit der japanischen Toshiba um die Übernahme eines TDK-Geschäftsbereichs. Die vereinbarte Übernahme von Option Care Health durch McKesson und CD&R trieb den Kurs um fast 33 Prozent nach oben.
USA - ANLEIHEN
Rendite +/- 2 Jahre 4,79 -0,04 10 Jahre 5,27 -0,04
Die Renditen von US-Staatsanleihen gaben nach vor dem Hintergrund von gesunkenen Rohölpreisen und somit nachlassenden Inflationssorgen.
DEVISENMARKT
DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Di, 9:10 Uhr % YTD EUR/USD 1,1229 -0,3 1,1258 1,1202 -4,4 EUR/JPY 177,88 -0,1 177,99 177,25 -3,3 EUR/GBP 0,8474 -0,1 0,8478 0,8479 -2,8 USD/JPY 158,38 +0,2 158,10 158,20 +1,1 USD/KRW 1.338,00 0,0 1.338,03 1.342,70 -7,1 USD/CNY 6,7045 +0,0 6,7045 6,7045 -4,1 USD/CNH 6,7046 +0,1 6,7012 6,7044 -3,9 USD/HKD 7,8476 +0,0 7,8472 7,8476 +0,8 AUD/USD 0,6967 -0,2 0,6982 0,6962 +4,4 NZD/USD 0,5605 -0,3 0,5621 0,5590 -2,6 BTC/USD 84.245,88 -1,6 85.626,74 85.306,43 -3,9
Der Dollar gab nach, vor allem, weil sich der Euro erholte. Letzterer profitierte laut Marktteilnehmern von etwas Entspannung im Hinblick auf die Finanzlage in Frankreich. Dazu habe beigetragen, dass die französische rechtsextreme Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen bei Vorlage eines Schattenhaushalts zugesagt hatte, das Staatsdefizit stark zu senken. Der Euro kostete zuletzt im US-Handel 1,1257 Dollar.
ROHSTOFFE
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.136,58 -0,6 -26,87 4.163,45 Silber 60,70 -1,6 -0,99 61,69 Platin 1.692,78 -0,5 -8,97 1.701,75
Gesunkene Marktzinsen und der schwächere Dollar sorgten für Auftrieb beim Goldpreis. Die Feinunze legte um 0,8 Prozent zu auf 4.165 Dollar.
ÖL
ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 90,14 +0,8 0,70 89,44 Brent/ICE 101,62 +1,0 1,04 100,58
Brent beendete den Tag 1,0 Prozent höher mit gut 101 Dollar, nachdem der Preis zwischenzeitlich auf unter 97 Dollar gefallen war. Saudische und jemenitische Streitkräfte hatten die Huthi-Rebellen im Jemen zurückgedrängt, womit letztere die Kontrolle über die Meerenge Bab al-Mandab verloren, eine wichtigen Transitroute für Energieexporte durch das Rote Meer. Das Wall Street Journal berichtete derweil, dass die Öllieferungen durch die Straße von Hormus weit unter dem Vorkriegsniveau blieben, sich die Gesamtexporte aus dem Nahen Osten aber rasch erholten.
MELDUNGEN SEIT DIENSTAG 20.00 UHR
ÖLPREISPROGNOSE EIA
Die US-Energieinformationsbehörde EIA hat ihre Schätzungen für die Rohölpreise angehoben. Sie geht davon aus, dass sich Exporteinschränkungen für fossile Brennstoffe aus dem Nahen Osten durch das vierte Quartal hindurch fortsetzen werden, wobei Störungen wie die jüngsten Angriffe auf die Ost-West-Pipeline in Saudi-Arabien das Potenzial haben, für andauernde Schwankungen der Lieferströme zu sorgen. Die EIA erhöhte ihre Prognose für den durchschnittlichen Brent-Spotpreis im vierten Quartal auf 105 US-Dollar pro Barrel. Zuvor lag sie bei 91 Dollar. Die Prognose für West Texas Intermediate (WTI) hob die US-Agentur auf 97 Dollar von zuvor 86 Dollar pro Barrel an.
RESERVE BANK OF INDIA
Indiens Zentralbank hat die Leitzinsen zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren angehoben. Der Konflikt im Nahen Osten hält die Energiepreise hoch, was die Rupie belastet und Inflationssorgen schürt. Der geldpolitische Ausschuss der Reserve Bank of India stimmte einstimmig dafür, den Leitsatz für Repogeschäfte um 25 Basispunkte auf 5,50 Prozent anzuheben. Damit endete eine Pause, die sich über vier aufeinanderfolgende Sitzungen erstreckt hatte. Neun von zehn von The Wall Street Journal befragten Ökonomen hatten mit einer Erhöhung um 25 Basispunkte gerechnet. Die RBI hatte die Zinsen zuletzt im Jahr 2023 angehoben.
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